Archiv für das Tag 'Schienenpersonenverkehr'

Deutschen Bahn verbucht Fahrgastrekord

21. März 2013

Mit einem Zuwachs von 49 Millionen Reisenden konnte die Deutsche Bahn im Jahr 2012 einen neuen Rekord bei der Zahl der Fahrgäste im heimischen Schienenpersonenverkehr aufstellen. Im Jahresverlauf beförderte die DB in ihren Zügen insgesamt 1,97 Milliarden Fahrgäste (ohne Arriva).

Auch ihren Umsatz und ihren Gewinn konnte die DB im Geschäftsjahr 2012 erneut steigern. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um  1,4 Milliarden Euro (+3,7 Prozent) auf 39,3 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) erhöhte sich im Jahr 2012 um 399 Millionen Euro (+17,3 Prozent) auf 2,7 Milliarden Euro. Einen Anstieg von 35,7 Prozent oder 918 Euro Millionen gab es bei den Netto-Investitionen. Die Netto-Finanzschulden konnten um 226 Millionen Euro (-1,4 Prozent) gesenkt werden.

Rund 11.000 neue Mitarbeiter wurden 2012 neu eingestellt. Das war die höchste Zahl von Neueinstellungen seit zehn Jahren.

Das sind weitere Zahlen aus den Sparten der Deutschen Bahn:

  • Mehr Verkehrsleistung im Personenverkehr –  4 Prozent oder 3,1 Milliarden Personenkilometer (Pkm) auf 82,4 Milliarden Pkm (ohne Arriva) erhöhte.
  • Uneinheitliches Bild bei Transport und Logistik – Als Folge der schwachen Konjunktur sank die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr um 5,4 Prozent auf 105,9 Milliarden Tonnenkilometer. Uneinheitlich war die Entwicklung bei DB Schenker Logistics. Das Sendungsvolumen im europäischen Landverkehr ging im Jahresverlauf geringfügig um 0,5 Prozent zurück. Mit einem Umsatz-Plus von 17,7 Prozent konnte die Kontraktlogistik ihre dynamische Entwicklung fortsetzen.
  • Infrastruktur: Trassenkilometer und Stationshalte weitgehend stabil – Trassennachfrage sank konjunkturbedingt um 1,1 Prozent auf 1,0 Milliarden Trassenkilometer ab. Die konzernexternen Bahnen konnten ihren Anteil um 4,9 Prozent auf 22,2 Prozent Gesamtnachfrage steigern.

[Quelle: Deutsche Bahn AG]

Preiserhöhung durch Wegfall der EEG-Umlage befürchtet

19. März 2013

In den letzten Tagen wurde unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  darüber berichtet, dass der Wegfall der Befreiung von der EEG-Umlage die Fahrscheine im Schienenpersonenverkehr verteuern würde.

Bisher wird von einer Mehrbelastung in Höhe von 270 Mio. € pro Jahr ausgegangen. Das würde stimmen, wenn das Bundesumweltministerium geplant hätte, nur fremdbezogenen Strom der für den Bahnstrom verantwortlichen DB Energie GmbH von der Befreiung zur Zahlung der EEG-Umlage auszunehmen. Jedoch nach Informationen des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen plane das Bundesumweltministerium, auch von DB Energie selbst produzierten Strom von der Befreiung zur Zahlung der EEG-Umlage auszunehmen.

Schon jetzt plant die DB Ernergie GmbH bis 2020, 35 % der Bahnstromversorgung aus erneuerbare Energien wie Wasser- und Windkraft sicherzustellen.
Eisenbahnverkehrsunternehmen müssten bezogen auf das Jahr 2014 mit einer Mehrbelastung von 492 Mio. € rechnen.  Der Strompreis könnte sich so von einem derzeitigen Durchschnittspreis von 12,5 Cent pro Kilowattstunde (KWh) drastisch um 5,7 Cent/KWh erhöhen. Im Güterverkehr würden sich die Transporte abrupt um durchschnittlich 7,5 % verteuern. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen befürchtet daher eine deutlich spürbare Verkehrsverlagerung zu Ungunsten des  Verkehrsträgers Schiene.

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen betont, dass sich außerdem die Wettbewerbsbedingungen für die besonders auf die Schiene angewiesenen Unternehmen im internationalen Vergleich signifikant verschlechtern würde.  Zur Diskussion stünden dann auch die Abbestellung von Zügen oder die Stilllegung von Strecken.
[Quelle: Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.]

Nordrhein-Westfalen: VRR und DB Regio müssen Lösungen im Sinne der Fahrgäste suchen

9. Februar 2011

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Direktvergabe von Verkehrsleistungen im Schienenpersonenverkehr mit der derzeitigen Gesetzeslage in Deutschland unvereinbar ist. Die Vertragsparteien Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und DB Regio sind nun gefordert auszuloten, wie es unter den vom OLG Düsseldorf und dem Bundesgerichtshof gesetzten Rahmenbedingungen weiter gehen kann. „Das Gericht hat Klarheit geschaffen“, sagt Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger, „den VRR wird das Urteil vor erhebliche Probleme stellen. Ich erwarte vom VRR und der DB Regio, dass sie sich wieder zusammensetzen und nach konkreten Lösungen im Interesse der Fahrgäste suchen. Beide tragen eine gemeinsame Verantwortung für die Kundinnen und Kunden im Gebiet des VRR, daran hat die heutige Gerichtsentscheidung absolut nichts geändert.“ Nach dem verlorenen Prozess beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (Dezember 2008) war der VRR finanziell nicht mehr in der Lage, die der DB Regio NRW bis 2018 vertraglich zustehenden Zahlungen vollständig zu leisten. Es drohten Kürzungen beim Verkehrsangebot und höhere Belastungen der Kommunen und Verkehrsunternehmen im VRR-Gebiet. Vor diesem Hintergrund einigten sich die Parteien mit Hilfe eines externen Moderators im Jahr 2009 außergerichtlich. Dabei kam die DB dem VRR bei seinen Zahlungsverpflichtungen entgegen, im Gegenzug sollte der Vertrag hinsichtlich der S-Bahn um fünf Jahre verlängert werden. Zudem hat das Land im Rahmen des Vergleichs mit finanzieller Hilfe dafür gesorgt, dass den Fahrgästen im Regionalverkehr bessere Verbindungen und mehr Sitzplätze im neuen RE-Konzept zur Verfügung stehen. „Das RE-Konzept darf durch den VRR nicht in Frage gestellt werden. Der Fahrplan ist angepasst, die zusätzlichen Wagen sind bestellt, die Loks im Umbau – da darf es kein Zurück geben“, betonte Voigtsberger.