Güterverkehr

EPAL gründet internationale Akademie

28. März 2014

Die European Pallet Association e. V. (EPAL) gründet in Düsseldorf die erste internationale „EPAL ACADEMY”. Der Start ist für Anfang Juni 2014 geplant. Die einzigartige Paletten-Institution schult Lizenznehmer, Zulieferer und Verwender. Ziel ist, sowohl das Wissen über die einheitlich hohe Qualität der EPAL-Europalette als auch die Kenntnisse über die Paletten-Verwendung im weltweit größten offenen Tauschpool zu erweitern. Zugleich soll die Akademie als Kompetenzzentrum den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch fördern.

Das Angebot aus Schulungen, Fachtagungen, Seminaren, Kolloquien und Weiterbildungen richtet sich an Verwender der EPAL-Europalette aus Handel und Industrie, Logistikexperten, Zulieferer sowie lizenzierte Hersteller- und Reparaturbetriebe. Ein Schwerpunkt der Wissensvermittlung liegt auf Schulungen zu Fragen des Paletteneinsatzes und des Palettentausches.

(EPAL)

Jahresbilanz: SBB Cargo schreibt erstmal “schwarze Null”

25. März 2014

In einem herausfordernden Jahr beförderte die SBB 2013 zum ersten Mal in ihrer Geschichte mehr als eine Million Kunden pro Tag. Die gestiegene Nachfrage sei vor allem auf Angebotsverbesserungen zurückzuführen, teilt das Schweizer Bahnunternehmen heute mit. SBB Cargo erzielte nach eigenen Angaben erstmals seit über 40 Jahren ein positives Ergebnis von 14,7 Mio. Schweizer Franken (120 Mio. Euro). Das Konzernergebnis ging aber um 184,2 Mio. Schweizer Franken (151 Mio. Euro) auf 238,2 Millionen Franken (195 Mio. Euro) zurück. Der Großteil des höheren Betriebsaufwands ist laut SBB bedingt durch höhere Trassenpreise und Zusatzaufwendungen vorab beim Unterhalt am Schienennetz. Die Kundenpünktlichkeit der SBB-Züge lag 2013 zwar auf hohem Niveau, jedoch konnte mit 87,5 Prozent der Wert des Vorjahres (88,0 Prozent) nicht ganz erreicht werden.

SBB Cargo erreichte durch die konsequente Ausrichtung auf die Stärken der Schiene das anspruchsvolle Ziel der „Schwarzen Null“ und erzielte erstmals seit über 40 Jahren ein positives Ergebnis. Damit sei ein großer Schritt in der Sanierung gemacht. Die Güterverkehrserträge nahmen insgesamt um 4,7 Prozent zu.

SBB Cargo International konnte die Marktposition halten, effizienter produzieren und sich finanziell stabilisieren: Das Ergebnis fiel trotz starkem Verdrängungswettbewerb um 8,2 Mio. Schweizer Franken ((6,7 Mio. Euro) besser aus als im Vorjahr, lag aber immer noch mit 2,8 Mio. Schweizer Franken (2,3 Mio. Euro) im Minus.

(SBB)

DB Schenker Rail schreibt ETCS-Umrüstung für DE 6400-Loks aus

24. März 2014

DB Schenker Rail schreibt im Europäischen Amtsblatt die Ausrüstung von zwölf Lokomotiven mit ETCS unter Einbeziehung der vorhandenen konventionellen Zugsicherungssysteme aus. Der Ausschreibung zufolge sollen die Lokomotiven vom Typ DE 6400 für Eisenbahnbetrieb in Belgien und den Niederlanden mit ETCS ausgestattet werden.

Hintergrund ist, dass auf bestimmten Strecken in Belgien und den Niederlanden ab 2016 ausschließlich Schienenfahrzeuge mit ETCS-Ausrüstung verkehren dürfen. Die Lokomotiven sollen laut Ausschreibung spätestens im Januar 2016 umgerüstet und zugelassen sein.

(TED)

Inselbahner auf dem Festland

23. März 2014

Theo Robbers; Foto: DRE

Die Borkumer Kleinbahn (BKD) vollendet in diesen Tagen die vollständige Erneuerung ihrer zwei Mal gut sechs Kilometer langen Schieneninfrastruktur. Die Baumaßnahme ist eines der vielen Projekte von Betriebsleiter und Co-Geschäftsführer Theo Robbers. Dem gelernten Lokführer und Eisenbahnbetriebsleiter ist es ein Anliegen, den Schienenverkehr auf Deutschlands westlichster Nordseeinsel, aber auch auf dem Festland fit für die Zukunft zu machen. Das Privatbahn Magazin sprach mit ihm über seine Verantwortung bei der Betriebsaufnahme des JadeWeserPorts, über Streckenausbauten in Ostfriesland und über die Zukunft des SPNV im Grenzverkehr zwischen Groningen in den Niederlanden und dem Raum Oldenburg-Bremen.

Ein ausführliches Porträt von Theo Robbers lesen sie in der aktuellen Ausgabe des Privatbahn Magazins (ab 25. März im Bahnhofsbuchhandel, bequem per Abo schon eine Woche früher). Weitere Informationen und Bezugsquellen unter www.privatbahn-magazin.de.

(red, Foto: A. Pohlmann)

Chinas Staatspräsident besucht logport Duisburg

21. März 2014

Im Rahmen seiner fünftägigen Europareise wird der chinesische Staatspräsident neben Brüssel, Paris und Berlin am 29. März auch Duisburg besuchen. Der Duisburger logport sei der einzige Unternehmensbesuch des chinesischen Staatspräsidenten während seiner Reise, teilte logport heute mit.

Im Mittelpunkt des Besuchs in Duisburg steht die Ankunft des „Yuxinou-Zugs“, der bis zu drei Mal wöchentlich zwischen Chongqing in Zentralchina und Duisburg verkehrt. „Durch diese Zugverbindung, die auf chinesischer Seite bereits als neue Seidenstraße bezeichnet wird, rücken China und Deutschland näher zusammen“, betont Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Der Yuxinou-Zug ist Beweis dafür, dass jede noch so große Entfernung überwindbar ist, wenn man Verbindungen herstellt, die Nutzen für beide Seiten bringen“.

(logport) 

Bahnfrachtverkehr 2013: Vorjahresminus nicht ausgeglichen

20. März 2014

Im Jahr 2013 transportierten in- und ausländische Eisenbahngesellschaften auf dem deutschen Schienennetz insgesamt Güter im Umfang von 373,7 Millionen Tonnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren dies 7,6 Millionen Tonnen oder 2,1 % mehr als 2012. Dieser Zuwachs reichte jedoch nicht aus, um das Vorjahresminus von 8,9 Millionen Tonnen auszugleichen. 

Die erbrachte Transportleistung belief sich laut Destatis im vergangenen Jahr auf 112,6 Milliarden Tonnenkilometer (+ 2,3 %). Auch bei der Transportleistung konnte der Wert des Jahres 2011 noch nicht wieder erreicht werden. 

Insgesamt wurden 2013 den Angaben zufolge Güter im Durchschnitt über eine Strecke von 301 Kilometer auf dem deutschen Schienennetz transportiert (+ 0,2 %). Im kombinierten Verkehr (unter anderem Container und Wechselbehälter) lag der Wert bei 499 Kilometern (– 2,2 %). 

(destatis)

Vorerst keine grenzüberschreitenden Gigaliner-Fahrten

18. März 2014

Riesen-Lkw werden zunächst nicht für den grenzüberschreitenden Verkehr in der EU zugelassen. Dies ist das Ergebnis der heutigen Abstimmung im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments. Die Entscheidung muss noch Mitte April vom Plenum bestätigt werden.

Der im Verkehrsausschuss mehrheitlich angenommene Kompromissvorschlag sieht vor, dass die Europäische Kommission zunächst eine belastbare Folgenabschätzung für den Einsatz von Riesen-Lkw in der EU vorlegen muss. Bis 2016 hat die Kommission dafür Zeit, danach kann sie einen neuen Gesetzgebungsvorschlag vorlegen.

(nomegatrucks.eu)

VCÖ erfreut über Nein zu Gigaliner

18. März 2014

Der österreichische Verkehrsclub VCÖ kommentiert die Entscheidung des Verkehrsausschusses des EU-Parlaments, sich gegen die Zulassung von Gigalinern im grenzüberschreitenden Verkehr auszusprechen. Damit habe vorerst verhindert werden können, dass Österreich gezwungen wird, die Autobahnen für die Monstertrucks umzubauen. Das hätte mehrere Milliarden Euro gekostet. Der VCÖ fordert auf EU-Ebene verstärkte Maßnahmen zur Verringerung des Lkw-Verkehrs. Positiv sieht der VCÖ, dass in Zukunft Lkw für Fußgänger und Radfahrer sicherer werden.

(VCÖ)

BLS Cargo zurück in der Gewinnzone

18. März 2014

BLS Cargo AG erzielte 2013 einen Gewinn von 1,5 Millionen Schweizer Franken (1,2 Mio. Euro) und kehrt damit in die Gewinnzone zurück, teilt das Unternehmen heute mit. Bedeutende Neuaufträge auf der Basis innovativer Angebote, Wachstum in allen Verkehrssegmenten, die gute Verfügbarkeit der Infrastruktur sowie ein konsequentes Kostenmanagement hätten zu diesem Resultat beigetragen, heißt es.

BLS Cargo erzielte 2013 bei einem Umsatz von 182,2 Millionen Schweizer Franken (150 Mio. Euro) ein positives Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 2,6 Millionen Schweizer Franken (2,1 Mio. Euro), Vorjahr -1,9 Mio. Franken, 1,5 Mio. Euro). Die Verkehrsleistung der BLS Cargo AG nahm gegenüber 2012 um 5% auf 3492 Mio. Nettotonnenkilometer zu (Vorjahr 3313 Mio. Ntkm). Zum Wachstum trugen die beiden Marktsegmente „Transitverkehr“ sowie „Binnen-, Import- und Exportverkehr“ in gleichem Masse bei. Auffallend hoch waren die Wachstumsraten des kombinierten Verkehrs auf der Lötschbergachse (Unbegleiteter kombinierter Verkehr +11%, Rollende Autobahn +15%). Während Streckensperrungen im Jahr 2012 diese Verkehre zeitweise vollständig verhindert hatten, fuhren sie im vergangenen Jahr praktisch uneingeschränkt.

(BLS Cargo AG)

NEE und mofair fordern faire EEG-Umlage

12. März 2014

Bei der heutigen Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum Referentenentwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes forderten die Verbände der Wettbewerbsunternehmen im Eisenbahnverkehr, Netzwerk Europäischer Eisenbahnen und mofair, Bundesminister Gabriel auf, die Belastung der Schienenbahnen mit EEG-Umlage nicht zu erhöhen und innerhalb der Branche fair zu gestalten.

„Eine Erhöhung der EEG-Umlage verringert die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber dem Auto und dem LKW massiv”, sagte Wolfgang Meyer, Präsident von mofair, des Verbandes der Wettbewerbsunternehmen auf Schiene und Straße. „Einer vermeintlich tragbaren Belastung des Eisenbahnverkehrs stünde keine nennenswerte Entlastung der Stromverbraucher gegenüber. Eine nennenswerte Entlastung der Stromverbraucher wäre nur zu erreichen, wenn die Ticket- und Transportpreise auf astronomische Höhen klettern würden.”

„Das propagierte Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, wird die Bundesregierung nicht erreichen, sollte Bundesminister Gabriel die EEG-Belastung des Schienenverkehrs erhöhen”, betonte Ludolf Kerkeling heute in Berlin, Vorstandsvorsitzender von Netzwerke Europäischer Eisenbahnen. „Der Eisenbahnsektor steht für praktizierte Elektromobilität. Eine Verkehrsverlagerung auf die Straße würde zu einer Erhöhung des CO²-Ausstoßes führen.”

Insgesamt zahlen die Schienenbahnen Angaben der Verbände zufolge aufgrund der bisherigen Regelung rd. 150 Mio. € an EEG-Umlage. Unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung der intermodalen Wettbewerbsfähigkeit der Schienenbahnen könnte dieser Betrag möglicherweise als verkraftbar angesehen werden. Angesichts des ohnehin bestehenden Rückstands der Schienenbahnen in der intermodalen Wettbewerbsfähigkeit sei eine vollständige Befreiung von der EEG-Umlage angezeigt.

 

 

 

 

 

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