Archiv für das Tag 'ÖPNV'

EBUS Award an Staatssekretär Bomba verliehen

18. Februar 2013

Für seine Verdienste um die Entwicklung des Elektrobusmarkts im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wurde heute in Berlin Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der EBUS Award verliehen – der Umweltpreis für Busse im ÖPNV. Überreicht wurde der Preis durch Prof. Dr.-Ing. Adolf Müller-Hellmann, Vorstandsvorsitzender des Forums für Verkehr und Logistik e.V., im Rahmen der Konferenz „Elektrobusse – Markt der Zukunft!“.

185 Experten aus 13 Ländern diskutieren heute und morgen auf der Elektrobus-Konferenz des Forums für Verkehr und Logistik in Berlin. Diese Veranstaltung gehört damit zu den größten und wichtigsten Expertenrunden weltweit in Fragen der Elektrobusmobilität. Bei der mittlerweile vierten Auflage der Konferenz wird der bisher erreichte Entwicklungsstand der für den Einsatz in Linienbussen geeigneten Batterien, der Batteriebusse selbst und deren Komponenten sowie Ladetechniken vorgestellt und diskutiert. Der ÖPNV unterstreicht damit auch im Busbereich seine Vorreiterrolle in Fragen der Elektromobilität in Deutschland.

(PM VDV)

PTV Group veröffentlicht Studie “Zukunft ÖV”

8. Februar 2013

Ressourcenverknappung und demografischer Wandel bestimmen die Zukunft des öffentlichen Verkehrs (ÖV). Das hat die von der PTV Group initiierte Branchenumfrage „Perspektive ÖV“ ergeben. Welche Themen die Akteure des öffentlichen Verkehrs darüber hinaus bewegen und wie sie damit umgehen, veranschaulicht das jetzt veröffentlichte White Paper.

Bei den Verkehrsbetrieben sowie in Consulting- und Ingenieurbüros stehen der Studie zufolge Fragestellungen rund um „Grüne Konzepte“ an oberster Stelle: In der DACH-Region arbeiten mehr Hälfte der Befragten (55 Prozent) an einem effizienteren Einsatz der Fahrzeuge. An zweiter Stelle (42 Prozent) wird die Optimierung des Fahrplans genannt. Auf Platz drei folgt mit 39 Prozent der Einsatz umweltfreundlicher Fahrzeuge wie beispielsweise Solarbusse oder Hybridfahrzeuge.

Die Verkehrsverbünde und Aufgabenträger sehen den stärksten Handlungsdruck ausnahmslos beim demografischen Wandel. Die Hälfte der Verbünde gibt dabei an, dass dies sogar ein starker Branchentreiber ist, bei den Aufgabenträgern sind es ganze 75 Prozent.

Die PTV Group, Anbieter von Software und Consulting für Verkehr und Transportlogistik, hat die Studie unter www.ptv-vision.com/OeV zum kostenlosen Download bereitgestellt.

(PM PTV)

Verkehrsentlastung durch flexible Arbeitsmodelle

31. Januar 2013

 

Mit dem Pilotversuch «WorkAnywhere» testen Swisscom und SBB, ob flexible Arbeitsmodelle die Hauptverkehrszeiten im öffentlichen Verkehr entlasten und die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern können. Dazu fahren rund 250 Mitarbeitende der beiden Unternehmen im Februar und März wenn immer möglich in den Nebenverkehrszeiten. Der Versuch wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

«Uns interessiert, ob eine Flexibilisierung des Arbeitsalltages tatsächlich Potenzial hat, die Pendler besser auf die Züge zu verteilen», sagt Bernhard Meier, interimistischer Leiter Kommunikation & Public Affairs der SBB. Wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird der Versuch durch ein Team der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Hochschule Luzern. “Wir wollen die konkreten Effekte der neuen Arbeitsweise auf Reiseverhalten, Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeitenden, sowie auf Kultur und Führung im Unternehmen erfassen”, erklärt Prof. Dr. Hartmut Schulze, Leiter des Instituts für Kooperationsforschung und -entwicklung der FHNW. Erste Resultate werden im kommenden Juni erwartet.

(PM SBB/swisscom)

NRW-Verkehrsminister zu Besuch bei Vossloh Kiepe

18. Oktober 2012

Michael Groschek, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag im Rahmen seiner Herbstreise das Unternehmen Vossloh Kiepe GmbH am Standort Düsseldorf besucht. Aufmerksam auf die Antriebsspezialisten wurde Groschek während des Messebesuchs der InnoTrans, bei denen die effektiven Lösungen der Düsseldorfer für einen umweltfreundlichen und emissionsarmen ÖPNV das Interesse des Ministers weckten.

Bei einem ausführlichen Betriebsrundgang und der Besichtigung der Produktionsstätten bei Vossloh Kiepe konnten die Produktionsabläufe am Beispiel aktueller Projekte veranschaulicht werden. Innovative Vossloh-Kiepe-Technologien und die modernen Produktionsbedingungen der modularen Systeme überzeugten Groschek: „NRW-Know-how muss auf die Straße gebracht werden.“

Die Zukunft für den gesamten Ballungsraum NRW liegt für Groschek in einer infrastrukturellen Vernetzung der Region. Für ihn nicht nachvollziehbar, dass eine solch regionübergreifende Verbindung bislang nur im Ausland zu finden sei. „NRW muss zu einer Pilgerstätte des modernen Nahverkehrs werden. Das neue Vancouver muss in unserer Mitte sein“, so Groschek.

Vor allem den umweltfreundlichen Trolleybussen misst er eine größere Zukunft zu und ist überzeugt davon, dass sich in NRW der Aufbau von Trolleybusstrecken bewähren würden. Der Trolleybus ist eines der umweltfreundlichsten Fahrzeuge im Öffentlichen Personennahverkehr.

Es werden kaum Emissionen oder Feinstaubpartikel ausgestoßen, die Energiespeisung erfolgt aus der Oberleitung. Außerdem können durch die Entwicklung von Batterie-Trolleybussen, bei denen zwei Antriebsarten kombiniert sind, im innerstädtischen Bereich Fahrten ohne Oberleitung ermöglicht werden. Dadurch ist an bestimmten Bereichen eine infrastrukturelle Anpassung nicht notwendig, was Kosten spart.

Insgesamt schneidet der Trolleybus auch im Kostenvergleich zum Bau neuer U-oder S-Bahnstrecken positiv ab. „Es muß nicht immer teuer sein, es kommt schließlich auf die Pünktlichkeit an!“ meint auch Groschek. Wirtschaftlichkeit und zufriedene Fahrgäste – ein Ziel, das sich mit neuen Trolleybusstrecken in NRW umsetzen ließe.

[Quelle: Vossloh Kiepe GmbH]

Bund soll Finanzhilfen aufstocken und fortsetzen

4. Oktober 2012

Auf Initiative Bayerns befasst sich die Verkehrsministerkonferenz (VMK) in Cottbus mit der Finanzierung der Infrastrukturen des öffentlichen Verkehrs in Deutschland. Bayerns Verkehrsstaatssekretärin Katja Hessel, die den Freistaat auf der VMK vertritt, erklärt diesen Vorstoß: „Der Bund will sich Ende 2019 aus der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs in Deutschland vollständig zurückziehen. Denn dann wird das sogenannte GVFG-Bundesprogramm eingestellt. Nur über dieses Programm konnten die großen ÖPNV-Netze in Deutschland finanziert werden. Jetzt ist zu befürchten, dass dringend notwendige Großvorhaben zur weiteren Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Schienenpersonennahverkehrs in Verdichtungsräumen nicht realisiert werden können. Wir stehen vor einem Antragsstau von über neun Milliarden Euro Investitionssumme. Für dringend notwendige, noch gar nicht in das Programm aufgenommene Vorhaben, die derzeit von Ländern und Kommunen geplant werden, fehlt sogar jede Perspektive zur Finanzierung. Die Länder sind nicht in der Lage, diese gewaltige Finanzierungslücke zu füllen.“

 Die ersatzlose Beendigung des Programms führe zudem dazu, dass den Vorhabensträgern angesichts der langen Realisierungszeiträume für die aufwendigen Projekte die verlässliche finanzielle Planungsgrundlage genommen werde. „Das bedeutet: Ohne Perspektive nach 2019 werden solche Projekte bald nicht mehr umsetzbar sein! Wir fordern daher die Aufstockung des GVFG-Bundesprogramms bis 2019 und eine Fortsetzung der Finanzhilfen des Bundes für die öffentliche Verkehrsinfrastruktur über 2019 hinaus – und zwar so bald wie möglich, denn die Zeit drängt“, erklärt Hessel.

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie)

Kommunaler Verkehr braucht 1,9 Mrd. Euro jährlich

2. Oktober 2012

Der Bund entscheidet heute über die Freigabe sogenannter Entflechtungsmittel, um eine ausreichende Finanzierung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur gewährleisten zu können. So sollen ab 2014 jährlich 1,9 Mrd. Euro bewilligt werden.

Diese Forderung der Länder basiert auf der Grundlage des tatsächlichen Bedarfs und wurde von den Ländern, dem Städtetag, den Verkehrsunternehmen und -verbünden detailliert nachgewiesen. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde angekündigt, dass die Entscheidung zur Mitte der Legislaturperiode getroffen werden sollte.

Jürgen Fenske, Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV): „Kommunen und Unternehmen warten seit langem auf die Entscheidung. Der schleichende Verfall der kommunalen Verkehrsinfrastruktur muss ein Ende haben. Ohne Sicherheit über die Finanzmittel ab 2014 fahren wir ÖPNV-Unternehmen weiter auf Sicht und können notwendige Investitionen zugunsten des Fahrgastes und unserer betrieblichen Qualität nicht in Angriff nehmen“.

Neben den heutigen Bund-Länder-Verhandlungen findet diese Woche die Verkehrsministerkonferenz des Bundes und der Länder statt. Auch hier stehen grundsätzliche Fragen zur künftigen Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur auf der Tagesordnung. Jürgen Fenske abschließend: „Wir brauchen wie vor einigen Jahren mit Pisa in der Bildungspolitik ein grundsätzliches Umdenken in Fragen der Verkehrsinfrastruktur. Eine ausreichende und funktionierende Infrastruktur ist für eine starke Volkswirtschaft eine zentrale Voraussetzung.”

(Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen)

Landesverkehrsplan Sachsen 2025

25. September 2012

Das sächsische Kabinett hat  die mittel- und langfristigen verkehrspolitischen Ziele und Maßnahmenkonzeptionen für den Prognosezeitraum bis 2025 beschlossen. Damit ist ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur getan. Bei künftigen Verkehrsplanungen kommt es weniger auf den Ausbau an, sondern immer mehr auf die intelligente Vernetzung der vorhandenen Strukturen und Technologien. Mit Augenmaß und einer ideologiefreien Verkehrspolitik wird die Staatsregierung in den nächsten Jahren die sächsische Verkehrsinfrastruktur weiter voranbringen.

Schienenverkehr: Eine bessere Anbindung Sachsens an die Strecken des Schienenfernverkehrs ist vorrangiges Ziel. Kurz- und mittelfristig gehören hierzu der Ausbau der Strecke Dresden-Berlin und die Elektrifizierung der Strecke Chemnitz-Leipzig. Der Abschnitt Reichenbach-Hof der sog. „Sachsen-Franken-Magistrale” wird bereits seit 2010 elektrifiziert – im Dezember 2013 soll der Abschnitt in Betrieb gehen. Langfristiges Ziel ist die Neubautrasse Dresden-Prag im Rahmen des Transeuropäischen Netzes (TEN).

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV): Staatsminister Morlok: „Ein attraktiver ÖPNV braucht ein attraktives Angebot.” Ziel ist u.a. eine bessere Anbindung des ländlichen Raums an die Ballungsräume. Investitionsschwerpunkte sind neben dem mitteldeutschen S-Bahn-Netz, dem „Chemnitzer Modell” und dem Ausbau von S-Bahn und Stadtbahnlinien in Dresden vor allem die Übergangsstellen zu den anderen Verkehrsträgern. Im Nahverkehr lassen sich kürzere Reisezeiten nur mit einem sinnvollen Mix der Verkehrsträger erreichen.

Güterverkehr: Laut Prognose 2025 wird jeder zweite LKW auf sächsischen Autobahnen im Transitverkehr unterwegs sein. Als direkte Folge wird sich der Seehafenhinterlandverkehr bis 2025 mehr als verdoppeln. Auf Straße und Schiene werden die Verkehrsströme stark steigen. Insbesondere die Logistik-Region Leipzig-Halle wächst sehr dynamisch. Deshalb sollen als wichtige Schnittstellen die Güterverkehrszentren bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Die Verkehrsinfrastruktur weiter zu entwickeln, bedeutet auch, „neue Wege” zu gehen: deshalb setzt der Freistaat auf moderne Technologien wie die Verkehrstelematik. Mit ihrer Hilfe sollen Verkehrsströme erfasst, und so gut wie möglich vernetzt werden – ob auf Straße oder Schiene, in Ballungsgebieten oder im ländlichen Raum.

(Quelle: SMWA – Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr)

 

Mit Google Transit unterwegs

24. September 2012

Mit der Einführung von Google Transit in Deutschland bauen die Deutsche Bahn und Google die Informationsmöglichkeiten für Zugreisende weiter aus. Google Maps bietet ab sofort Informationen zu Zugverbindungen der Deutschen Bahn. Damit vervollständigt Google die Funktionalität seines kartenbasierten Routenplaners. Die Bestimmung des Abfahrts- und Zielortes ist dabei so einfach wie die Bedienung von Google Maps. Erstmalig bei Google Transit führt ein direkter Link (Deeplink) den Nutzer zum Ticketkauf, ohne die Reisedaten auf bahn.de erneut eingeben zu müssen. Darüber hinaus finden Reisende dort auch aktuelle Verkehrsinformationen zu der angegebenen Verbindung.

Google Transit, die Routenplanung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ist bereits in mehr als 500 Regionen und Städten weltweit aktiv, nun auch in Deutschland.

(Quelle: Deutsche Bahn AG)

 

Ramsauer stellt aktuelles GVFG vor

24. September 2012

 Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat das Bundesprogramm 2012-2016 nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bekannt gegeben. Mit dem Programm unterstützt der Bund die Länder bei großen Projekten zum Ausbau der Schieneninfrastruktur des ÖPNV in den Kommunen. Dazu gehören U-Bahnen, Straßenbahnen und Stadtbahnen sowie S-Bahnen und Regionalzüge. Bis 2016 stehen dafür insgesamt 1,7 Mrd. Euro bereit. Davon gehen rund 1,3 Mrd. Euro in die alten, 400 Mio. Euro in die neuen Länder.

(Quelle: BMVBS)

Bayern legt Förderprogramm für ÖPNV auf

17. August 2012

Das Bayerische Verkehrsministerium gab heute bekannt, dass es in den kommenden fünf Jahren zusätzlich zehn Millionen Euro in die Mobilität im ländlichen Raum investieren wird. „Damit wollen wir die bestehenden ÖPNV-Angebote flexibler und nachfrageorientierter machen“, so Bayerns Verkehrsstaatssekretärin Katja Hessel. Die Aufgabenträger des allgemeinen ÖPNV können bis zu 70 Prozent von Betriebskostendefiziten für Rufbusse oder Anrufsammeltaxis als Anschubförderung erhalten. Für diesen Baustein des Aktionsplans ‚Demografischer Wandel’ werde das Bayerische Verkehrsministerium in den Jahren 2012 bis 2016 zusätzlich jährlich zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen, heißt es.

Der demografische Wandel wirke sich zunehmend auf den öffentlichen Personennahverkehr in ländlichen Räumen aus. Klassische Linienverkehre, die sich dort vorwiegend aus der Schülerbeförderung finanzieren, werden immer unwirtschaftlicher. Mit der Ergänzung der bestehenden Systeme um bedarfsorientierte Bestandteile will man der Bevölkerung in Bayern attraktive öffentliche Mobilitätsleistungen anbieten, heißte es aus dem Verkehrsministerium. Das neue Förderprogramm wird im Herbst 2012 anlaufen und von den Bezirksregierungen umgesetzt.  

(Quelle: STMWIVT)

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