Kartellverfahren gegen RCA

20. Dezember 2010

Österreichischen Medienberichten zufolge strebt die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ein weiteres Kartellverfahren gegen die ÖBB an. Es geht darum, dass Rail Cargo Austria (RCA) angeblich Konkurrenten quasi dazu zwinge, über unerlaubte Kombi-Tarife oder Rabatte im Containerverkehr, nicht nur im Schienenvor- und -nachlauf die Dienste der ÖBB zu kaufen, sondern auch im -hauptlauf. Konkret sollen den Kunden Transporte vom Versender zu österreichischen Terminals auf denen kaum Wettbewerb herrscht, deutlich günstiger angeboten worden sein, wenn sie auch auf dem Hauptlauf mit der ÖBB fuhren.
Da der Containerverkehr laut BWB “von einem einzigen Schienengüterverkehrsunternehmen beherrscht wird” liege ein klarer Missbrauch der Marktmacht vor, zumal die RCA im untersuchten Zeitraum seit 2004 mit dem Preisniveau deutlich unter den eigenen Kosten angeboten habe.

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