Archiv für das Tag 'SNCF'

SNCF beschließt neue Eigentümerstruktur bei Keolis

20. April 2012

Der Aufsichtsrat des französischen Bahnkonzerns SNCF stimmte am Mittwoch, 18. April, der neuen Eigentümerstruktur von Keolis, der Tochtergesellschaft für den öffentlichen Personennahverkehr, zu. Im Zuge dieser Neustrukturierung erhöht SNCF seinen Anteil auf 70 Prozent. Gleichzeitig erhöht der langfristige Investor Caisse des dépôts du Québec (CDPQ) sein Anteil auf 30 Prozent.

David Azéma, der aktuelle Generaldirektor von SNCF und Keolis-Aufsichtsratsmitglied, wird ab Juni Vorstandsvorsitzender von Keolis. Sophie Boissard, Jahrgang 1970, zurzeit Generaldirektorin Gares & Connexions und Vorstandsmitglied von SNCF, tritt die Nachfolge von David Azéma auf dem Posten des SNCF-Generaldirektors für Strategie und Unternehmensentwicklung an.

(Quelle: SNCF)

Neue Direktverbindung Frankfurt–Marseille

28. März 2012

Die Direktverbindung zwischen Frankfurt (Main) und Marseille wurde von der DB und der französischen Bahn SNCF in Betrieb genommen. Über die neue Schnellfahrstrecke „Rhein-Rhône“ verkürzen sich die Reisezeiten zwischen Südwestdeutschland und Südfrankreich damit um bis zu 90 Minuten. Die Direktverbindung zwischen Frankfurt und Marseille führt über Mannheim, Karlsruhe, Baden-Baden, Straßburg, Mülhausen, Lyon, Avignon und Aix-en-Provence. Zum Einsatz kommt der neue Doppelstockzug TGV Euroduplex. Er erreicht auf der täglichen Hin- und Rückfahrt Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 320 km/h.

Der deutsche Bahnchef Dr. Rüdiger Grube und Barbara Dalibard, Vorstandsmitglied der französischen Bahn SNCF, sind sich einig: Die Verbindung Frankfurt-Marseille ist ein neuer Meilenstein auf der erfolgreichen deutsch-französische Zusammenarbeit und dem grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Quelle: Deutsche Bahn AG

SNCF Geodis fährt erstmals mit “Train long”

10. Januar 2012

Ende Dezember 2011 hat SNCF Geodis erstmals einen sogenannten “Train long” mit einer Länge von 850 Metern (statt wie bisher in Frankreich maximal 750 Metern) und einem Gewicht von 2.400 Tonnen (bisher: maximal 1.800 Tonnen) zwischen Le Bouou bei Perpignan und Bettembourg in Luxemburg fahren lassen. Die Fahrt wurde vom zur SNCF-Gruppe gehörenden Betreiber der Autoroute ferroviaire, Lorry Rail, in Zusammenarbeit mit der luxemburgischen Eisenbahn CFL, dem Transportwagenhersteller Modalohr und der Güterwagensparte der französischen Staatsbahn Fret SNCF realisiert. Der Zug verfügt über eine um 33 Prozent höhere Kapazität als übliche Güterzüge und besteht aus 24 Modalohr-Wagen für 48 Auflieger. Die Fahrzeit auf der 1.045 Kilometer langen Strecke betrug 15 Stunden. Die Traktionierung erfolgte durch 2 E-Loks der Baureihen 27000 und  7000.

Neuer stellvertretender Förderkreissprecher bei der ApS

2. Dezember 2011

Der Geschäftsführer von Keolis Deutschland, Hans Leister, ist von den Mitgliederunternehmen der Allianz pro Schiene (ApS) zum stellvertretenden Förderkreissprecher gewählt worden. Leister, der ohne Gegenstimme ins Amt berufen wurde, nahm seine Wahl an und bekundete Freude darüber, in seiner neuen Position die Vorteile des Schienenverkehrs in Politik und Gesellschaft bekannter machen zu können. Die Neubesetzung war nötig geworden, nachdem der bisherige stellvertretende Förderkreissprecher, Thomas Kalkbrenner, bei der Firma voestalpine ausgeschieden war und am 17. August seine Ämter bei der Allianz pro Schiene niedergelegt hatte. Hans Leister unterstützt ab sofort den amtierenden Förderkreissprecher der ApS, Klaus Baur, der als Chef von Bombardier Deutschland zur Zeit das Wirtschaftsstandbein in dem breit aufgestellten Verkehrsbündnis vertritt. In seinem beruflichen Werdegang ist Leister ein Mann des Personenverkehrs. Nach einer Beamtenkarriere beim Bund und dem Land Brandenburg kam er zur Deutschen Bahn, wo er zum Schluss als Konzernbeauftragter des Landes Brandenburg tätig war. Es folgte ein Wechsel zur Connex Regiobahn, heute Veolia. Seit 2006 ist Hans Leister Geschäftsführer von Keolis Deutschland, der deutschen Personenverkehrstochter der französischen Staatsbahn SNCF.

mofair begrüßt SNCF-Vorschlag für Zusammenschluss der Bahnnetze

25. März 2011

Mit einer revolutionären Idee hat sich der Chef der französischen Staatsbahn SNCF, Guillaume Pepy, in der Auseinandersetzung um die Trennung des Schienennetzes von den Transportunternehmen der Staatsbahnen Deutschlands und Frankreichs zur Wort gemeldet. Er schlägt vor, die Schienennetze beider Länder zu fusionieren und durch einen unabhängigen staatlich kontrollierten Betreiber bewirtschaften zu lassen.

„Mit dieser innovativen und wettbewerbsfördernden Idee verlässt der SNCF-Chef den politischen Schützengraben, in dem sich die Deutsche Bahn nunmehr nur noch allein befindet“, urteilt Wolfgang Meyer, Präsident von mofair, des Verbandes der privaten wettbewerblich orientierten Verkehrsunternehmen in Deutschland. In Frankreich wurde das Netz aus der SNCF herausgelöst und in den staatlichen Netzbetreiber RFF (Réseau Ferré de France) überführt. „Damit taugt die französische Staatsbahn nicht mehr als Buhmann, der den Wettbewerb behindert“, betont der mofair-Präsident, „die deutsche Politik hat damit keine Entschuldigung mehr.“

Die Deutsche Bahn (DB) kämpft dennoch unverdrossen für die Beibehaltung der Kontrolle über das Schienennetz, obgleich das Netz nach Darstellung des Managements dem DB-Konzern nur Verluste bringt, weil es auf Jahre hinaus nicht in der Lage sein wird, eine nach Auffassung des Konzerns angemessene Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften. „Warum sie den Verlusterbringer dann nicht loswerden will, bleibt wohl das Geheimnis von Herrn Grube“, sagt Meyer. Aber die DB nennt noch ein zweites Argument: Nur bei einer Einheit von Rad und Schiene, also die Zusammenfassung von Netz und Transport in einem Unternehmen, könne hochwertiger Schienenverkehr erbracht werden. „Würde Bahnchef Grube dieses Argument wirklich glauben, könnte er mit seinen Transportunternehmen nicht auf den Schienen Frankreichs, Großbritanniens oder Polens herumfahren. In keinem dieser Länder gehört ihm das Schienennetz“, bringt  Meyer den nächsten Widerspruch in der Bahnargumentation auf den Punkt.

In Frankreich gründete die DB zusammen mit anderen privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen 2009 den Verband AFRA (Association Française du Rail), um der SNCF Paroli zu bieten. Mit der Herauslösung des französischen Schienennetzes hat sie einen großen Erfolg erzielt. „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass auch die Deutsche Bahn und wenn die nicht dann wenigstens die Politik die Zeichen der Zeit erkennen wird und für eine effektive Trennung des Netzes von den Transportunternehmen sorgen wird“, sagt mofair-Präsident Meyer.

Ist Keolis nicht mehr an Arriva interessiert?

29. November 2010

Die SNCF-Tochter Keolis ist nach Meldungen der „Süddeutschen Zeitung“ aus dem Bieterrennen um die Deutschlandgeschäfte Arrivas ausgestiegen. Urächlich sei, dass das Unternehmen keinen Einblick in die Bücher erhalten habe und es dadurch keine ausreichende Transparenz beim Verkaufsprozess gäbe. Heute läuft die Bieterfrist aus.

IKT-Forschung: Neue Fahrplan-Optimierungssoftware verringert Wartezeiten und Zugverspätungen

15. Juli 2010

Das von der EU mit 2,6 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt “ARRIVAL“ hat eine Software auf Basis neuer Algorithmen entwickelt, die Bahnfahrpläne, Bahnsteigzuweisung, Personaleinsatz und Frachtladung effizienter planen und eventuell auftretende Störungen effektiv in Echtzeit verarbeiten kann, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen.
Bereits in ganz Europa wenden Bahnbetreiber die Ergebnisse der Forschung erfolgreich an – Wartezeigen und Verspätungen können hiermit deutlich reduziert werden. An „ARRIVAL“ beteiligten sich von 2006 bis 2009 Forscher von 12 europäischen Universitäten sowie das französische Eisenbahnunternehmen SNCF.

Deutsche Bahn und SNCF lösen Überkreuzbeziehungen

23. Juni 2010

Die Logistiksparte der Deutschen Bahn AG (DB Schenker) übernimmt von der französischen Bahn SNCF 20 Prozent des spanischen Schienentransporteurs Transfesa, von dem die DB mit bisher 55 Prozent bereits Mehrheitseigner ist. Medienberichten zufolge erhält die SNCF den DB Schenker-Anteil von zehn Prozent an der französischen Güterbahn STVA. Beide Anteile wurden mit je 24 Millionen Euro bewertet und konnten gegeneinander getauscht werden. Damit lösen beide Unternehmen eine Überkreuzbeteiligung auf und der Konkurrenzkampf der beiden Bahnriesen verschärft sich. Eine öffentliche Stellungnahme lehnten beiden Konzerne ab, DB-intern hieße es allerdings, dass es durch die bisherigen Beteiligungen keine positiven Effekte gegeben habe und die Auflösung des Verhältnisses mit der Schaffung klarer Strukturen begründet. Die französische Politik ist besorgt über diese Entwicklungen, welche die beiden Bahn-Unternehmen aus ihrer Sicht weiter in die Opposition zueinander bringen.

HKX betreibt Fernverkehrszüge erst ab 2011

9. April 2010

Der Betriebsstart der privaten Fernverkehrszüge der Hamburg-Köln-Express GmbH (HKX) zwischen Hamburg und Köln verschiebt sich von Mitte August 2010 auf voraussichtlich April 2011. Die vom HKX-Gesellschafter Locomore bei der DB Netz AG beantragten Rahmenverträge für die geplante Verbindung konnten Locomore/HKX bislang nicht angeboten werden, da die Rahmenvertragsanmeldungen der SNCF-Tochter Keolis zwischen Straßburg-Köln-Hamburg Vorrang hatten. Nachdem Keolis seine beantragten Trassen nicht nutzen will, ist der Weg nun frei für HKX.

(PM HKX)

SNCF steigt nicht in deutschen Fernverkehr ein

9. April 2010

Die SNCF-Tochter Keolis wird nun doch keine deutschen Fernverkehrsstrecken bedienen. Wie eine Unternehmens-Sprecherin am Donnerstag mitteilte, sei es „zu früh“, in den deutschen Fernverkehr einzusteigen, daher habe die SNCF ihre Anträge vom Oktober letzten Jahres bei der DB Netz AG nicht bestätigt. Die Bestätigungsfrist lief Donnerstagabend ab. Das Verfahren der DB Netz AG lasse nicht genügend Zeit, um ein Projekt einzureichen, dass den Ansprüchen der deutschen Bahnkunden gerecht würde, so die Sprecherin weiter.

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