Archiv für das Tag 'Statistik'

Bahnfrachtverkehr 2013: Vorjahresminus nicht ausgeglichen

20. März 2014

Im Jahr 2013 transportierten in- und ausländische Eisenbahngesellschaften auf dem deutschen Schienennetz insgesamt Güter im Umfang von 373,7 Millionen Tonnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren dies 7,6 Millionen Tonnen oder 2,1 % mehr als 2012. Dieser Zuwachs reichte jedoch nicht aus, um das Vorjahresminus von 8,9 Millionen Tonnen auszugleichen. 

Die erbrachte Transportleistung belief sich laut Destatis im vergangenen Jahr auf 112,6 Milliarden Tonnenkilometer (+ 2,3 %). Auch bei der Transportleistung konnte der Wert des Jahres 2011 noch nicht wieder erreicht werden. 

Insgesamt wurden 2013 den Angaben zufolge Güter im Durchschnitt über eine Strecke von 301 Kilometer auf dem deutschen Schienennetz transportiert (+ 0,2 %). Im kombinierten Verkehr (unter anderem Container und Wechselbehälter) lag der Wert bei 499 Kilometern (– 2,2 %). 

(destatis)

Güterverkehr 2013: Transportauf­kommen steigt um 0,8 %

7. Februar 2014

 Der Güterverkehr in Deutschland hat im Jahr 2013 zugenommen: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das Transportaufkommen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf 4,3 Milliarden Tonnen. Das moderate Wirtschaftswachstum von + 0,4 % wirkte sich somit auch auf die Güterbeförderung aus. Zum Wachstum trugen der Straßen- und Eisenbahnverkehr sowie die Binnenschifffahrt bei. Der Luftverkehr blieb konstant. Dagegen verbuchten der Seeverkehr und der Transport von Rohöl in Rohrleitungen Rückgänge. 

Auf der Straße wurden – nach einer Schätzung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur – im vergangenen Jahr rund 3,3 Milliarden Tonnen und damit 0,9 % mehr befördert als im Jahr 2012. Der Straßengüterverkehr hatte auch 2013 den höchsten Anteil am Transportaufkommen (77 %). Der Güterverkehr der Eisenbahn legte im Jahr 2013 um 0,8 % zu: Auf Schienen wurden 369 Millionen Tonnen befördert. Flugzeuge transportierten mit 4,3 Millionen Tonnen genauso viel Fracht wie im Vorjahr. 

(destatis)

Destatis: Öffentlicher Personenverkehr 2013 weiter gewachsen

5. Februar 2014

Der öffentliche Personenverkehr in Deutschland nahm im Jahr 2013 weiter zu und erreichte neue Höchststände: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr mit Bussen und Bahnen um 0,8 % und die Fluggastzahlen im Luftverkehr um 1,1 % gegenüber dem Jahr 2012.

Im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen unternahmen die Fahrgäste im Jahr 2013 im Linienverkehr knapp 11 Milliarden Fahrten, das waren 0,8 % mehr als im Jahr 2012. Zum Wachstum trug vor allem der Schienenverkehr bei: Im Nahverkehr mit Eisenbahnen (einschließlich S-Bahnen) stiegen die Fahrgastzahlen 2013 um 1,2 %, im Nahverkehr mit Straßen-, Stadt- und U-Bahnen um 1,0 %. Auch mit Bussen fuhren mehr Menschen, allerdings war der Zuwachs hier mit + 0,5 % etwas geringer.

Der Fernverkehr mit Eisenbahnen verbuchte dagegen leichte Rückgänge, auch aufgrund der durch das Hochwasser im Juni 2013 verursachten Verkehrsbehinderungen: Den Eisenbahnfernverkehr nutzten 2013 knapp 131 Millionen Reisende (– 0,5 %).

Der Linienfernverkehr mit Omnibussen ist 2013 nach der Liberalisierung zum Jahresanfang stark gewachsen. Die in der Statistik berücksichtigten Unternehmen konnten ihr Fahrgastaufkommen um knapp 20 % auf 3,0 Millionen Reisende steigern. Da neugegründete Unternehmen nicht zur Statistik melden mussten, ergibt sich allerdings noch kein vollständiges Bild.

Die Zahl der Passagiere auf deutschen Flughäfen erreichte 2013 mit 181 Millionen einen neuen Höchstwert. Gegenüber 2012 war das ein Anstieg von 1,1 %. Die Zunahme ging dabei auf Flugreisen ins Ausland zurück: Hier stieg die Zahl der Fluggäste um 1,8 % auf 159 Millionen Passagiere. Dagegen sank das Inlandsaufkommen um 3,8 % auf 23 Millionen Fluggäste.

(destatis)

BAG erwartet Transportwachstum für 2014

11. September 2013

Während der Eisenbahnverkehr im zurückliegenden Jahr im Nah- und Fernbereich vergleichsweise deutlich hinzugewinnen konnte, zeigten sich im gesamten Personenverkehr das Verkehrsaufkommen (-1,1 %) und die Verkehrsleistung (-0,9 %) negativ von den Rückgängen im Individualverkehr beeinflusst. Das stellt das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in seiner aktuellen Mittelfristprognose fest.

Vor dem Hintergrund einer erwarteten deutlich positiveren Entwicklung der gesamt- und branchenwirtschaftlichen Leitdaten erwartet das BAG für das Jahr 2014 wieder ein Wachstum des gesamtmodalen Güterverkehrs, von dem – mit Ausnahme der Rohrleitungen – alle Verkehrsträger profitieren werden, heißt es.

Die Studie „Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr – Kurzfristprognose Sommer 2013“ beinhaltet die Prognose des Güter- und Personenverkehrs für die Jahre 2013 und 2014 und gibt einen Überblick über die Entwicklungen im vergangenen Jahr.

Der vollständige Prognosebericht steht beim BAG zum kostenlosen Download zur Verfügung.

(BAG)

 

 

Ver­kehr und Lage­rei: Abneh­mende Um­sätze, zuneh­mende Beschäf­tigung

13. Juni 2013

Der Umsatz im Bereich Verkehr und Lagerei sank im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum ersten Quartal 2012 nominal um 0,7 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen weiter mitteilt, gehen damit die Umsätze das zweite Quartal in Folge zurück: Während es im ersten bis dritten Quartal 2012 noch einen Anstieg gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal gegeben hatte, verringerten sich die Umsätze im vierten Quartal 2012 um 0,6 %. Die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich erhöhte sich im ersten Quartal 2013 gegenüber dem ersten Quartal 2012 um 1,3 %.

Zum Bereich Verkehr und Lagerei gehören der Landverkehr (auf Straße und Schiene) einschließlich des Transports in Rohrfernleitungen, die Schifffahrt, die Luftfahrt, die Lagerei sowie sonstige Dienstleistungen für den Verkehr (zum Beispiel Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Flughäfen sowie Post-, Kurier- und Expressdienste). 

Gegenüber dem Vorquartal stieg der arbeitstäglich und saisonbereinigte Umsatz im Bereich Verkehr und Lagerei im ersten Quartal 2013 um 0,8 %. Die Zahl der Beschäftigten stieg saisonbereinigt im ersten Quartal 2013, wie bereits im dritten und vierten Quartal 2012, um 0,4 %.

(destatis)

Gütertransport auf der Schiene rückläufig

29. November 2012

Schienentransporte in Deutschland sind im laufenden Jahr gesunken. Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (destatis) sank die Güterbeförderung per Eisenbahn im September auf 29,9 Millionen Tonnen von 32,2 Millionen Tonnen im Vorjahresmonat (-7,2%). Von Januar bis September wurden in Deutschland 273,1 Millionen Tonnen transportiert. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum noch 283 Millionen Tonnen (-3,5%). Dies geht aus den heute veröffentlichten Schnellinformation zum Eisenbahngüterverkehr für den Berichtsmonat September 2012 hervor.

Besonders stark ist der Rückgang im Transport von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei (-17,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat), in der Kategorie ”Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse” (-14,4 % ) sowie bei “Kokerei und Mineralölerzeugnissen” (-15,3%).

Gesunken sind auch die Transporte in Tonnenkilometern, und zwar von 9653,1 tkm im September 2011 auf 8924,4 tkm im September des laufenden Jahres (-7,5%). Das Volumen der Containerbeförderung hat sich im September verglichen mit dem Vorjahresmonat um 5,6% verringert (522,1 x 1000 TEU zu 492,7 x 1000 TEU), verzeichnet im Saldo von Januar bis September aber noch eine leicht positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (+2,4 %).

(Quelle: destatis)

Fahrpreisentwicklung 2003-2012

26. September 2012

Die DB erhöht auch in diesem Jahr wieder die Fahrpreise diesmal nach eigenen Angaben um 2,8 Prozent. Rechnet man die Preiserhöhungen ab 2003 zusammen, so belaufen sich diese auf etwa 35% Prozent im Fern- und Nahverkehr. Über den gleichen Zeitraum betrug die Inflation gerade einmal knapp 18 Prozent. Die Bahnpreise haben sich also fast doppelt so stark erhöht.

Weitaus mehr noch wirken sich aber die versteckten Preiserhöhungen aus, mit denen insbesondere die Vielfahrerinnen und Vielfahrer belastet werden: Die BahnCard 50 als Mobilitätskarte wird erneut um 2,9 Prozent teurer. Reservierungen haben sich im Preis gar mehr als verdoppelt. Dazu ist die Tarifstruktur der Bahn seit der Einführung des Preissystems PEP” vor zehn Jahren immer unübersichtlicher geworden.

Die Preiserhöhungen bei der Bahn gehen einher mit einem erheblichen Abbau von Leistungen: So wird die Zahl der Züge kontinuierlich abgebaut; Verbindungen werden verschlechtert. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember fallen beispielsweise sieben der acht transeuropäischen DB AutoZug”-Verbindungen von Berlin weg. Die Fernzugverbindungen für 368 Bahnhöfe jenseits der Metropolen sind seit 1999 um fast die Hälfte reduziert worden (von 38.027 auf 20.506). Außerdem werden Bahnhöfe geschlossen, die Zahl der Schalter und die Öffnungszeiten der Reisezentren reduziert.

Das Bündnis Bahn für Alle wünscht sich stattdessen eine Bahn, die sich am Gemeinwohl orientiert, dazu mit einem einheitlichen und nachvollziehbaren Preissystem.

(Quelle: Bündnis Bahn für Alle)

Statistik: Weniger Güter auf der Schiene

1. August 2012

Der Güterverkehr auf der Schiene ist im Mai 2012 Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp 10 Prozent gesunken. Insgesamt wurden im Mai 2012 nur noch 30,8 Millionnen Tonnen auf der Schiene befördert, im Mai 2011 waren es noch 34,1 Millionen Tonnen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt gestern veröffentlichte. Besonders stark zurückgegangen ist laut Statistischem Bundesamt der Versand ins Ausland (minus 13,8 Prozent). Annähernd konstant blieb der Durchgangsverkehr.

Differenziert nach Güterabteilungen sank der Transport von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei auf der Schiene am stärksten (minus 43,1 Prozent). Gegen den Trend gestiegen ist einzig der Schienentransport von Konsumgütern für den kurzfristigen Gebrauch und Holzwaren. Annähernd konstant ist der Transport von Kohle, rohem Erdöl und Erdgas (-0,1 Prozent).

Infrastruktur-Ausgaben in Mittel- und Osteuropa sinken

7. Juni 2012

Die Investitionen in Straßen- und Schieneninfrastruktur in mittel- und osteuropäischen Ländern sind in 2010 um 11 Prozent  gefallen. Dies ist eines der Ergebnisse des Statistic Briefs, den das International Transport Forums (ITF) der OECD jetzt veröffentlichte. Während die Infrastrukturinvestitionen in 2009 noch auf Rekordhöhe lagen, sei es 2010 erstmals wieder zu einem Rückgang gekommen, teilt das ITF mit.

Der Statistics Brief ist im Internet auf der Seite http://www.internationaltransportforum.org/statistics/statbriefs.html erhältlich.

(Quelle: ITF)

Busse und Bahnen zählen 10,7 Milliarden Fahrgäste

8. April 2011

Mit Bus und Bahn waren 2010 in Deutschland fast 10,7 Milliarden Fahrgäste unterwegs. Pro Tag entspricht dies fast 30 Millionen Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit Linienbussen fuhren 2010 hingegen etwas weniger Fahrgäste. Den Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zufolge gewinnen damit Eisenbahnen und Straßenbahnen in Deutschland weiter an Beliebtheit. Den größten Zuwachs im Nahverkehr – um zwei Prozent auf 2,2 Milliarden Fahrgäste – verzeichneten Eisenbahnen und S-Bahnen. In Straßenbahnen stiegen 3,6 Milliarden Menschen ein. In Linienbussen zählten die Statistiker hingegen zwar weniger Fahrgäste, kamen aber immer noch zusammen auf 5,2 Milliarden Passagiere. Im Fernverkehr stiegen die Fahrgastzahlen auf der Schiene ebenfalls: Mit 126 Millionen Reisenden verzeichneten die Statistiker auch hier ein Plus.