Archiv für das Tag 'Rahmentarifvertrag'

GDL beendet 60-Stunden-Streik

21. April 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihren 60-Stunden-Streik bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen um 2.00 Uhr beendet. Die Gewerkschaft hatte seit Montag die Konkurrenten der Deutsche Bahn (DB) bestreikt. Es war der bisher längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt. Die GDL will für alle Lokführer in Deutschland einen Rahmentarifvertrag durchsetzen. Noch während des 60-Stunden-Ausstandes hatte die GDL angekündigt, den Arbeitskampf bis mindestens Ende April auszusetzen. „Die Streikpause gibt allen Beteiligten Gelegenheit, eine Lösung des Konflikts aufzugreifen“, schreibt die Gewerkschaft auf ihrer Internetseite. Veolia wirft der Gewerkschaft unterdessen vor, die Öffentlichkeit mit „klassenkämpferischen Parolen“ für sich einnehmen zu wollen. Außerdem gehe sie in manchen Betrieben „mit unlauteren Mitteln“ gegen Lokführer vor und versuche, diese einzuschüchtern. Ulrike Haber-Schilling (Leiterin Personal bei Veolia) erklärt, die Gewerkschaft schüre „mit falschen Behauptungen Neid und Missgunst unter den Beschäftigten”. Außerdem würde die GDL in der Öffentlichkeit zudem gezielt Falschmeldungen verbreiten.

Der am Freitag zwischen GDL und DB ausgehandelte Tarifvertrag ist dagegen besiegelt. Die Tarifkommission der GDL gab dem Vertragspaket ihre Zustimmung.

Lokführer setzen Arbeitskampf fort

20. April 2011

Der Lokführerstreik bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen führt weiter zu Problemen. Im Durchschnitt seien gestern (19. April) rund 70 Prozent der Züge der bestreikten Unternehmen ausgefallen, erklärt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die Gewerkschaft will für alle 26.000 Lokführer einheitliche Tarifstandards durchsetzen. Maßstab dafür ist der Rahmentarifvertrag mit der Deutsche Bahn (DB), den GDL und DB am vergangenen Freitag (15. April) geschlossen hatten. Unterdessen warnt der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt: „Ohne Tarifeinheit droht unsere Tarifautonomie kaputt zu gehen. Laufend entstehen neue Spartengewerkschaften. Sie wollen aber ihr Erpressungspotenzial gegen die Betriebe einsetzen, um mehr für sich rauszuholen.“

Ihren Streik  begann die GDL am Montagmittag. Der Ausstand soll bis 2 Uhr am Donnerstagmorgen andauern. Nach Abschluss des 60-stündigen Streiks wird die GDL über die Osterfeiertage keine Arbeitskämpfe durchführen.

 

Liste der bestreikten Unternehmen

AKN Eisenbahn AG, Abellio Rail NRW GmbH, Bayerische Regiobahn GmbH, Berchtesgadener Land Bahn GmbH, cantus Verkehrsgesellschaft mbH, HLB Basis AG, HLB Hessenbahn GmbH, Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL), metronom Eisenbahngesellschaft mbH, Mitteldeutsche Regiobahn, Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB), Nord-West-Bahn GmbH, ODEG Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft mbH, Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE), Ostseeland Verkehr GmbH (OLA), Prignitzer Eisenbahn (Betriebsteil NRW), vectus Verkehrsgesellschaft mbH, Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH, Vogtlandbahn GmbH, Westfalenbahn GmbH

Weitere Infos:

Über Zugausfälle informiert die DB unter der Hotline: 0 80 00- 99 33 66.

Die GDL informiert unter:  0 69/4 05 70 91 12 und auf ihrer Homepage: www.gdl.de

GDL droht mit weiteren Streiks

18. April 2011

Den Kunden der Privatbahnen stehen neue Streiks bevor. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zu einem 60-stündigen Arbeitskampf ab Montag (18. April) 14.00 Uhr aufgerufen. Der Streik solle bis Donnerstagmorgen 2.00 Uhr andauern, so die GDL. Betroffen sind die Privatbahnkonzerne Abellio, Benex, die Hessische Landesbahn, Netinera (vormals Arriva Deutschland) und Veolia Verkehr. Nach GDL-Angaben verweigern die Privatbahnen trotz des bisher 119-stündigen Arbeitskampfes seit März dieses Jahres nach wie vor ein Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen.

Mit der Deutschen Bahn hatte sich die GDL in der vergangenen Woche auf ein Gesamtpaket geeinigt. Vereinbart wurden ein Rahmentarifvertrag im Personen- und Güterverkehr sowie Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung in einem Gesamtvolumen von drei Prozent.

GDL droht mit Streik-Verschärfung

15. April 2011

Der Arbeitskampf der Lokführer bei den privaten Eisenbahnen führte nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu deutlichen Verkehrseinschränkungen. Knapp 70 Prozent der Züge der bestreikten Unternehmen seien am Donnerstagmorgen (14. April) ausgefallen, teilt die Gewerkschaft mit. Der Streik begann um 2.00 Uhr und soll bis Samstag um 2.00 Uhr dauern. Gewerkschaftschef Claus Weselsky meint, die GDL-Mitglieder hätten „wieder Flagge gezeigt und sie können das auch noch länger tun, wenn die Arbeitgeber nicht endlich ein substanzielles Angebot vorlegen“. Die GDL fordert inhaltsgleiche Rahmentarifverträge mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau der Deutsche Bahn. Dieser Standard sei bei jeder Ausschreibung zugrunde zu legen.

Die bestreikten Privatbahnen sind nach GDL-Angaben: AKN Eisenbahn, Abellio Rail NRW, Bayerische Regiobahn, Berchtesgadener Land Bahn, cantus Verkehrsgesellschaft, HLB Basis, HLB Hessenbahn, Hohenzollerische Landesbahn (HzL), metronom Eisenbahngesellschaft, Mitteldeutsche Regiobahn, Nord-Ostsee-Bahn (NOB), Nord-West-Bahn, ODEG Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft, Osthannoversche Eisenbahnen (OHE), Ostseeland Verkehr (OLA), Prignitzer Eisenbahn Betriebsteil NRW, vectus Verkehrsgesellschaft, Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt, Vogtlandbahn, Westfalenbahn.

Neue Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

14. April 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wird Heute und Morgen (14./15. April) für 48 Stunden wieder streiken. Betroffen sind allerdings nur Privatbahnen; nicht die Deutsche Bundesbahn (DB). Der Streik gegen die privaten Bahngesellschaften beginnt am 14. April um 2 Uhr und endet am Samstag, 16. April, nachts um 2 Uhr. Während die GDL mit der DB gerade verhandelt und diese deshalb nicht bestreikt wird, wollen die privaten Schienenverkehrsunternehmen im Reiseverkehr immer noch keine gesonderten Verhandlungen über inhaltsgleiche Rahmentarifverträge mit der GDL aufnehmen. Eine Ausnahme bildet lediglich Keolis. Mit diesem Unternehmen hat die GDL am 11. April Verhandlungen sowohl über die Konstruktion der Tarifverträge und deren Verknüpfung als auch über den Betreiberwechsel geführt. „Dies ist einzig und allein der Schlüssel zur Lösung des Tarifkonflikts. Weder Sturheit noch Halbwahrheiten führen an den Verhandlungstisch“, meint der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Lokführer bestreiken heute privaten Bahnverkehr

28. März 2011

Die Kunden der sechs großen Bahn-Konkurrenten müssen sich heute (28. März) auf Behinderungen gefasst machen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Sonntag an, den Zugverkehr der privaten Bahngesellschaften von 2.30 Uhr an für 24 Stunden lahmlegen zu wollen. Ausgenommen davon ist ausdrücklich die Deutsche Bahn (DB), mit der die Gewerkschaft am Samstag erneut über einen bundeseinheitlichen Rahmentarifvertrag und zusätzliche Leistungen der DB verhandelte.

Die sechs großen Privatbahnen, die etwa 15 bis 20 Prozent des Personenverkehrs abdecken, nehmen an den Tarifverhandlungen nicht teil. Von dem Streik betroffen sind der GDL zufolge die Privatbahnen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, Keolis Deutschland, Veolia Verkehr und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen. Auch die etwas kleineren Anbieter Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) und die Vogtlandbahn fahren nicht. Die GDL begründete den Schritt mit der Weigerung der Privatbahnen, über einen Rahmentarifvertrag nach der Vorstellung der Gewerkschaft zu verhandeln.

„Die Sturheit der Arbeitgeber führt dazu, dass der Tarifkonflikt erneut auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden muss“, meint GDL-Chef Claus Weselsky, „die Arbeitgeber lassen uns keine andere Wahl, als das Ziel gleicher Lohn für gleiche Arbeit mit einem Streik durchzusetzen.” Die GDL fordert von den Privatbahnen ein einheitliches Mindesteinkommen und gleiche Arbeitsbedingungen für alle rund 26 000 Lokführer auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie eine bessere Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

Derweil machten die GDL und die DB bei ihren Tarifverhandlungen in Berlin nach eigenen Angaben Fortschritte. Die Gespräche sollen am 7. und 8. April fortgesetzt werden.

Streiks bei Privatbahnen möglich

22. März 2011

An der Streikfront zwischen Deutscher Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) herrscht vorerst Ruhe. Anders aber sieht es bei den sechs privaten Mitbewerbern der Bahn aus.

GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky sagt, die bisherigen Zwischenergebnisse ließen den Schluss zu, dass die DB zu einem Ergebnis bereit sei. Man werde deshalb zunächst auch weiterhin auf Streiks bei der DB verzichten. Auch die Deutsche Bahn strebt eine rasche Einigung an. DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Ich denke, Priorität hat unverändert die Idee eines Rahmentarifvertrages für Lokomotivführer.“ Dieser steht nach GDL-Aussage inzwischen. Nach Darstellung einer GDL-Sprecherin „hakt es” dagegen noch beim parallel verhandelten Lokführer-Tarifvertrag bei der Bahn. Für diesen Freitag (25. März) wurde bereits ein weiteres Treffen in Berlin vereinbart. Offene Punkte sollen der GDL zufolge vor dem nächsten Verhandlungstermin sondiert werden.

Ganz anders ist die Lage bei den Bahnkonkurrenten. Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die sechs Unternehmen verweigern sich weiter neuen Verhandlungen. „Deshalb werden wir dort auch weiter streiken“, droht Weselsky. Wann und wo es neue Streiks geben könnte, ließ er offen. Aber auch hier sollten die Kunden mit entsprechenden Vorwarnungen rechnen können.

Hintergrund: Ziel der GDL sind einheitliche Tarifstandards für die etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr – unabhängig davon, bei welchem Unternehmen sie beschäftigt sind. Die DB hatte vor wenigen Tagen ihren Willen zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages bekräftigt. Das Unternehmen bietet rückwirkend zum 1. März 1,8 Prozent mehr Geld und weitere 2,0 Prozent zum 1. Januar 2012. Hinzu kommt ein Aufschlag im Volumen von 1,2 Prozent durch diverse Sozialleistungen. Die GDL verlangt beim Einkommen einen Aufschlag von fünf Prozent.

Fortgang der Verhandlungen

21. März 2011

Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn (DB) werden heute (21. März) fortgesetzt. Bereits vergangene Woche wurde ein neues Angebot vorgelegt, bei dem mit Wettbewerbern der DB ein Rahmentarifvertrag für Lokführer im privaten Schienengüterverkehr abgeschlossen wurde. Das Ergebnis der Verhandlungen ist sind um zwei Prozent höheres Gehaltsniveau als bei der Deutschen Bahn sowie Verbesserungen, was die Arbeitszeit und Zulagen für Nacht- und Feiertagsarbeit angeht. Mit den Firmen des Schienenpersonennahverkehrs wird weiter verhandelt.

GDL-Streiks nicht bis Donnerstag

14. März 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) setzt im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn (DB) und ihren Wettbewerbern ihre Streiks bis einschließlich Donnerstag aus. Grund sei eine dreitägige Tagung des GDL-Hauptvorstandes heißt es auf Gewerkschaftskreisen.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte zuvor Bahnunternehmen und GDL aufgefordert, den Tarifkonflikt unverzüglich zu lösen. „Ich appelliere an die Tarifpartner, sich sofort an den Verhandlungstisch zu setzen”, sagte Ramsauer. Diese Streiks schadeten nicht nur der Bahnbranche, sondern dem ganzen Land.

Die GDL will einheitliche Tarifstandards für etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen – egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Eine Kernforderung sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau der DB sowie fünf Prozent Aufschlag – auch bei den Bahn-Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn.

Die Bahn hat zuletzt ein Gespräch vorgeschlagen. Darin bot sie der GDL erstmals an, einen Rahmentarifvertrag für Lokführer auch schon abzuschließen, bevor sich die Gewerkschaft mit der Mehrzahl der Bahn-Konkurrenten geeinigt hat. Das jüngste Tarifangebot der Bahn enthält nun eine Einkommenserhöhung von rund fünf Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. Außerdem ist der Konzern bereit, im Regionalverkehr Lokführer zu übernehmen, die nach dem Betreiberwechsel eines Streckennetzes ihren bisherigen Arbeitsplatz verlieren. Weitgehend Einigkeit mit der GDL besteht laut DB bei den Schutzregeln für Lokführer, die aus Gesundheitsgründen ihren Beruf nicht mehr ausüben können.