90 Vertreter von regionalen Aufgabenträgern des gemeinwirtschaftlichen Eisenbahnverkehrs aus zehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben am Mittwoch Verbesserungsmöglichkeiten des Schienenverkehrs in ihren Heimatländern diskutiert. Vertreter von vier nationalen Aufgabenträgerverbänden haben eine Absichtserklärung zu ihrer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet.
Zu den Ergebnissen der Konferenz zählt:
der gemeinwirtschaftliche Schienenpersonenverkehr in allen Ländern Europas vor großen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel und sich ändernden Nutzerbedürfnissen sowie Finanzierungsproblemen
die acht in den letzten drei Jahren gemeinsam umgesetzten Pilotprojekte zur Verbesserung des Eisenbahnverkehrs von INTER-Regio-Rail sind ein Erfolg und übertragbar in andere Regionen Europas
die regionalen Aufgabenträger aus Frankreich, Italien, der Tschechischen Republik und Deutschland werden konkrete Möglichkeiten untersuchen, in Zukunft enger zusammen zu arbeiten
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat eine Position zur Tariftreue im ÖPNV und SPNV beschlossen. Der Verband und seine rund 600 Mitgliedsunternehmen sprechen sich eindeutig gegen Lohn- und Sozialdumping im deutschen Nahverkehr aus.
„Wir treten für faire Wettbewerbsbedingungen und den Schutz der arbeitenden Menschen in den Verkehrsunternehmen ein. Die untertarifliche Bezahlung und Behandlung von Arbeitnehmern widerspricht dem Gedanken der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und schadet den sozialen Systemen in unserem Land“, so VDV-Präsident Jürgen Fenske.
Ronald R. F. Lünser, gleichzeitig Geschäftsführer der Abellio Rail NRW GmbH (ABRN) und der deutschen Abellio-Holding Abellio GmbH, wird sich künftig auf die Umsetzung der in NRW gewonnenen Ausschreibungen und den Ausbau der Abellio Rail im nordrhein-westfälischen SPNV-Markt konzentrieren. Hierfür zieht er sich aus der Geschäftsführung der Abellio GmbH zurück. Geschäftsführer der Abellio GmbH bleiben Bernard Kemper (Vors.) und Alex Rentier. Das teilte Abbellio kürzlich mit.
Das Land Baden-Württemberg selbst ist verantwortlich für seinen Schienenpersonen-nahverkehr. Dafür schließt es Verträge mit Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und bestimmt, welche Strecken in welchem Takt und mit welchen Zugtypen bedient werden sollen. In dem folgenden Video erklärt das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur wie das System funktioniert, was es kostet und welches Unternehmen auf den meisten Strecken fährt. Außerdem soll der Videobeitrag verdeutlichen wie in den kommenden Jahren mehr Wettbewerb entstehen soll, und zwar im Sinne von mehr Komfort und Leistung zu bezahlbaren Preisen. Weitere Information sind auf der Webseite http://www.mvi.baden-wuerttemberg.de zu finden.
[Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden Württemberg]
Der Entwurf für den Fahrplan der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) 2014 nimmt Gestalt an. Die vorläufigen Pläne werden ab heute im Internet veröffentlicht. Nun ist die Meinung der Fahrgäste gefragt. Die NASA nimmt bis zum 6. März Anregungen und Wünsche entgegen. Die Hinweise werden gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen geprüft und – wenn möglich – im Fahrplan berücksichtigt, der am 15. Dezember 2013 in Kraft tritt. Zum aktuellen Fahrplan gab es im vergangenen Jahr 120 Zuschriften mit 188 Hinweisen. Die Entwürfe für den Fahrplan 2014 stehen im Internet unter www.nasa.de > Fahrgast > Fahrpläne.
Das Saarland setzt auch in Zukunft für die Versorgung des Schienenpersonennahverkehres (SPNV) ausschließlich CO2- frei erzeugte elektrische Energie aus in Deutschland erzeugter Wasserkraft ein. Dies gab heute in Saarbrücken der saarländische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Heiko Maas, bekannt. Die entsprechende Vereinbarung aus dem Jahr 2010 wurde jetzt verlängert. Das Saarland ist damit weiter das erste Bundesland, das im Nahverkehr flächendeckend zu 100 Prozent mit erneuerbarem Wechselstrom fährt.
Die Kraftwerkskapazitäten für den zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom werden exklusiv für den SPNV im Saarland reserviert und zusätzlich zu diesem Zweck von der Bahntochter DB Energie GmbH erworben.
“Die Förderung erneuerbarer Energien ist ein weiterer Beitrag für umweltschonende Verkehrsträger und ein weiterer Beleg für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Land Saarland und der DB Regio”, freut sich Udo Wagner, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Südwest. Mit der Umstellung auf Ökostrom wurde das Bahnfahren im Saarland noch umweltfreundlicher – rund 13.000 Tonnen klimaschädliche Treibhausgase werden so pro Jahr eingespart. Seit Juli 2010 sind dies im Saarland über 30.000 Tonnen CO2.
Der VBB hat im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg den Zuschlag für das sogenannte „Netz Ostbrandenburg“ an die Niederbarnimer Eisenbahn Betriebsgesellschaft mbH (NEB) erteilt.
Der Vertrag ist in zwei Lose mit einer Laufzeit von neun und zehn Jahren aufgeteilt und umfasst eine jährliche Fahrleistung in Höhe von fünf Millionen Zugkilometer. Für die Fahrgäste bedeutet dies zahlreiche qualitative und sicherheitsrelevante Verbesserungen: Die Züge werden zu 100 Prozent von Personal begleitet und sind alle mit Videokameras ausgestattet.
Im Verfahren, das am 15. Dezember 2011 im europäischen Amtsblatt veröffentlicht wurde, bewarben sich mehrere namhafte Unternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Die NEB, die bereits heute auf den Regionalbahnlinien 26 und 27 verkehrt, legte nach Kosten- und Qualitätskriterien das wirtschaftlichste Angebot vor.
Mit der größten Verkehrserhebung ihrer Geschichte startet die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) in das Jahr 2013. Die für die Organisation und Finanzierung des Nahverkehrs auf der Schiene zuständige 100prozentige Landestochter lässt dazu rund 500 Interviewer ausschwärmen. In vier Erhebungswellen von Februar bis Ende November werden fast eine Millionen Bahnreisende zwischen Harz und Nordsee befragt. Start der landesweiten Erhebung ist der 4. Februar, teilte die LNVG am Freitag in Hannover mit.
Ziel der Befragung sei es, fundierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Wege konkret zurückgelegt werden und aus welchen Gründen eine Reise unternommen wird. Zudem seien die Daten zur Einführung des Niedersachsentarifes im Juni 2013 wichtig, gerade auch mit Blick auf die angestrebte Anschlussmobilität mit dem Bus, sagt LNVG-Chef Hans-Joachim Menn die Ziele seiner Gesellschaft, die jährlich knapp 300 Millionen Euro Steuergelder für die Bestellung von Nahverkehrszügen ausgibt.
Auf den Schienenverkehr in Deutschland rollt eine Beschaffungswelle zu – falls nicht vorher seine finanziellen Grundlagen wegbrechen. Dieses kontroverse Ergebnis formuliert die SCI Verkehr GmbH, Köln, in ihrer neuen Marktstudie „Der deutsche Bahnmarkt“. Mit Marktvolumina von rund 21,5 Milliarden Euro für Transportleistungen und etwa 8,3 Milliarden Euro für Bahntechnik nahm Deutschland 2011 erneut die Spitzenstellung in Europa ein. Vor allem im Personenverkehr steigen Leistungen und Nachfrage seit Jahren – und die Akteure reagieren: Nach dem größten einschlägigen Einzelauftrag der deutschen Bahngeschichte werden bis zu 300 ICx-Triebzüge ab 2016 schrittweise alle lokbespannten Fernzüge ersetzen. Die Aufträge der Länder für Nah- und Regionalverkehre wachsen in den kommenden Jahren auf ein Rekordniveau. Um sie umzusetzen, werden vor allem Elektrotriebwagen benötigt, deren Markt bis 2016 jährlich um mehr als 11 Prozent wächst. Auch verschiedene mittlere und große Infrastrukturprojekte bringen Dynamik in den Markt.
Die ESCHA TSL GmbH stellt auf der Fachmesse Eurasia Rail vom 7. bis 9. März 2013 in Istanbul aus. Präsentiert werden Produkte für die Verkehrstechnik auf dem Gemeinschaftsstand des Deutschen Pavillons in Halle 11, Stand 9D18. Im Fokus stehen Türöffnungstaster, Signalleuchten und LED-Leuchten. Besonderes Highlight der ESCHA TSL auf der Messe ist der Warnmelder WM87.
Busse und Bahnen kommen weltweit in den unterschiedlichsten Klimazonen zum Einsatz. TSL-Produkte sind so konzipiert, dass sie bei extremsten Witterungsbedingungen zuverlässig funktionieren. Die sichere Funktion eines Türöffnungstasters muss bei extremer Hitze genauso gegeben sein, wie in hoher Luftfeuchtigkeit oder bei eisigen Temperaturen. Neben der Funktionssicherheit steht bei der ESCHA TSL aber auch der Komfort für den Fahrgast im Mittelpunkt. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf mobilitätseingeschränkte Menschen gelegt. Große Tastflächen auf Taster- und Bediengeräten, optimale Helligkeit der LED-Leuchten, Blindenschrift und akustische Warn- und Informationssignale erleichtern dem Fahrgast das tägliche Leben in Bus und Bahn. Der Türbereich zum Beispiel ist nach wie vor ein potenzieller Gefahrenbereich für Fahrgäste. ESCHA TSL-Geräte wie Signalgeber und Türeinstiegsbeleuchtungen sind so konzipiert, dass sie dem Fahrgast größtmögliche Sicherheit und Unterstützung beim Ein- und Aussteigen bieten.
Ein Highlight der ESCHA TSL auf der diesjährigen Eurasia Rail wird der Warnmelder WM87 sein. Der WM87 ist ein akustischer Signalgeber mit freiparametrierbaren Signalen, die sich in Lautstärke, Tonhöhe, Tonarten und Tonlängen unterscheiden. Auch die Ausgabe von Sprachmeldungen ist möglich. Je nach Status (Tür öffnet, Tür schließt, Notentriegelung, etc.) werden unterschiedliche Frequenzen gesendet. Die Signale entsprechen den Vorgaben der TSI-Richtlinien.