Archiv für das Tag 'BOB'

BEG fordert reibungslosen Betrieb bei Weidenfelsbahn und Meridian

20. Dezember 2013

Seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 gibt es laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft (BEG), dem Aufgabenträger in Bayern, anhaltende die Beschwerden über den von der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) betriebenen Meridian und die von DB Regio betriebene Werdenfelsbahn. Einige Züge – vor allem im morgendlichen Berufsverkehr – seien überfüllt, andere fallen komplett aus oder sind erheblich verspätet. Zudem lasse die Fahrgastinformation zu wünschen übrig. BEG-Geschäftsführer Johann Niggl, fordert eine schnelle Verbesserung der Zustände und droht Strafzahlungen für die Betreiber an, da sie ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkämen.

(BEG)

BGH: Preissystem für Bahnhöfe war überteuert

27. November 2013

Die nach dem Stationspreissystem (SPS) 05 der DB Station & Service AG verlangten Nutzungsentgelte für Bahnhöfe waren zu hoch. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn muss zuviel verlangte Entgelte zurückerstatten. Nachforderungen der DB gegenüber Eisenbahnbetreibern sind unbillig. Dies hat u.a. das Kammergericht Berlin zu Recht entschieden, wie der Bundesgerichtshof nun klargestellt hat. Die Bundesrichter wiesen Nichtzulassungsbeschwerden der DB Station & Service AG gegen mehrere Urteile zurück (u.a. Az.: KZR 7/13). Die Entscheidungen des Kammergerichts sind somit rechtskräftig.

Mit der Einführung des SPS 05 zum 1.1.2005 hatten sich die Stationspreise um das Mehrfache verteuert. Gegen die enormen Preissteigerungen hatten sich deshalb einige nichtbundeseigene Eisenbahnverkehrsunternehmen gerichtlich zur Wehr gesetzt, darunter die Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) mit Sitz in Friedrichshafen und die im niedersächsischen Uelzen ansässige metronom Eisenbahngesellschaft. Das Kammergericht hatte in mehreren Verfahren entschieden, dass die von der DB Station & Service AG geforderten Stationsentgelte nach § 315 BGB unbillig sind. Das Unternehmen wurde zu Rückzahlungen verurteilt; Nachforderungen gegen Eisenbahngesellschaften, die von sich aus die Zahlungen reduziert hatten, wurden zurückgewiesen. Der BGH hat die Urteile des Kammergerichts nun bestätigt.

 (roedl&partner/red)

BOB-Klage gegen überhöhte Stationspreise erfolgreich

27. November 2013

Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) aus Friedrichshafen am Bodensee hat gegen die Deutsche Bahn (DB) AG ein Gerichtsverfahren gewonnen. Der Bundesgerichtshof hat die Klage der DB AG gegen die Nichtzulassung der Revision am 12. November zurückgewiesen, teilt die BOB heute mit. Das Urteil kostet die DB AG nach Angaben der BOB allein bei diesem Verfahren rund eine halbe Million Euro. Die Friedrichshafener Privatbahn geht jedoch von einer bundesweiten Signalwirkung des Urteils aus.

„Das ist eine gute Nachricht für die Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland – die überhöhten Preise der DB AG sind damit vom Tisch“, erklärt BOB-Geschäftsführer Manfred Foss. Er sieht nun eine Klagewelle auf die DB zukommen. Denn das Preissystem wurde 2005 bundesweit eingeführt; die BOB war nach eigenen Angaben die einzige Gesellschaft in Baden-Württemberg, die sich gegen diese einseitige Preispolitik des Monopolisten zur Wehr gesetzt hat.

(BOB)

Freistaat vergibt Regionalverkehr an BOB

25. September 2012

Der Zuschlag für den Betrieb der Nahverkehrszüge im Bayerischen Oberland soll an die Bayerische Oberlandbahn GmbH (BOB) gehen. Davon profitieren die Regionalverkehrsleistungen zwischen München, Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries. Die Fahrgäste erwartet im Oberland ein besseres Angebot, das die BEG bei der BOB in Auftrag geben wird. Der Vertrag mit der Bayerischen Oberlandbahn GmbH soll ab Dezember 2013 für elf Jahre laufen.

Czeschka: „Die Integral-Züge und die Werkstatt in Lenggries werden über die gesamte Vertragslaufzeit weiter genutzt. Auch die Arbeitsplätze in der Region bleiben bestehen, das bewährte Kuppel- und Flügelkonzept wird fortgeführt.“ Für das verdichtete Angebot sind – neben der gesamten Integral-Flotte – weitere Fahrzeuge erforderlich, die die BOB beschaffen wird.

Der künftige Betreiber im Oberland verpflichtet sich, am Qualitätsmesssystem der BEG teilzunehmen. Damit prüft die Bayerische Eisenbahngesellschaft die Sauberkeit, die Funktionsfähigkeit der Ausstattung, die Fahrgastinformation im Zug, die Servicequalität und die Kundenfreundlichkeit. Außerdem gelten hohe Anforderungen hinsichtlich Pünktlichkeit und Anschlusssicherung.

Für das verdichtete Angebot sind – neben der gesamten Integral-Flotte – weitere Fahrzeuge erforderlich, die die BOB beschaffen wird. Bis Ende 2013 wird es weitere regionale Fahrplanverbesserungen geben.

(Quelle: Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH)

 

 

BOB soll mit bisherigem Betriebskonzept ausgeschrieben werden

21. September 2010

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) plant, das Streckennetz der Bayerischen Oberlandbahn ab 2013 mit einem unveränderten Betriebskonzept weiterzuführen. In einer entsprechenden Ausschreibung soll zudem festgelegt werden, dass der künftige Betreiber sowohl die Werkstätte in Lenggries als auch die Flotte der Integral-Triebwagen, die sich nach anfänglichen Problemen für das Netz inzwischen bewährt haben, übernehmen soll. Regionale Politiker haben sich wiederholt dafür ausgesprochen, den 2013 ablaufenden Vertrag mit der BOB zu verlängern und sogar eine entsprechende Petition gestartet, die mittlerweile von mehreren Tausend Bürgern unterzeichnet wurde, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die BEG hält dies aber für rechtlich nicht möglich. Die Veolia-Tochter betreibt das Netz, zu dem die Strecken von München über Holzkirchen nach Tegernsee, Lenggries und Bayerischzell gehören, seit 1999. (PM ÖPNV Wettbewerb)

Zusätzliche Züge zwischen München und dem Oberland

22. März 2010

Ab dem 28. März verkehren zusätzliche Züge der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (BOB) zwischen München und dem Oberland. Auf Bestellung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) wird die Taktlücke zwischen 22:10 und 23:50 Uhr geschlossen, die mit dem Fahrplanwechsel entstanden war. Der Fahrplan der Bayerischen Oberlandbahn wurde infolge des neuen S-Bahnhaltepunktes Hirschgarten umgestellt. Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil: „In Zukunft kommen Fahrgäste mit der BOB auch um 23:10 Uhr nach einem Konzert- oder Kinobesuch in München wieder bequem nach Hause. Auch in der Gegenrichtung wird es zusätzliche Verbindungen geben.“

Gefeilsche um die BOB-Strecken

10. Februar 2010

Die Strecken der Bayerischen Oberlandbahn werden voraussichtlich ausgeschrieben. Das bayerische Wirtschaftsministerium hat sich eindeutig festgelegt. Nur ein Machtwort von Ministerpräsident Seehofer würde hier wirken.

2013 läuft nach 14 Jahren der Vertrag mit der staatlichen Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) aus. Fristgerecht muss die BEG die Strecken von München nach Bayrischzell und Lenggries in diesem Jahr ausschreiben – es geht um 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Die Deutsche Bahn steht schon in den Startlöchern, um sich diese Paradestrecke zurückzuholen. „Wenn schon Wettbewerb, dann für alle“, sagt ein Bahnsprecher.
Allerdings steht Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei lokalen Politikern im Wort. Zuletzt im August 2009 hatte er angekündigt, dass er sich für einen Verzicht auf die Ausschreibung einsetzen werde. Die Betreiber der BOB hat er da natürlich auf seiner Seite: „Es gibt keinen rechtlichen Druck, ausschreiben zu müssen“, sagt BOB-Geschäftsführer Heino Seeger, der den Vertrag mit der BEG gerne um zehn Jahre verlängern würde. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sieht das anders: Verbesserungen für die Fahrgäste seien „nur im Wettbewerb“ zu erreichen, erklärt er. (PM mofair)