Archiv für das Tag 'PRO BAHN'

Regiobahn erhält Fahrgastpreis

14. März 2013

Jedes Jahr zeichnet der Fahrgastverband PRO BAHN, anlässlich seines Bundesverbandstages herausragende Leistungen im öffentlichen Personenverkehr aus. Am vergangenen Freitag, den 08. März 2013 bekam die Regionbahn den fahrgastpreis verliehen.
Den beiden Geschäftsführern, Joachim Korn und Jürgen Hambuch, wurde der Fahrgastpreis 2013 für die Entwicklung der Regiobahn vom Stilllegungskandidaten zur erfolgreichen Metropolbahn verliehen. Seit der Betriebsaufnahme konnte die Regiobahn die Zahl der Fahrgäste auf der Strecke Mettmann – Kaarst von rund 4.800 auf 23.000 steigern.
Joachim Korn äußerte sich nach der Preisverleihung sehr erfreut über diese Entwicklung. „Das in der Region Düsseldorf ein enormes Fahrgastpotential vorhanden ist, war uns allen bewusst und wir waren uns auch sicher, dass die Regiobahn ein erfolgreiches Produkt in der Nahverkehrslandschaft werden wird. Dass aber selbst die Prognosen von 16.500 Fahrgästen pro Tag um rund 50% übertroffen wurden hat uns auch überrascht“.
Mit zwölf Fahrzeugen stößt die Regionabahn aber an die Grenzen ihrer Machbarkeit. Um ihre Kapazitäten optimal auszunutzen, verkehrt  die Regionbahn seit 2012 auch samstags in Doppeltraktion, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Die Regiobahn möchte sich daher besonders bei ihren Fahrgästen für diesen Erfolg bedanken und hofft auch in Zukunft ihrem Ruf als kundenfreundliches und nutzerorientiertes Verkehrsmittel gerecht zu werden.

[Quelle: Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH]

PRO BAHN kritisiert Freistellung in Uetersen

22. März 2012

PRO BAHN Schleswig-Holstein/ Hamburg kritisiert die geplante Freistellung des Abschnittes Klosterkoppel – Ostbahnhof der Bahnstrecke Uetersen – Tornesch von Bahnbetriebszwecken und dem damit einhergehenden Abbau der Gleisanlagen in diesem Abschnitt und fordert die Ratsversammlung der Stadt Uetersen auf, auf ihrer Sitzung am 23. März einer Freistellung nicht zuzustimmen.

„Die Freistellung von Bahnbetriebszwecken für diesen Abschnitt ist aus unserer Sicht absolut nicht notwendig“, so der PRO BAHN-Landesvorsitzende Stefan Barkleit, „und später kaum wieder rückgängig zu machen. Wenn die Bahnstrecke dort erst einmal abgebaut ist, werden dort mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder Gleise liegen.“

Weiterhin weist der Fahrgastverband daraufhin, dass das Stadtgebiet von Uetersen durch den Rückbau der Bahnstrecke bis zum Ostbahnhof zukünftig wesentlich schlechter durch die Bahnstrecke erschlossen wird und damit folglich auch die Chancen für eine spätere Reaktivierung für den regulären SPNV sinken würden. „Mit einer Freistellung beraubt sich die Stadt Uetersen selbst aller Chancen, dass die Bahnstrecke später einmal für den regulären SPNV reaktiviert wird,“ ergänzt Sigrid Pohlmann, Vorsitzende des PRO BAHN-Regionalverbandes Westholstein.

Aus der Sicht von PRO BAHN ist eine Reaktivierung der Bahnstrecke Uetersen – Tornesch im SPNV mittelfristig durchaus zu erwarten, denn Schleswig-Holstein hat in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich einige Bahnstrecken im SPNV (Barmstedt – Henstedt-Ulzburg, Neumünster – Bad Segeberg, Niebüll – Tondern, Neustadt – Puttgarden und nach Fehmarn-Burg) reaktiviert. Weitere Reaktivierungen im SPNV wie Kiel – Schönberger Strand und Wrist – Kellinghusen sind geplant.

Pro Bahn: ICE-Stopps in Leipzig und Erfurt müssen bleiben

27. April 2011

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hat die Deutsche Bahn (DB) kritisiert, wegen der Liberalisierung des Fernbusverkehrs möglicherweise ICE-Stopps in Leipzig oder Erfurt zu streichen. Die Bahn baue gerade eine Schnellstrecke zwischen Nürnberg und Erfurt, um einen attraktiven ICE-Verkehr zu gewährleisten, erklärt der Verbandssprecher für Mitteldeutschland, Wolfram Leuze. Dieser Bau sei völlig überflüssig, wenn zugleich ICE-Stopps gestrichen würden. Stattdessen müsse die Bahn ihr Angebot ausbauen und attraktiver machen. Der Bahn-Vorstand für Personenverkehr, Ulrich Homburg, hatte zuvor in einem Zeitungsinterview gesagt, dass die Bahn möglicherweise einige Bahnhöfe seltener bedienen werde, wenn durch neue Fernbuslinien die Fahrgäste ausblieben.

Lokführer streiken wieder

31. März 2011

Der Arbeitskampf der Lokführer im Tarifstreit mit den Bahn-Konkurrenten geht weiter. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Mittwoch (30. März) neue, deutlich längere Streiks an. Betroffen sollen nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 22 Unternehmen sein, auch der Güterverkehr der Osthannoverschen Eisenbahn.

Die Aktion soll um 3 Uhr in der Nacht zu Donnerstag beginnen und 47 Stunden dauern. Die Züge sollen nach dem Willen der GDL erst am Samstag, 2. April ab 2 Uhr wieder rollen. Grund sei die anhaltende Weigerung der privaten Verkehrsunternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn, die Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für alle 26.000 Lokführer bundesweit wieder aufzunehmen.

„Diese Halsstarrigkeit kann keiner mehr verstehen. Die Arbeitgeber wollen den Tarifkonflikt tatsächlich auf dem Rücken der Kunden aussitzen“, sagt GDL-Chef Claus Weselsky. Die Streiks vom vergangenen Montag, als deutschlandweit rund drei Viertel der Privatbahnen stillstanden, hätten offenbar ihre Wirkung verfehlt. Dabei fordere die GDL „nichts Unmögliches: inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung“.

Der Fahrgastverband Pro Bahn äußerte unterdessen Verständnis für den Streik. Eckhard Ritter (Brake), Vorsitzender im Oldenburger Land: „Gut, dass der Streik diesmal auf die Privatbahnen beschränkt ist und nicht auch die in diesem Punkt vorbildliche Deutsche Bahn bestreikt wird.“

Benex-Sprecher Christoph Kreienbaum meint, die Gemengelage sei schwierig. Die GDL müsse aber akzeptieren, dass sie keinen Alleinvertretungsanspruch für Lokführer habe. Unterdessen bröckelt auch schon die Front der Bahn-Wettberwerber: Der Regionalzugbetreiber Keolis, eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF, will sich einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge offenbar dem Druck der GDL beugen. In einer der Zeitung vorliegenden E-Mail von Keolis-Chef Hans Leister heißt es, er werde „der GDL nunmehr sofort konkrete Verhandlungen anbieten, unabhängig vom Verhalten anderer Bahnen“.

Fahrgastorientierung ausgezeichnet

21. März 2011

Hohe Qualität, Fahrgastorientierung; kontinuierlicher Ausbau und Optimierung der Eisenbahninfrastruktur: wegen dieser Gründe zeichnet der Fahrgastverband „Pro Bahn“ den Geschäftsführer der Südostbayernbahn, Christoph Kraller, mit dem Fahrgastpreis 2011 aus.

„Sowohl als Eisenbahnverkehrs-, als auch -infrastrukturunternehmen überzeugt die Südostbayernbahn“, sagt der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes, Karl Peter Naumann. So würde bei der in Mühldorf ansässigen Südostbayernbahn beispielsweise konsequent die Infrastruktur verbessert, die Geschwindigkeit erhöht und Bahnübergänge beseitigt. Das Verkehrsunternehmen setze Maßstäbe durch ein Aufgreifen der Kundenwünsche, eine aktive Kommunikation und das offene Ohr für Fahrgäste. „Man merkt, dass Eisenbahn bei der Südostbayernbahn eine Herzensangelegenheit ist“, meint Naumann.

Barrierefreiheit erstmals Thema bei Bundesverbandstag

14. März 2011

Barrierefreiheit und öffentlicher Personenverkehr für mobilitätseingeschränkte Menschen – das behandelt der Fahrgastverband „Pro Bahn“ erstmals bei seinem Bundesverbandstag am 19. März. Alexander Drewes, Behindertenbeauftragter des Verbands, sieht hier einen erheblichen Nachholbedarf bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen. Aber auch die Politik sei verpflichtet, „zum einen gleichwertige Wettbewerbsbedingungen für verschiedene Verkehrsträger zu schaffen beispielsweise im Fernbusreiseverkehr, hinsichtlich der Anschlussgarantie, die gesetzlich lediglich für den Eisenbahnverkehr geregelt ist, zum anderen Barrierefreiheit endlich auch im Verkehrswesen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzuerkennen, die eine Finanzierung von Barrierefreiheit für den Öffentlichen Personenverkehr durch die öffentliche Hand erforderlich macht”.

Lokführer stimmen für unbefristeten Streik

8. März 2011

Die Zeichen stehen auf Streik: Mehr als 92 Prozent der Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn und 96 Prozent der GDL-Mitglieder bei den Konkurrenten stimmten für Streiks, teilte die GDL mit. Noch in dieser Woche wollen die Lokführer den Schienenverkehr erneut flächendeckend bestreiken.

Reisende sollen wie bei den vorangegangenen Warnstreiks zwölf Stunden vor Beginn der Arbeitskämpfe über die Schritte informiert werden. Am Dienstag solle es noch keine Streiks geben, von Aschermittwoch an könnten die Züge jedoch stehenbleiben.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer warnte die GDL vor einer Eskalation des Konflikts. „Die Tarifautonomie ist ein hohes Gut. Der Kampf um sie darf aber nicht grenzenlos auf dem Rücken der Fahrgäste und unter Geiselhaft der Deutschen Bahn AG ausgetragen werden.”

Auf Kritik stößt die GDL auch bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Es gehe den Lokführern nicht um den Tarifkonflikt, sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. Ihr Ziel sei es stattdessen, mehr Mitglieder als die Schwestergewerkschaft zu bekommen. Kirchner spricht von der Gefahr einer Entsolidarisierung der Gesellschaft, wenn jede Berufsgruppe für sich „vom Kuchen immer ein größeres Stück abschneidet als die anderen“.

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hat die GDL angesichts des bevorstehenden Ausstands dazu aufgefordert, künftig „andere Formen des Streiks“ zu nutzen. Der Streik sollte vor allem die Bahnunternehmen treffen und nicht in erster Linie die Fahrgäste, sagt Verbandschef Karl-Peter Naumann. „Es kann nicht sein, dass die Kunden von den Gewerkschaften als Geiseln genommen werden, obwohl sie eigentlich dieselben Interessen haben wie die Gewerkschaften.“

Sollte der Streik auf den Güterverkehr ausgeweitet werden, könnte das laut dem Fahrgastverband negativ auf die Lokomotivführer zurückschlagen. Wenn der Schienenverkehr nicht zuverlässig laufe, würden nicht nur Fahrgäste, sondern auch die Unternehmen wieder verstärkt auf die Straße wechseln. Wenn es weniger Fahrgäste und weniger Fracht für die Bahn gebe, werde auch der Bahnverkehr abnehmen, und dann würden auch weniger Lokführer benötigt. Naumann: „Der Bahn droht eine Abwanderung von Kunden. Das könnte auch weitere Arbeitsplätze im Bereich des Schienenverkehrs kosten. Die Streiks wären dann kontraproduktiv gewesen.“

Lokführer zählen ihre Stimmen

7. März 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will heute (Montag, 7. März) das Ergebnis ihrer Urabstimmung präsentieren. Zur Abstimmung stehen flächendeckende Streiks in ganz Deutschland. Auch der Güterverkehr wäre betroffen. Die Zeichen stehen auf Streiks im Bahnverkehr – die GDL erwartet eine klare Zustimmung. Dann könnten aus den dreistündigen Warnstreiks an ausgesuchten Orten längere, flächendeckende Arbeitsniederlegungen werden.

Ex-Verteidigungsminister Peter Struck hat unterdessen der GDL angeboten, im festgefahrenen Tarifstreit mit den Bahn-Arbeitgebern zu vermitteln. „Wenn man mich bittet, noch einmal zu schlichten, wäre ich dazu bereit“, sagt der SPD-Politiker. Er halte es für geboten, dass die GDL das Angebot der Deutschen Bahn und der sechs Privatbahnen annehme, sich an einen Tisch zu setzen. Dann sollte sie auf der Grundlage des bereits erzielten Branchentarifvertrags weiter verhandeln.

Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK) warnt vor schweren Folgen für die deutsche Wirtschaft. Streiks im Schienengüterverkehr könnten bereits nach wenigen Tagen zu Produktionsstörungen führen. Eine Verlagerung der Transporte auf die Straße oder das Binnenschiff sei kurzfristig oft nicht möglich.

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ fordert die GDL angesichts des bevorstehenden Ausstands dazu auf, künftig „andere Formen des Streiks“ zu nutzen. Der Streik sollte vor allem die Bahnunternehmen treffen und nicht in erster Linie die Fahrgäste, sagte Verbandschef Karl-Peter Naumann. Es könne nicht sein, dass die Kunden von den Gewerkschaften als Geiseln genommen werden, obwohl sie eigentlich dieselben Interessen haben wie die Gewerkschaften.

Warnstreik angedroht

22. Februar 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) beginnt mit ihren Warnstreiks. Zwischen 6 und 8 Uhr legen die Lokführer die Arbeit nieder. Welche Auswirkungen der Zwei-Stunden-Streik auf den späteren Bahnverkehr haben wird, ist noch völlig unklar.

Hintergrund: Die Lokführer werden bei der privaten Konkurrenz meist schlechter bezahlt als bei der DB. Das will die GDL, die etwa 80 Prozent der Lokführer bei der Bahn und mehr als 70 Prozent bei den großen Bahn-Konkurrenten vertritt, ändern. Sie fordert einen einheitlichen Flächentarifvertrag für alle 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr, unabhängig davon, für welches Unternehmen sie tätig sind.

Die Bahn soll also mehr zahlen als bisher, und die privaten Anbieter müssten ihr Tarifniveau dem der Bahn angleichen, was diese strikt ablehnen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte bereits einen Branchen-Tarifvertrag mit der Bahn und den sechs größten privaten Anbietern abgeschlossen, jedoch nur für den Nahverkehr. Es geht um Prozente: Die GDL sagt, die Bahn wolle nur 1,9 Prozent mehr Gehalt zahlen, zugleich aber die Wochenarbeitszeit von 38 auf 39 Stunden erhöhen, ohne Lohnausgleich. Die Bahn kontert. Sie will Löhne stufenweise erhöhen, dieses Jahr um 1,8 und im kommenden Jahr um 2,0 Prozent. Außerdem bietet der Konzern an, die Altersvorsorge zu verbessern.

In den Streit mischte sich auch bereits Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ein. Berufspendler dürften nicht „als Geiseln“ für konkurrierende Gewerkschaften herhalten. Die Bevölkerung werde für einen solchen Streik kaum Verständnis haben. Auch der Fahrgastverband Pro Bahn forderte die Gewerkschaft auf, nach anderen Streikformen zu suchen, die den Reisenden weniger schaden. Der Verband hat aber Verständnis für die Wünsche der Gewerkschaft. Der Wettbewerb auf der Schiene müsse über die Qualität der Angebote gehen und nicht über niedrige Löhne für die Mitarbeiter, heißt es bei Pro Bahn.

Um eine drohendes Informationschaos bei den Reisenden zu vermeiden setzt die Bahn ab heute mehrere Hundert zusätzliche Mitarbeiter bundesweit ein, sagte eine Bahn-Sprecherin. Eine kostenlose Hotline sei unter der Rufnummer 08000/99 66 33 geschaltet. Die Bahn kündigte an, dass Kunden den Fahrpreis erstattet bekommen, wenn sie aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussproblemen ihre Reise nicht antreten können.

Fernbus-Reisen bieten nur „Glücks- und Zufallsreisen“

17. Februar 2011

Die von der Europäischen Union angekündigten Fahrgastrechte für Reisende in Fernbussen sind ein Rückschritt gegenüber dem heutigen Rechtszustand in Deutschland auf das Niveau von südosteuropäischen Verhältnissen. Das stellt der Fahrgastverband PRO BAHN anlässlich der Ankündigung der EU zur Einführung von Fahrgastrechten bei Fernbussen fest. Wie das Nachrichtenportal ddp direct weiter berichtet, fordert der Verbraucherverband gleiche Rechte für Fahrgäste bei Bus und Bahn. „Künftig müssen Fahrgäste an Bushaltestellen zwei Stunden bei Wind und Wetter und ohne jede Fahrgastinformation ausharren, bevor sie irgendwelche Rechte geltend machen können, weil ihr Bus nicht kommt,“ erläutert PRO BAHN-Rechtsexperte Rainer Engel, „wer über weniger als 250 Kilometer fahren will, dem werden überhaupt keine Rechte zugebilligt.“ Die Fernbusse konkurrierten mit der Eisenbahn über den Preis. „Eisenbahnen müssen ihren Fahrgästen schon bei einer Stunde Verspätung ein Viertel des Fahrpreises zurückerstatten, und zwar auch dann, wenn es Stau auf der Schiene gibt.“ betont Engel. Auf diese Weise werde ein völlig verzerrter Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern Schiene und Straße ermöglicht. Im Vergleich zur Bahnreise könne man Busreisen nur „Glücks- und Zufallsreisen“ nennen.

Der Fahrgastverband fordert gleiche Rechte für Fahrgäste in Bus und Bahn. „Die Pläne der Bundesregierung zur Liberalisierung der Fernbus-Verbindungen in Deutschland sind ein Generalangriff auf die Rechte der Verbraucher auf verlässliche Fahrpläne, pünktliche Beförderung, durchgehende Fahrkarten und gesicherte Anschlüsse“, warnt der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes PRO BAHN, Karl-Peter Naumann, „nach den bisher vorliegenden Informationen kommen Rechte der Verbraucher in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung überhaupt nicht vor.“

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