Archiv für das Tag 'Schienengüterverkehr'

DB Schenker Rail fährt ab September „Bosporus Shuttle“

7. Juni 2013

DB Schenker Rail bietet ab September 2013 unter dem Namen „Bosporus Shuttle“ wöchentlich drei Zugpaare zwischen Deutschland und der Türkei an. Diese Zahl soll später auf fünf Zugpaare erhöht werden. Damit wird das bisherige Angebot im Schienengüterverkehr zwischen Westeuropa und Zielen in der Türkei erweitert. DB Schenker Rail Bulgaria übergibt die Züge an der bulgarisch-türkischen Grenze direkt an die Türkische Staatsbahn TCDD.

Dieses Angebot kann den Kunden aufgrund des leistungsfähigen Netzwerkes in Europa bei DB Schenker Rail offeriert werden.

[Quelle: DB Schenker]

SBB Cargo nutzt innovatives Containersystem

16. April 2013

 

SBB Cargo setzt neu ein innovatives Umschlagsystem mit kippbaren Containern für alle Holzhackschnitzelverkehre ein. Das teilte das Unternehmen heute mit. Die Drehentladung von Innofreight erlaube ein schnelleres Entladen, was den Kunden eine signifikante Effizienzsteigerung bringe, heißt es. Dank grösserem Volumen reduziert SBB Cargo gleichzeitig ihren Wagenbedarf.

Das neue Transportsystem kommt seit Anfang April für alle Transporte von Holzhackschnitzeln zum Einsatz. Neu verkehrt SBB Cargo mit vier Kompositionen bestehend jeweils aus 24 Wagen und 72 Containern (Ladevolumen total: 3 240 Kubikmeter) von verschiedenen Standorten in der Deutsch- und Westschweiz nach Mortara in Norditalien. Als Trägersystem dienen 96 Wagen des Typs Sgns. Diese werden für die Transporte von Holzhackschnitzeln angemietet und ersetzen die bisherigen Wagen des Typs Eanos, welche an den Vermieter retourniert wurden. Dank dem um eine Drittel erhöhten Ladevolumen des Containersystems benötigt SBB Cargo rund 50 Wagen weniger als bisher.

Das Privatbahn Magazin berichtet in seiner nächsten Ausgabe im Zusammenhang mit der Messe transport logistic in München ausführlich über den Schienengüterverkehr, innovative Umschlagtechniken und Logistiklösungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die neue Ausgabe erscheint am 28. Mai. Weitere Informationen und Bezugsquellen: http://www.privatbahn-magazin.de.

(PM SBB)

Dr. Johannes Nicolin mit European Railway Award ausgezeichnet

27. Februar 2013

Dr. Johannes Nicolin

Dr. Johannes Nicolin

Die Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (CER) und der Verband der europäischen Bahnindustrie (Unife) haben gestern Dr. Johannes Nicolin mit dem European Railway Award 2013 geehrt. Der technische Direktor der AAE Ahaus Alstätter Eisenbahn AG erhält den Preis für die zahlreichen Impulse, die er in der Entwicklung innovativer Güterwagen, insbesondere bei Intermodalwagen, gesetzt hat. Das Preisgeld in Höhe von EUR 10.000 wird Nicolin an das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, spenden. Zu den maßgeblich von ihm angestoßenen Entwicklungen seine Karriere gehören:

  • Taschenwagen, die wahlweise den Transport von Sattelaufliegern, Containern oder Wechselbrücken ermöglichen;
  • das bimodale System Kombirail;  
  • Niederflurwagen, die auch auf dem britischen Streckennetz, das nur Transporte mit geringer Höhe erlaubt, herkömmliche Container transportieren kann, und die auf dem Kontinent High Cube Container befördern;
  • Gummifeder-Drehgestelle mit 25 Tonnen Achslast und für Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h.

Wegweisend war und ist der von Nicolin forcierte Einsatz von Scheibenbremsen im Güterverkehr. „Die Scheibenbremse, die sich im Personenverkehr auf der Schiene und im Straßenverkehr längst etabliert hat, kann auch dem Schienengüterverkehr zu mehr Akzeptanz und höherer Wirtschaftlichkeit verhelfen“, ist Nicolin überzeugt.

[Quelle: AAE Group]

Schienengüterverkehr büßt weiter Marktanteile ein

7. Februar 2013

„Der jahrelange Aufwärtstrend des Schienengüterverkehrs ist ins Stocken geraten“, kommentiert der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Donnerstag die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Zwar habe auch der Straßengüterverkehr im vergangenen Jahr Einbußen von 2,5 Prozent bei der Verkehrsleistung hinnehmen müssen, trotzdem sei das erklärte Verlagerungsziel der Bundesregierung in ernster Gefahr.

Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat der Schienengüterverkehr im Jahr 2012 Marktanteile eingebüßt: Die Transportleistung auf der Schiene sank gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent. Der Marktanteil des Schienengüterverkehrs im Jahr fiel auf 17,2 Prozent (VJ: 17,4 Prozent).

Flege verwies auf die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes, die für den Schienengüterverkehr einen Marktanteil von 25 Prozent bis 2015 anstrebt. Flege forderte die Regierung auf, Farbe zu bekennen.

Nach Berechnungen der Allianz pro Schiene haben die Güterbahnen in der Zeit von 2003 bis 2012 ihre Verkehrsleistung um 29,0 Prozent gesteigert, während der Lkw ein Plus von 18,9 Prozent vorzuweisen hat. „Die Güterbahn hat ein großes Potenzial, das dringend für die Verkehrswende eingeplant werden sollte“, sagte Flege.

[Quelle: ApS - Allianz pro Schiene]

CO2: Keine Verbesserung bei Verkehr und Landwirtschaft

16. Januar 2013

Privathaushalte haben ihren Ausstoß von Treibhausgasen in den vergangenen Jahren stärker reduziert als alle anderen Wirtschafts- und Lebensbereiche in Deutschland. Während in den privaten vier Wänden von 2006 bis 2011 rund 27 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen wurden, schaffte die Industrie nur ein Minus von 5 Prozent, Landwirtschaft und Verkehr konnten keinerlei Verbesserung beim Gesamtausstoß erzielen. Dies geht aus Berechnungen der Allianz pro Schiene hervor, deren Grundlage die am Dienstag vorgestellten Klimagaszahlen aus dem „Nationalen Inventarbericht“ des Umweltbundesamtes sind.

„Die gestiegenen Energiepreise wirken sich unterschiedlich auf die verschiedenen Bereiche aus. Zu Hause sparen die Deutschen am meisten Energie und damit auch CO2, weil die Preissteigerungen dort offenbar am meisten schmerzen. Auch Industrie, Handel und Energiewirtschaft schaffen immerhin eine Verbesserung, lediglich die Landwirtschaft und der Verkehr laufen in die falsche Richtung. Insbesondere der Straßengüterverkehr ist nach wie vor zu billig“, kommentierte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Mittwoch die Zahlen.

Mit der Einführung von Riesen-Lkw, den so genannten Gigalinern, wolle die Bundesregierung den Straßengüterverkehr pro transportierter Tonne um 25 Prozent billiger machen, kritisierte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. Auch hätten die Koalitionsparteien bereits in der Koalitionsvereinbarung ein „Maut-Moratorium“ festgeschrieben, wonach die Lkw-Maut während der gesamten Legislaturperiode nicht steigen dürfe. Im Gegenzug seien jedoch die Trassenpreise für die klimaschonenden Güterzüge seit 2009 um 10,3 Prozent gestiegen. Die Allianz pro Schiene forderte von der Bundesregierung eine Verkehrswende. „Ohne eine grundsätzlich andere Verkehrspolitik kann die Energiewende nicht gelingen“, sagte Flege.

(PM ApS)

Gütertransport auf der Schiene rückläufig

29. November 2012

Schienentransporte in Deutschland sind im laufenden Jahr gesunken. Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (destatis) sank die Güterbeförderung per Eisenbahn im September auf 29,9 Millionen Tonnen von 32,2 Millionen Tonnen im Vorjahresmonat (-7,2%). Von Januar bis September wurden in Deutschland 273,1 Millionen Tonnen transportiert. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum noch 283 Millionen Tonnen (-3,5%). Dies geht aus den heute veröffentlichten Schnellinformation zum Eisenbahngüterverkehr für den Berichtsmonat September 2012 hervor.

Besonders stark ist der Rückgang im Transport von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei (-17,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat), in der Kategorie ”Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse” (-14,4 % ) sowie bei “Kokerei und Mineralölerzeugnissen” (-15,3%).

Gesunken sind auch die Transporte in Tonnenkilometern, und zwar von 9653,1 tkm im September 2011 auf 8924,4 tkm im September des laufenden Jahres (-7,5%). Das Volumen der Containerbeförderung hat sich im September verglichen mit dem Vorjahresmonat um 5,6% verringert (522,1 x 1000 TEU zu 492,7 x 1000 TEU), verzeichnet im Saldo von Januar bis September aber noch eine leicht positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (+2,4 %).

(Quelle: destatis)

Strecke Maschen–Padborg für überlange Güterzüge gerüstet

27. November 2012

In Maschen bei Hamburg ist am Dienstag der Startschuss für  835 Meter lange Güterzüge nach Dänemark gefallen. Dieses wichtige Signal gaben gemeinsam Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Bremen und Niedersachsen, Johann Lünemann, Leiter Produktion Regionalbereich Nord der DB Netz AG, sowie Mirko Pahl, Vorstand Produktion DB Schenker Rail Deutschland AG. Ab Fahrplanwechsel am 9. Dezember werden diese Züge mit Überlänge regelmäßig verkehren. Rund zehn Millionen Euro flossen in die dafür erforderlichen Infrastruktur-Anpassungen auf der 210 Kilometer langen Strecke von Maschen bis Padborg (Dänemark).

Langfristig verfolge die Deutsche Bahn den Anspruch, auf bestimmten Korridoren mit bis zu 1.500 Meter langen Zügen zu starten, erklärte Mirko Pahl, Vorstand Produktion DB Schenker Rail Deutschland. Ein erstes Forschungsprojekt für Züge dieser Länge werde ab nächstem Jahr initiiert.

(Quelle: DB AG)

Das Privatbahn Magazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe ausführlich über den Einsatz überlanger Güterzüge (Seite 72). Bezugsquellen unter www.privatbahn-magazin.de.

Ganzzug Kiel – Verona gestartet

8. Oktober 2012

Im kombinierten Güterverkehr wurde erstmals eine Direktzugverbindung zwischen dem Kieler Ostseehafen und Norditalien aufgenommen. Am gestrigen Sonntag startete der erste Ganzzug vom Kieler Schwedenkai nach Verona. Betrieben wird der Zug, der ab sofort zweimal wöchentlich in jede Richtung verkehrt, von der Kombiverkehr KG, Frankfurt. Partner sind der italienische Kombioperateur Cemat und die Stena Line, die die Fährlinie von Kiel nach Göteborg betreibt.  Die Verbindung erlaubt direkte Weiterverladungen von und nach Schweden mit attraktiven Transitzeiten.

Der Starttermin für das neue Leistungsangebot wurde bewusst in die Zeit nach der Brennersperre gelegt, um von Anfang an adäquate Wagengarnituren anbieten zu können und Engpässe im Alpen querenden Verkehr nicht zusätzlich zu verschärfen.  Die Züge verkehren zunächst mit einer Kapazität von 1.300 Tonnen Nutzlast je Abfahrt. Ulrich Kock: „Die Einrichtung dieser Verbindung erfolgt auf vielfachen Wunsch unserer Kunden. Auch aus dem skandinavischen Raum gewinnt der Alpentransit von Frachteinheiten stetig an Bedeutung.“ Der Schienengüterverkehr ist dabei die ökologisch vorteilhafte Transportvariante. Im Vergleich zum lang laufenden Straßengüterverkehr wird etwa der Ausstoß von Klimagasen auf der Schiene deutlich reduziert. Je Sendung können auf der Schienenstrecke Kiel – Verona bis zu 1,7 Tonnen CO2 eingespart werden. 

Der Direktzug Kiel – Verona ergänzt das Angebot der werktäglichen Shuttlezüge zwischen Kiel und Hamburg, mit denen – vom Terminal in Hamburg-Billwerder aus – nahezu alle deutschen Destination über Nacht erreicht werden. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Der Direktzug nach Verona eröffnet unserem Hafen völlig neue Möglichkeiten und stärkt unsere Position im Schienengüterverkehr.“ Der Verona-Zug steht neben den Kunden der Stena Line auch Dritten offen. Ladungseinheiten, die etwa mit den Fähren aus dem Baltikum oder Russland eintreffen, können ebenfalls verladen werden.

Dirk Claus: „Der Verona-Zug wird dazu beitragen, den Anteil der Schiene im Modal-Split des Kieler Hafens weiter zu erhöhen.“ Bis Jahresende werden in Kiel erstmals mehr als 20.000 Trailer, Container und Wechselbrücken im kombinierten Ladungsverkehr verladen werden.     

(Quelle: Port of Kiel)

EFRE-Förderung: Emons bringt Güter auf die Schiene

16. August 2012

Ab Januar 2013 werden wöchentlich zwei Güterzüge die Waren und Rohstoffe der Kunden der Firma Emons Spedition GmbH zwischen Dresden und Rotterdam befördern. Derzeit läuft der Transport per LKW. Im Fall des Emons-Kunden Lorenz Nuss GmbH aus Kreba-Neudorf habe dies zur Folge, dass wöchentlich bis zu 25 LKW-Ladungen von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Das teilte das Unternehmen heute anlässlich der Übergabe eines Fördermittelbescheides vom sächsischen Staatssekretär Roland Werner an Emons mit. „Die Emons Spedition GmbH setzt auf die Zukunft eines intermodalen und umweltfreundlichen Güterverkehrs, dies kann und muss der Freistaat unterstützen“, erklärte Staatssekretär Werner bei der Übergabe. Mit der Anschubfinanzierung in Höhe von rund 834.000 Euro fördert das SMWA das Zugangebot für einen Zeitraum von zwei Jahren aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der Verkehrsinfrastruktur.

(Quelle: SMWA)

Statistik: Weniger Güter auf der Schiene

1. August 2012

Der Güterverkehr auf der Schiene ist im Mai 2012 Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp 10 Prozent gesunken. Insgesamt wurden im Mai 2012 nur noch 30,8 Millionnen Tonnen auf der Schiene befördert, im Mai 2011 waren es noch 34,1 Millionen Tonnen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt gestern veröffentlichte. Besonders stark zurückgegangen ist laut Statistischem Bundesamt der Versand ins Ausland (minus 13,8 Prozent). Annähernd konstant blieb der Durchgangsverkehr.

Differenziert nach Güterabteilungen sank der Transport von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei auf der Schiene am stärksten (minus 43,1 Prozent). Gegen den Trend gestiegen ist einzig der Schienentransport von Konsumgütern für den kurzfristigen Gebrauch und Holzwaren. Annähernd konstant ist der Transport von Kohle, rohem Erdöl und Erdgas (-0,1 Prozent).

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