Archiv für das Tag 'Volker Kefer'

DB: Kefer gibt Ressort Technik ab

19. Juni 2013

DB-Vorstand Volker Kefer wird sich künftig auf die Bereiche Infrastruktur und Dienstleistungen konzentrieren und das Ressort Technik abgeben. Diese in den vergangenen Tagen bereits in den Medien kolportierte Änderung im DB-Vorstand beschloss heute der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG. 

Das Ressort Technik führt künftig ein eigenes Vorstandsmitglied, dessen Bestellung nach Angaben der DB alsbald erfolgen wird. Der Konzernvorstand wird somit um ein achtes Mitglied erweitert.
Zugleich verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag von Personenverkehr-Vorstand Ulrich Homburg um fünf Jahre. Der 57-jährige leitet das Ressort seit dem 1. Juni 2009 und arbeitet seit 2000 für die Deutsche Bahn.

(DB AG)

Hermann: DB muss Informationspflichten nachkommen

4. Januar 2013

“Damit beim nächsten Lenkungskreis zu Stuttgart 21 ein Informationsaustausch überhaupt möglich ist, benötigen die Projektpartner vorab schriftliche und ausführliche Unterlagen”, brachte Winfried Hermann, baden-württembergische Minister für Verkehr und Infrastruktur am Donnerstag seinen Unmut über die im letzten Arbeitskreis vorgelegten Unterlagen der Deutschen Bahn zum Ausdruck.

In einem Brief an Dr. Volker Kefer, Vorstand Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infrastruktur der Deutschen Bahn AG, forderte Hermann neben Antworten zu den Themen ‚Mehrkosten von 1,1 Mrd. Euro‘, ‚Risiken in Höhe von 1,2 Mrd. Euro‘ und ‚Chancen‘, auch bisher nicht veröffentlichte Gutachten und Berichte vorzulegen. Dazu gehört auch das so genannte ‚6-Punkte-Programm‘. „Da dieses Programm über die Projektkosten abgerechnet werden soll, ist es eine Selbstverständlichkeit, dass den Projektpartnern diese Informationen unmittelbar und nicht gefiltert zur Verfügung gestellt werden“, stellte Hermann klar.

(PM Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg)

Vorläufiger Baustopp für „Stuttgart 21“

29. März 2011

Die Deutsche Bahn (DB) hat einen Baustopp für das Bauprojekt „Stuttgart 21“ erlassen. „Bis zur Konstituierung der neuen Landesregierung wird die DB beim Bahnprojekt Stuttgart 21 keine neuen Fakten schaffen – weder in baulicher Hinsicht noch bezüglich der Vergabe von Aufträgen“, sagt Bahn-Vorstand Volker Kefer. Voraussichtlich im Mai werde der Konzern „unmittelbar mit den dann Verantwortlichen offiziell das Gespräch suchen“.

Kefer kündigte zugleich die Bereitschaft des Konzerns zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der geplanten grün-roten Regierung unter dem designierten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) an. Der Bahn-Vorstand hob allerdings hervor, dass die DB von der uneingeschränkten Gültigkeit der zu dem Projekt geschlossenen Verträge ausgehe.

Die Grünen lehnen das Bahnhofsprojekt ab und setzen als Alternative auf eine Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs. Die SPD befürwortet mehrheitlich „Stuttgart 21“, will das Vorhaben aber nicht gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit durchsetzen. Laut SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid soll eine Volksabstimmung über das Projekt erwirkt werden. „Dazu wäre es hilfreich, wenn in der Zwischenzeit keine neuen Fakten geschaffen werden.“

Mit der Bau-Pause beim Bahnprojekt hoffen die Aktivisten auf ihren endgültigen Erfolg. Nun müsse noch einmal „grundsätzlich über das Projekt nachgedacht werden“, sagt der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, Hannes Rockenbauch. Der von der Bahn verkündeten vorläufigen Bau- und Vergabestopp, sei „erst mal ein Erfolg“. Zugleich betont Rockenbauch, die Forderung nach einem „grundsätzlichen Baustopp“ bleibe bestehen.

Der Grünen-Verkehrsexperte Werner Wölfle (Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg) meint, die Botschaft des Wählers sei offenbar bei der Bahn angekommen. Er bezeichnete es als eine „Geste gegenüber dem Wählerwillen“, dass die Bahn nun bis zur Wahl eines neuen Ministerpräsidenten keine weiteren Fakten bei Stuttgart 21 schaffen werde. Zugleich forderte Wölfle, den Bau- und Vergabestopp zu verlängern, bis der Stresstest durchgeführt sei und Klarheit über mögliche Nachbesserungen und Mehrkosten bei dem Bahnprojekt bestehe. Diese Linie hatten Grüne und SPD gemeinsam nach ihrem Wahlsieg vertreten.