Archiv für das Tag 'Veolia'

Tognum überholt 360 Powerpacks für Veolia

2. April 2013

Tognum hat vor kurzem einen Rahmenvertrag zur Grundüberholung von Bahn-Unterflurantrieben mit einem Auftragswert von mehr als 20 Millionen Euro erhalten. Vertragspartner der Tognum-Tochtergesellschaft MTU Friedrichshafen GmbH ist die Veolia Verkehr GmbH, teilte Tognum heute mit.

Der Rahmenvertrag mit der Veolia Verkehr GmbH beinhaltet die Grundüberholung von rund 360 Powerpacks mit Motoren der Baureihen 183 und 1800 in den kommenden vier Jahren. Im so genannten Remanufacturing-Verfahren werden die Powerpacks komplett zerlegt, gereinigt, geprüft und anschließend mit neuen und grundüberholten Teilen wieder remontiert. Komponenten wie Motor, Getriebe, Kühlanlage und Bordstromgenerator überholt MTU in Zusammenarbeit mit den Originalherstellern. In das aufgearbeitete Powerpack werden in der Regel nicht die Originalteile wieder eingebaut, sondern bereits überarbeitete identische Teile. Damit hält MTU die Stillstandzeiten der Fahrzeuge für den Kunden so kurz wie möglich. Die restlichen Komponenten werden je nach Bedarf gegen neue ausgetauscht. Die gesamte Werksdurchlaufzeit beim Reman-Prozess dauert zehn Arbeitstage. Die grundüberholten Powerpacks verlassen das Werk neuwertig und technisch auf dem aktuellsten Stand. Die Gewährleistung ist die gleiche wie bei neuen Powerpacks.

(PM Tognum)

Deutsche Veolia-Mitarbeiter protestieren in Paris

22. August 2012

Beschäftigte des Bahnbetreibers Veolia aus Deutschland wollen am Donnerstag, 23. August in Paris demonstrieren. Das teilte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) heute mit. Anlass sei die ungeklärte Zukunft des Unternehmens. Außerdem gehe es um die Tochter OLA in Mecklenburg-Vorpommern, die sich auf Anordnung aus Paris nicht mehr um Schienenverkehre bewerbe, heißt es von der EVG. Die Gewerkschaft wirft den Verantwortlichen „Verrat an der eigenen Geschäftspolitik“ vor. Noch kürzlich hatte Veolia erklärt, man plane keine Änderungen und wolle das Geschäftsmodell fortsetzen. 

(Quelle: EVG)

Veolia will Transportsparte verkaufen

7. Dezember 2011

Ein radikales Sparprogramm soll den französischen Wasserhersteller Veolia entlasten. In diesem Zusammenhang will das Unternehmen seine Transportsparte verkaufen. Laut Handelsblatt gebe es mit der französischen Staatsbank Caisse des Depots einen ersten Interessenten. Das Unternehmen hat Medienberichten zufolge einen Schuldenberg von 15 Milliarden Euro angehäuft. Die Transportsparte erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro und gilt in Deutschland als Hauptkonkurrent zur Deutschen Bahn AG.

Neuer stellvertretender Förderkreissprecher bei der ApS

2. Dezember 2011

Der Geschäftsführer von Keolis Deutschland, Hans Leister, ist von den Mitgliederunternehmen der Allianz pro Schiene (ApS) zum stellvertretenden Förderkreissprecher gewählt worden. Leister, der ohne Gegenstimme ins Amt berufen wurde, nahm seine Wahl an und bekundete Freude darüber, in seiner neuen Position die Vorteile des Schienenverkehrs in Politik und Gesellschaft bekannter machen zu können. Die Neubesetzung war nötig geworden, nachdem der bisherige stellvertretende Förderkreissprecher, Thomas Kalkbrenner, bei der Firma voestalpine ausgeschieden war und am 17. August seine Ämter bei der Allianz pro Schiene niedergelegt hatte. Hans Leister unterstützt ab sofort den amtierenden Förderkreissprecher der ApS, Klaus Baur, der als Chef von Bombardier Deutschland zur Zeit das Wirtschaftsstandbein in dem breit aufgestellten Verkehrsbündnis vertritt. In seinem beruflichen Werdegang ist Leister ein Mann des Personenverkehrs. Nach einer Beamtenkarriere beim Bund und dem Land Brandenburg kam er zur Deutschen Bahn, wo er zum Schluss als Konzernbeauftragter des Landes Brandenburg tätig war. Es folgte ein Wechsel zur Connex Regiobahn, heute Veolia. Seit 2006 ist Hans Leister Geschäftsführer von Keolis Deutschland, der deutschen Personenverkehrstochter der französischen Staatsbahn SNCF.

GDL beendet 60-Stunden-Streik

21. April 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihren 60-Stunden-Streik bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen um 2.00 Uhr beendet. Die Gewerkschaft hatte seit Montag die Konkurrenten der Deutsche Bahn (DB) bestreikt. Es war der bisher längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt. Die GDL will für alle Lokführer in Deutschland einen Rahmentarifvertrag durchsetzen. Noch während des 60-Stunden-Ausstandes hatte die GDL angekündigt, den Arbeitskampf bis mindestens Ende April auszusetzen. „Die Streikpause gibt allen Beteiligten Gelegenheit, eine Lösung des Konflikts aufzugreifen“, schreibt die Gewerkschaft auf ihrer Internetseite. Veolia wirft der Gewerkschaft unterdessen vor, die Öffentlichkeit mit „klassenkämpferischen Parolen“ für sich einnehmen zu wollen. Außerdem gehe sie in manchen Betrieben „mit unlauteren Mitteln“ gegen Lokführer vor und versuche, diese einzuschüchtern. Ulrike Haber-Schilling (Leiterin Personal bei Veolia) erklärt, die Gewerkschaft schüre „mit falschen Behauptungen Neid und Missgunst unter den Beschäftigten”. Außerdem würde die GDL in der Öffentlichkeit zudem gezielt Falschmeldungen verbreiten.

Der am Freitag zwischen GDL und DB ausgehandelte Tarifvertrag ist dagegen besiegelt. Die Tarifkommission der GDL gab dem Vertragspaket ihre Zustimmung.

Streik: Unternehmen werfen GDL politisches Machtspiel vor

4. April 2011

Im seit Wochen andauernden Streit um die Bezahlung der Lokführer (das Privatbahn-Magazin berichtete) haben sich 13 Eisenbahnunternehmen mit einem offenen Brief an den Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, gewandt. „Statt im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Unternehmen eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen, kennen Sie nur Streik“, schreiben die Unternehmen. Es gehe offensichtlich nicht um Verhandlungen, sondern ein politisches Machtspiel. Die GDL wolle mit dem Bundesrahmen-Lokomotivführer-Tarifvertrag den Alleinvertretungsanspruch der GDL „für die gesamte Berufsgruppe der Lokomotiv- und Triebfahrzeugführer“. Dies sei eine „zwangsweise Einbeziehung aller Triebfahrzeugführer in den Machtbereich der GDL“. Die Unternehmen sprechen sogar von Abschaffung der Tarifautonomie und einem Angriff auf die vom Grundgesetz geschützte Koalitionsfreiheit.

Die DB-Regelungen auf alle Eisenbahnen anzuwenden, sei nicht nur realitätsfern, sondern ein Angriff auf die vom Grundgesetz geschützte Koalitionsfreiheit. Der von der GDL geforderte Vertrag bedeutet nach Auffassung der Briefautoren die Spaltung der eigenen Belegschaft in zwei Klassen. „Mit dem Beharren auf ihre Forderungen gefährden Sie die Erfolge des Wettbewerbs für Fahrgäste, Steuerzahler und Mitarbeiter in dieser Branche“. Ausdrücklich fordern die Unternehmen den GDL-Chef dazu auf, die Interessen der Bahnmitarbeiter „vor Ihre politischen Machtspiele zu stellen“. Weselsky solle mit den Unternehmen, „die jetzt erneut auf Sie zugehen werden, jeweils eine Lösung suchen“. Dass die GDL massiv Druck auf Mitarbeiter ausübe, um sie zur Streikbeteiligung zu verpflichten, sei mit Befremden zur Kenntnis genommen worden.

Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehören viele größere und kleinere, private Eisenbahnunternehmen, darunter die Hohenzollerische Landesbahn (HzL), Keolis Deutschland, verschiedene Benex-Beteiligungen, Metronom, Veolia und Westfalenbahn. Metronom-Sprecherin Hannah Kohn erklärt, in welcher Weise die GDL Einfluss auf Mitarbeiter genommen habe, könne sie im Detail nicht sagen. Es sei aber bekannt, dass es Versuche gegeben habe, Mitarbeiter zu überzeugen, sich am Streik zu beteiligen. Sie bekräftigt, ihr Unternehmen habe immer wieder Verhandlungen angeboten; eine Schlichtung, die ebenfalls offeriert wurde, sei durch die GDL abgelehnt worden. (fbt)

Lokführer streiken wieder

31. März 2011

Der Arbeitskampf der Lokführer im Tarifstreit mit den Bahn-Konkurrenten geht weiter. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Mittwoch (30. März) neue, deutlich längere Streiks an. Betroffen sollen nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 22 Unternehmen sein, auch der Güterverkehr der Osthannoverschen Eisenbahn.

Die Aktion soll um 3 Uhr in der Nacht zu Donnerstag beginnen und 47 Stunden dauern. Die Züge sollen nach dem Willen der GDL erst am Samstag, 2. April ab 2 Uhr wieder rollen. Grund sei die anhaltende Weigerung der privaten Verkehrsunternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn, die Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für alle 26.000 Lokführer bundesweit wieder aufzunehmen.

„Diese Halsstarrigkeit kann keiner mehr verstehen. Die Arbeitgeber wollen den Tarifkonflikt tatsächlich auf dem Rücken der Kunden aussitzen“, sagt GDL-Chef Claus Weselsky. Die Streiks vom vergangenen Montag, als deutschlandweit rund drei Viertel der Privatbahnen stillstanden, hätten offenbar ihre Wirkung verfehlt. Dabei fordere die GDL „nichts Unmögliches: inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung“.

Der Fahrgastverband Pro Bahn äußerte unterdessen Verständnis für den Streik. Eckhard Ritter (Brake), Vorsitzender im Oldenburger Land: „Gut, dass der Streik diesmal auf die Privatbahnen beschränkt ist und nicht auch die in diesem Punkt vorbildliche Deutsche Bahn bestreikt wird.“

Benex-Sprecher Christoph Kreienbaum meint, die Gemengelage sei schwierig. Die GDL müsse aber akzeptieren, dass sie keinen Alleinvertretungsanspruch für Lokführer habe. Unterdessen bröckelt auch schon die Front der Bahn-Wettberwerber: Der Regionalzugbetreiber Keolis, eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF, will sich einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge offenbar dem Druck der GDL beugen. In einer der Zeitung vorliegenden E-Mail von Keolis-Chef Hans Leister heißt es, er werde „der GDL nunmehr sofort konkrete Verhandlungen anbieten, unabhängig vom Verhalten anderer Bahnen“.

Rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr fielen aus

29. März 2011

Durch den Streik der Lokführer fielen nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Montag (28. März) in ganz Deutschland rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr aus. „Wir sind mit der Streikbeteiligung sehr zufrieden“, urteilt GDL-Chef Claus Weselsky. Von den Arbeitsniederlegungen betroffen waren die Verkehrsgesellschaften Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die GDL will mit der Aktion den Druck auf die DB-Konkurrenten im Streit um eine einheitliche Bezahlung aller 26.000 Lokführer in Deutschland erhöhen.

Die sechs Privatbahnen (G6) hatten ihr gemeinsames Verhandlungsmandat nach Monaten ohne Vorankommen aufgegeben. Die Gewerkschaft muss ihre Forderungen nun mit jedem Unternehmen einzeln besprechen. Die GDL akzeptiere nicht, dass die Einzelunternehmen „keine verhandelbaren Angebote“ vorlegen, sagt Weselsky, „die immer stärkere Streikbeteiligung unserer Mitglieder zeigt, dass Wettbewerb über die Lohnkosten nicht länger auf dem Rücken der Lokomotivführer ausgetragen werden kann.“ Darüber hinaus sei die soziale Absicherung bei ständigen Betreiberwechseln „ein absolutes Muss, um das Spiel mit der Angst um den Arbeitsplatz“ zu beenden. Wer glaube, das „Thema aussitzen zu können, hat nicht mit der Entschlossenheit der Lokomotivführer in den Privatbahnen gerechnet“.

Streiks bei Privatbahnen möglich

22. März 2011

An der Streikfront zwischen Deutscher Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) herrscht vorerst Ruhe. Anders aber sieht es bei den sechs privaten Mitbewerbern der Bahn aus.

GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky sagt, die bisherigen Zwischenergebnisse ließen den Schluss zu, dass die DB zu einem Ergebnis bereit sei. Man werde deshalb zunächst auch weiterhin auf Streiks bei der DB verzichten. Auch die Deutsche Bahn strebt eine rasche Einigung an. DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Ich denke, Priorität hat unverändert die Idee eines Rahmentarifvertrages für Lokomotivführer.“ Dieser steht nach GDL-Aussage inzwischen. Nach Darstellung einer GDL-Sprecherin „hakt es” dagegen noch beim parallel verhandelten Lokführer-Tarifvertrag bei der Bahn. Für diesen Freitag (25. März) wurde bereits ein weiteres Treffen in Berlin vereinbart. Offene Punkte sollen der GDL zufolge vor dem nächsten Verhandlungstermin sondiert werden.

Ganz anders ist die Lage bei den Bahnkonkurrenten. Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die sechs Unternehmen verweigern sich weiter neuen Verhandlungen. „Deshalb werden wir dort auch weiter streiken“, droht Weselsky. Wann und wo es neue Streiks geben könnte, ließ er offen. Aber auch hier sollten die Kunden mit entsprechenden Vorwarnungen rechnen können.

Hintergrund: Ziel der GDL sind einheitliche Tarifstandards für die etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr – unabhängig davon, bei welchem Unternehmen sie beschäftigt sind. Die DB hatte vor wenigen Tagen ihren Willen zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages bekräftigt. Das Unternehmen bietet rückwirkend zum 1. März 1,8 Prozent mehr Geld und weitere 2,0 Prozent zum 1. Januar 2012. Hinzu kommt ein Aufschlag im Volumen von 1,2 Prozent durch diverse Sozialleistungen. Die GDL verlangt beim Einkommen einen Aufschlag von fünf Prozent.

Veolia/Transdev: Niederländische Kartellbehörde gibt Grünes Licht

15. Dezember 2010

Die Niederländische Kartellbehörde NMa hat der Fusion der Verkehrskonzerne Veolia und Transdev ohne Auflagen zugestimmt. Die Niederlande hatten nach der Zustimmung der EU-Kommission eine Sonderprüfung für ihren Markt durchgeführt, diese hat nun ergeben, dass trotz der Stärke beider Unternehmen auf dem niederländischen Markt nur begrenzte negative Auswirkungen auf den Wettbewerb zu erwarten seien. Neben Veolia und Transdev (Connexxion) sind die wichtigsten Mitspieler dort Arriva, Syntus und Qbuzz, an beiden letzteren ist die Staatsbahn NS beteiligt. (PM ÖPNV Wettberwerb)

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