Archiv für das Tag 'Verband Deutscher Verkehrsunternehmen'

Beschluss zur NE-Bahn-Finanzierung neu gefasst

18. Oktober 2012

2013 sollen 25 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt für den Ausbau und den Erhalt der Infrastruktur Nichtbundeseigener Eisenbahn (NE-Bahnen) bereitgestellt werden. Das hat der Verkehrsausschuss des Bundestages in seiner gestrigen Sitzung einstimmig beschlossen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt diesen Beschluss.

„Endlich hat sich die Bundespolitik zu einer Förderung der NE-Bahnen bekannt, das ist ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Für die mehr als 150 NE-Bahnen mit Eisenbahninfrastruktur in Deutschland ist es sogar ein Meilenstein. Denn erstmals soll die Förderung von Ausbau und Erhalt der Schienenwege Nichtbundeseigener Eisenbahnen nun offiziell in den Bundeshaushalt übernommen werden“, zeigt sich VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff erfreut.

Der VDV, in dem rund 200 NE-Bahnen organisiert sind, fordert seit Jahren eine eigene Förderrichtlinie. „Wir sehen uns durch den Beschluss des Verkehrsausschusses in einer unserer zentralen Forderungen der letzten Jahre bestätigt: Ohne NE-Infrastruktur geht es nicht im deutschen Eisenbahnnetz, also muss die Bundesregierung sich auch an der Finanzierung beteiligen“, so Wolff. Konkret bedeute dies, dass nach dem Verkehrsausschuss nun auch der in den Haushaltsberatungen federführende Haushaltausschuss diesem Beschluss folgen müsse, denn „die Sinnhaftigkeit des Beschlusses steht außer Frage“, sagt Wolff.

Die 25 Millionen Euro sind ein guter Anfang, denn eigentlich müssten jährlich 150 Millionen Euro für die NE-Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. „Das ist der objektive Bedarf, den wir noch Anfang diesen Jahres in einer Umfrage unter den NE-Bahnen ermittelt haben“, erklärt Wolff. Im Februar hatte der VDV zum zweiten Mal nach 2009 die Unternehmen nach dem konkreten Investitionsbedarf für die nichtbundeseigene Eisenbahninfrastruktur befragt. Herausgekommen war eine umfangreiche Liste mit insgesamt 230 dringenden Maßnahmen zur Erhaltung, zum  Ausbau und zur Modernisierung der NE-Infrastruktur.

„Gefordert sind jetzt auch die Bundesländer, die entsprechende Mittel zu Kofinanzierung bereit stellen müssen. Einige Länder haben sich hierauf bereits vorbereitet, was sehr zu begrüßen ist“, so Wolff abschließend.

[Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ]

Nachbesserungsbedarf bei der EBO

2. März 2012

Auf Wunsch des Bundesverkehrsministeriums hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat eine aktuelle Stellungnahme zur Änderung der Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung (EBO) abgegeben. Der VDV sieht im vorliegenden Entwurf deutlichen Nachbesserungsbedarf, sonst drohen der Branche zusätzliche Kosten bis zu 180 Millionen Euro. „Die Eisenbahn ist schon heute das sicherste Verkehrsmittel. Das Interesse der Politik, das hohe Sicherheitsniveau im Schienenverkehr durch die Anpassung der EBO aufrechtzuerhalten und weiter zu verbessern, unterstützen wir. Das darf aber auf keinen Fall zu derart hohen Zusatzkosten führen, dass Strecken stillgelegt oder Trassenpreise so stark erhöht werden, dass Güter und Fahrgäste auf die Straße abwandern“, so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Im Hinblick auf die Sicherheit des Gesamtverkehrssystems ginge dann der Schuss nach hinten los.

Grund für die Befürchtungen des Verbandes: Das Bundesverkehrsministerium plant, künftig alle Strecken auf denen mehrere Züge verkehren mit einer Zugbeeinflussung auszustatten. Die Kosten für die Nachrüstung müssten die Eisenbahnen tragen. „Wenn das Realität wird, müssen die Unternehmen ca. 180 Millionen Euro investieren“, erklärt Wolff. Am härtesten wären davon die Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen) betroffen, denn etwa zwei Drittel der Nachrüstungskosten entfielen auf Nebenbahnen mit einer zulässigen Geschwindigkeit bis zu maximal 50 km/h. „Auf diesen meist von NE-Bahnen betriebenen Strecken steht der Aufwand für die Nachrüstung in keinem Verhältnis zum bestehenden Risiko. Die Nachrüstung mit einer Zugbeeinflussung ist hier völlig überzogen“, macht Wolff deutlich.  Quelle: VDV

77 Prozent der Deutschen sind gegen Gigaliner

6. April 2011

Die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa sind eindeutig: 77 Prozent der Deutschen sind gegen die Zulassung von Gigalinern auf öffentlichen Straßen. Als Hauptgründe für die Ablehnung sehen die Befragten ein erhöhtes Unfallrisiko durch die Größe und Schwere der Gigaliner sowie einen notwendigen Umbau des Straßennetzes auf Kosten der Steuerzahler. forsa führte die Befragung Ende März im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Allianz pro Schiene durch. Befragt wurden 1.500 Bundesbürger ab 16 Jahren.

Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, fordert die Politik auf, jetzt schnell zu handeln, um die geplanten Testfahrten zu stoppen: „Laut Umfrage lehnen 67 Prozent der Menschen sogar jeglichen Test ab“, sagt Flege und verweist darauf, dass der Widerstand in der Bevölkerung in den vergangenen vier Jahren noch gewachsen sei. Im Jahr 2007 hatten, ebenfalls in einer repräsentativen forsa-Umfrage, 73 Prozent der Bundesbürger Monstertrucks abgelehnt.

Betrachtet man die Ergebnisse nach Bundesländern und Regionen wird klar: Überall in Deutschland stößt der Einsatz von Gigalinern auf breite Ablehnung. Besonders groß ist sie dort, wo viele Menschen leben. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind 79 Prozent der Befragten gegen Gigaliner auf öffentlichen Straßen, in Bayern sind es 77 Prozent. Auch in großen Flächenländern wie Niedersachsen oder Baden-Württemberg lehnt die deutliche Mehrheit die Gigaliner ab: 77 Prozent der Bevölkerung sind in beiden Ländern gegen die Zulassung der Riesen-LKW für den Straßenverkehr.

Die kompletten Umfrageergebnisse finden Sie Internet zum Download unter:

http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/

Kundenfreundliche ÖPNV-Projekte

22. Februar 2011

Der ökologische Verkehrsclub VCD startete jetzt seinen Wettbewerb „Königliche Verhältnisse in Bus und Bahn“. Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde und Kommunen können ihre serviceorientierten Projekte für einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) dabei einreichen. Eine Fachjury aus VCD, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) und der Bundesvereinigung kommunaler Spitzenverbände wählt die innovativsten Projekte aus. In drei Kategorien können Vorschläge eingereicht werden:
1) In die Kategorie „Komfort/Sicherheit/Service“ passen zum Beispiel Angebote für Zielgruppen wie Senioren, Familien, Neubürger oder Pendler, Projekte zur Personalentwicklung, zur Stärkung der subjektiven Sicherheit, attraktive Serviceleistungen oder innovative Vertriebsformen.
2) Im Bereich „Kommunikation“ können etwa Maßnahmen zur zielgruppenspezifischen Kundenansprache, zu verbesserter Fahrgastinformation oder -beteiligung eingereicht werden.
3) In der Kategorie „Gesamt-System“ sind Maßnahmen zur inter- und intramodalen Verkehrsmittelverknüpfung, zu intelligenten Bedarfs- und Sonderverkehren oder verbesserter Erschließung denkbar.
Bis zum 20. Mai 2011 können Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde und Kommunen Projekte einreichen. Erstmals wird ein Publikumspreis für die aus Fahrgastsicht ansprechendste ÖPNV-Werbung vergeben. Die Abstimmung hierfür erfolgt online auf der VCD-Homepage und läuft vom 23. Mai bis 13. Juni.