Archiv für das Tag 'GDL'

GDL unterzeichnet Tarifvertrag mit agilis

12. Juni 2013

GDL, agilis Verkehrsgesellschaft und agilis Eisenbahngesellschaft haben gestern ihren ersten Tarifvertrag unterzeichnet. Dies ist nicht nur der erste Tarifvertrag zwischen der GDL und dem Regensburger Unternehmen, sondern den Angaben der GDL zufolge zugleich der erste Tarifvertrag, den die GDL im Bundesland Bayern mit einem privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen abschließt. Bisheriger Tarifpartner der agilis war die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).

(PM GDL)

GDL beendet Personalquerelen

15. Mai 2013

“Die Generalversammlung hat die Personalquerelen beendet.“ Das erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky nach der außerordentlichen Generalversammlung vom 14. bis 15. Mai 2013 in Berlin. Die beiden stellvertretenden Bundesvorsitzenden Norbert Quitter und Lutz Schreiber sind von den mehr als 200 Delegierten mit  84/75 Prozent in ihren Ämtern bestätigt worden. Schreiber war bisher Vorsitzender des GDL-Bezirks Nord und Quitter war der Geschäftsführer des FairnessPlan e.V. und bereits stellvertretender GDL-Bundesvorsitzender der Jahre 2008 bis 2012.

 Die stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurden zwar bereits am 15. und 16. April 2013 vom GDL-Hauptvorstand gewählt. Der GDL-Hauptvorstand hat aber die Durchführung einer außerordentlichen Generalversammlung zur Wahl beschlossen.

(PM GDL)

 

Gewerkschaft fordert Ausstieg aus Stuttgart 21

5. März 2013

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn soll heute der Erhöhung des Finanzierungsrahmens des umstrittenen Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 um zwei Milliarden Euro nicht zustimmen. Das forderte der Hauptvorstand der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach eingehender Bewertung der Chancen und Risiken in der Hauptvorstandssitzung vom 4. bis 6  März 2013 in Eisenach.

„Die Bahn und damit letztendlich die Beschäftigten, die die Mehrkosten erarbeiten müssen, sollen die Projektmehrkosten alleine tragen. Schon dadurch wird eine Zustimmung für ein Aufsichtsratmitglied auf der Arbeitnehmerseite unverantwortlich“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky und weiter: „Mit dem heutigen Kenntnistand würde man ein solches Projekt überhaupt nicht beginnen. Zum Schutz des Unternehmens dürfte ein verantwortungsvoll agierender Aufsichtsrat keine Zustimmung geben. Es soll nur wegen der hohen Ausstiegskosten weitergebaut werden und weil es angeblich an Alternativen fehlt.“

Die Weiterführung des Projekts führe bereits heute, laut Gewerkschaft, zu einer negativen Eigenkapitalrendite. Deshalb müsse vordringlich und sorgsam Alternativen zum geplanten Tiefbahnhof geprüft werden, wie eine Modernisierung und ein Teilumbau des bestehenden Kopfbahnhofs, so Weselsky. Alles in Allem sei es zwingend notwendig, dass die Verantwortlichen endlich den Mut haben, aus dem umstrittenen Projekt auszusteigen.

(PM GDL)

GDL: Kein fliehendes Bahn-Personal

12. Dezember 2012

Am Sonntag gab es zahlreiche Verspätungen im Bahnverkehr. Die Züge konnten aufgrund des starken Schneefalls nicht so schnell fahren und wegen der Einschränkungen im Flugverkehr nutzten auch viel mehr Leute den Zug. Dazu erklärt so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky: ”Während man sowohl Staus auf der Straße als auch Flugausfälle als gottgegeben hinnimmt, schimpft man selbst bei der kleinsten Verspätung auf die Bahn.” Die größten “Blitzableiter” seien dabei die Zugbegleiter, die bei Verspätungen viele Zusatzaufgaben zu erledigen haben.

Der GDL kritisiert darüber hinaus die Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die in Anlehnung an Martin Walsers „Ein fliehendes Pferd“ die Glosse „Ein fliehendes Personal“ veröffentlicht hatte. Im Tenor werde unterstellt, dass sich Zugbegleiter bei Verspätungen verstecken, um dem Ärger der Fahrgäste zu entgehen. „Das tun sie mit Sicherheit nicht“, sagt Weselsky dazu, „denn genauso wie die Lokomotivführer wollen die Zugbegleiter nichts anderes als die Züge sicher und pünktlich von A nach B bringen.” Zugbegleiter würden alles tun , damit die Fahrgäste zufrieden sind und seien kein fliehendes Personal, so der GDL-Bundesvorsitzende.

(Quelle: GDL)

“Das ist ein Stück aus dem Tollhaus”

17. Oktober 2012

„Das ist ein Stück aus dem Tollhaus.“ Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky folgende Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Arbeitgebertag in Berlin: „Es müsste doch binnen eines Abends möglich sein, ein Gesetz über die Tarifeinheit hinzubekommen.“

„Dass sich Arbeitgeber und schwache Gewerkschaften ein solches Gesetz wünschen, ist nachvollziehbar, denn die Tarifeinheit wird unweigerlich zur Schwächung bis hin zur Zerstörung von starken Berufsgewerkschaften führen. Dass aber selbst hochrangige Politiker glauben, die grundgesetzlich geschützte Koalitionsfreiheit unverblümt in Frage stellen zu können, ist schon ein Stück aus dem Tollhaus“, so Weselsky. Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz besagt: „Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet.“

Und genau das verhindert die Tarifeinheit. Die GDL könnte in Zukunft weder Tarifverträge für ihre Mitglieder abschließen, noch streiken, wenn ein Tarifvertrag mit einer zahlenmäßig größeren Gewerkschaft im Unternehmen bestünde − und dies, obwohl sie die Interessen drei Viertel aller Lokomotivführer Deutschlands vertritt. Ein Rechenbeispiel belegt die Absurdität: Bei einer Tarifeinheit könnte die GDL sicher keine Tarife mehr bei der Deutschen Bahn schließen, selbst wenn sie 100 Prozent des Zugpersonals (40 000 Lokomotivführer, Lokrangierführer, Zugbegleiter und Mitarbeiter der Bordgastronomie) organisieren würde. Die Konkurrenz müsste von den restlichen 160 000 DB-Mitarbeitern hingegen nur 25 Prozent plus X organisieren. „Es liegt auf der Hand, dass Arbeitgeber Tarife lieber mit einer schwachen Gewerkschaft schließen“, so der GDL-Bundesvorsitzende.

Weselsky: „Die Behauptung von Arbeitgebern, dass Tarifeinheit für den sozialen Frieden notwendig sei, ist falsch.“ 2011 gab es laut WSI 300 Ausfalltage wegen Streiks, nur 2010, im Jahr in dem sich das Bundesarbeitsgericht (BAG) hinter den Grundsatz der Tarifpluralität gestellt hatte, waren es noch weniger. Die Ausfalltage sind seit 2006, damals gab es noch 1.610, stark gesunken. Auch im internationalen Vergleich liegen die Ausfalltage durch Arbeitskämpfe in Deutschland am unteren Ende. „Am besten für den sozialen Frieden ist es, wenn die Beschäftigten faire Löhne erhalten. Und dafür steht die GDL. Das Soziale in der Marktwirtschaft hängt maßgeblich von der Stärke der Gewerkschaften ab.“

Nachdem sich das BAG 2010 hinter den Grundsatz der Tarifpluralität gestellt hatte, starteten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine Initiative mit dem Ziel, diese Gerichtsentscheidung gesetzgeberisch wieder rückgängig zu machen. Nachdem sich die größte DGB-Mitgliedsgewerkschaft ver.di auf Druck der Basis von der Initiative verabschiedet hatte, musste auch der Dachverband davon Abstand nehmen.

[Quelle: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)]

GDL fordert sieben Prozent mehr Lohn

1. Juni 2012

Sieben Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten: Mit dieser Forderung wird die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in die Entgeltrunde zum Flächentarifvertrag BuRa-LfTV bei der Deutschen Bahn und den Schienengüterverkehrsunternehmen im Sommer gehen. Das beschloss die Bundestarifkommission der GDL heute im bayerischen Bad Wörishofen. Die Tarifverträge laufen am 30. Juni 2012 aus.

(Quelle: GDL)

Weiterhin Streiks bei der metronom

21. Juni 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Lokomotivführer der metronom Eisenbahngesellschaft mbH seit gestrigem Montag zu einem Arbeitskampf aufgerufen. Das Ende des Streiks wird die GDL gesondert bekannt geben. Auch am heutigen Dienstag wird der metronom bestreikt. Die GDL reagiert damit auf die andauernde Weigerung der metronom, substanzielle Angebote zu den geforderten inhaltsgleichen tarifvertraglichen Rahmenregelungen für Lokomotivführer und den Betreiberwechseltarifvertrag vorzulegen. Erst am Freitag hatte das Unternehmen die gerade aufgenommenen Tarifverhandlungen mit der lapidaren Erklärung zum Scheitern gebracht, dass die Gesellschafter die GDL-Forderungen schlicht und einfach ablehnen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, so der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Lutz Schreiber. „Für Scheinverhandlungen mit einer offenbar völlig abgehobenen Geschäftsführung stehen wir nicht zur Verfügung.“ Für die GDL sieht es klar danach aus, dass die metronom von den Gesellschaftern, allen voran der italienischen Netinera-Gruppe, an die Wand gefahren werden soll. Vor allem die kürzlich nicht erfolgten Bewerbungen auf Ausschreibungen mit dem hohen Tarifniveau der metronom erhärten den Eindruck, dass der Wettbewerb nach dem Willen der Gesellschafter weiterhin über das Einkommen und damit auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden soll. „Umso wichtiger sind die Rahmenregelungen und ein von allen Eisenbahnverkehrsunternehmen unterzeichneter Betreiberwechseltarifvertrag, wie die GDL ihn konzipiert und bereits mit mehreren Unternehmen abgeschlossen hat. Nur dieser bietet den notwendigen Schutz für die Beschäftigten“, so Schreiber. Er forderte die metronom auf, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und den Konflikt nicht weiter auf dem Rücken der Fahrgäste auszutragen.

GDL beendet 60-Stunden-Streik

21. April 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihren 60-Stunden-Streik bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen um 2.00 Uhr beendet. Die Gewerkschaft hatte seit Montag die Konkurrenten der Deutsche Bahn (DB) bestreikt. Es war der bisher längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt. Die GDL will für alle Lokführer in Deutschland einen Rahmentarifvertrag durchsetzen. Noch während des 60-Stunden-Ausstandes hatte die GDL angekündigt, den Arbeitskampf bis mindestens Ende April auszusetzen. „Die Streikpause gibt allen Beteiligten Gelegenheit, eine Lösung des Konflikts aufzugreifen“, schreibt die Gewerkschaft auf ihrer Internetseite. Veolia wirft der Gewerkschaft unterdessen vor, die Öffentlichkeit mit „klassenkämpferischen Parolen“ für sich einnehmen zu wollen. Außerdem gehe sie in manchen Betrieben „mit unlauteren Mitteln“ gegen Lokführer vor und versuche, diese einzuschüchtern. Ulrike Haber-Schilling (Leiterin Personal bei Veolia) erklärt, die Gewerkschaft schüre „mit falschen Behauptungen Neid und Missgunst unter den Beschäftigten”. Außerdem würde die GDL in der Öffentlichkeit zudem gezielt Falschmeldungen verbreiten.

Der am Freitag zwischen GDL und DB ausgehandelte Tarifvertrag ist dagegen besiegelt. Die Tarifkommission der GDL gab dem Vertragspaket ihre Zustimmung.

Lokführer setzen Arbeitskampf fort

20. April 2011

Der Lokführerstreik bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen führt weiter zu Problemen. Im Durchschnitt seien gestern (19. April) rund 70 Prozent der Züge der bestreikten Unternehmen ausgefallen, erklärt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die Gewerkschaft will für alle 26.000 Lokführer einheitliche Tarifstandards durchsetzen. Maßstab dafür ist der Rahmentarifvertrag mit der Deutsche Bahn (DB), den GDL und DB am vergangenen Freitag (15. April) geschlossen hatten. Unterdessen warnt der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt: „Ohne Tarifeinheit droht unsere Tarifautonomie kaputt zu gehen. Laufend entstehen neue Spartengewerkschaften. Sie wollen aber ihr Erpressungspotenzial gegen die Betriebe einsetzen, um mehr für sich rauszuholen.“

Ihren Streik  begann die GDL am Montagmittag. Der Ausstand soll bis 2 Uhr am Donnerstagmorgen andauern. Nach Abschluss des 60-stündigen Streiks wird die GDL über die Osterfeiertage keine Arbeitskämpfe durchführen.

 

Liste der bestreikten Unternehmen

AKN Eisenbahn AG, Abellio Rail NRW GmbH, Bayerische Regiobahn GmbH, Berchtesgadener Land Bahn GmbH, cantus Verkehrsgesellschaft mbH, HLB Basis AG, HLB Hessenbahn GmbH, Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL), metronom Eisenbahngesellschaft mbH, Mitteldeutsche Regiobahn, Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB), Nord-West-Bahn GmbH, ODEG Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft mbH, Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE), Ostseeland Verkehr GmbH (OLA), Prignitzer Eisenbahn (Betriebsteil NRW), vectus Verkehrsgesellschaft mbH, Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH, Vogtlandbahn GmbH, Westfalenbahn GmbH

Weitere Infos:

Über Zugausfälle informiert die DB unter der Hotline: 0 80 00- 99 33 66.

Die GDL informiert unter:  0 69/4 05 70 91 12 und auf ihrer Homepage: www.gdl.de

Arbeitgeberpräsident kritisiert GDL

19. April 2011

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt kritisiert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die GDL missbrauche als Minderheitsgewerkschaft das Streikrecht für die Sonderinteressen einer kleinen Gruppe. Damit lege sie den gesamten Betrieb lahm und schädige Bahnkunden und Wirtschaft, meint Hundt.

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