Archiv für das Tag 'EVG'

Bundesrat billigt Eisenbahnpaket

5. Mai 2013

Der Bundesrat hat am Freitag über wichtige bahnpolitische Themen. Auf der Tagesordnung stand unter anderem das 4. EU-Eisenbahnpaket. Der entsprechende Ausschuss der Länderkammer empfahl die Annahme der Richtlinien, die unter anderem verschärfte Regeln zur Trennung von Netz und Betrieb beinhalten.

Der Finanz- und der Wirtschaftsausschuss der Länderkammer haben die „Kenntnisnahme“ des Papiers von EU-Verkehrskommissar Kallas empfohlen. Nachbesserungen werden im Detail gefordert, grundsätzlich erklärt sich der Bundesrat aber einverstanden.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgwerkschaft EVG, die sich dezidiert gegen “Zerschlagung” der Deutschen Bahn AG im Zuge der von der EU-Kommission angestrebten Trennung von Netz und Betrieb ausspricht, hatte im Vorfeld der Sitzung an die SPD-regierten Länder appelliert, bei ihrer ursprünglichen Linie zu bleiben und die Trennung von Netz und Betrieb abzulehnen.

(PM EVG/red)

DB und EVG einigen sich in Tarifstreit

25. März 2013

Mit der Zustimmung der EVG zum abschließenden Verhandlungsangebot der DB ist die Entgelt-Tarifrunde zwischen Deutscher Bahn und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) beendet. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 19 Monaten und endet am 31. Juli 2014. Danach steigen die Einkommen von rund 130.000 DB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zwei Stufen um jeweils drei Prozent zum 1. Mai 2013 und zum 1. April 2014. Außerdem wurde eine Einmalzahlung von 500 Euro vereinbart. Die betriebliche Altersvorsorge wird zum 1. Juli 2014 um einen weiteren Prozentpunkt erhöht. Die zweistufige Entgeltsteigerung gilt bei teilweise längerer Laufzeit ebenfalls für die Mitarbeiter der DB Dienstleistungen.  DB-Personalvorstand Ulrich Weber begrüßt die Zustimmung der EVG zum DB-Angebot, betont aber, dass sein Unternehmen damit ”an die Grenzen des Verkraftbaren” gehe.

(PM DB)

Bundesweite Warnstreiks der EVG beendet

18. März 2013

Die am frühen Montagmorgen angelaufenen Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind beendet. Die bestreikten Einrichtungen arbeiten wieder nach Plan. Seit dem frühen Montagmorgen war es in zahlreichen Bundesländern zu teilweise erheblichen Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr gekommen. Über 150 Züge fielen ganz oder teilweise aus. Hinzu kamen mehrere hundert verspätete Züge. Auch der Güterverkehr war betroffen.
Bis in den Abend hinein ist weiterhin mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

Kunden der DB können sich weiterhin über die noch bestehenden Auswirkungen informieren. Auskünfte sind erhältlich unter der Kunden-Hotline 01805 99 66 33 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min.), unter www.bahn.de/aktuell, www.facebook.com/dbbahn, in den Reisezentren der DB sowie an der DB Information auf den Bahnhöfen.

Für Reisende, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle bzw. Verspätungen ihre Reise nicht antreten konnten bzw. abbrechen mussten, gelten folgende Kulanzregelungen: Zuggebundene Fahrkarten können für die nächstmögliche frühere oder spätere Reiseverbindung (auch IC-/EC- bzw. ICE-Züge) genutzt werden. Fahrkarten und Reservierungen, die am Streiktag gültig sind, werden kostenfrei erstattet.
[Quelle: Deutsche Bahn AG]

Warnstreikankündigung der EVG

18. März 2013

Die Deutsche Bahn hat mit Verwunderung und  Unverständnis auf die Warnstreikankündigung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) reagiert. Der DB Konzern hält die Streiks gegenüber dem von der DB vorgelegten Tarifangebots für unverhältnismäßig. Nach Auffassung der DB liegt ein vernünftiges Angebot mit Einkommenssteigerungen und höherer betrieblicher Altersvorsorge auf dem Tisch.

Sollten Warnstreiks  wie für den heutigen Montag angekündigt stattfinden, ist  mit Behinderungen im Bahnverkehr zu rechnen. Die DB fordert die EVG auf, umgehend die Orte der Streiks zu benennen, damit sich die Fahrgäste besser einstellen können.

Die DB wird versuchen, flexibel auf Arbeitsniederlegungen zu reagieren, um die Auswirkungen für die Reisenden soweit möglich zu begrenzen. Sobald am Montagmorgen Ort, Umfang und Ausmaß der Aktionen erkennbar sind, wird die DB die Reisenden aktuell über  Auswirkungen informieren.Details sind ab dann unter anderem erhältlich unter

  • der Kunden-Hotline 01805 99 66 33 und
  • www.bahn.de/aktuell, www.facebook.com/dbbahn sowie
  • in den Reisezentren der DB.

[Quelle: Deutsche Bahn AG]

Bayerisches Fachkräfteportal der Bahnbranche online

12. Februar 2013

Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil hat heute die Internetseite www.bahn-frei-zukunft.de freigeschaltet, die als Produkt einer Kooperation des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. VDV, des Verbands Deutscher Eisenbahnfachschulen e.V. VDEF, verschiedener bayerischer Eisenbahnverkehrsunternehmen und der größten Eisenbahnergewerkschaft, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, entstanden ist. „Unsere Bahnbranche in Bayern bewegt was und sich selbst auch. Ich freue mich, dass hier die unterschiedlichsten Parteien mit viel Dampf in die gleiche Richtung anschieben. Es ist nicht selbstverständlich, dass untereinander im Wettbewerb stehende Firmen über den Tellerrand hinaus schauen, um auf der Suche nach Fachkräften ein Gemeinschaftsprojekt zu starten“, lobt Zeil.

Das Eisenbahn-Fachkräfteportal ist ein konkretes Projekt der Initiative ‚Runder Tisch Fachkräfteoffensive Bahn Bayern‘. Darüber hinaus hat sich vor zwei Monaten ein Fachkongress im Bayerischen Verkehrsministerium mit dieser Thematik “Fachkräftemangel” befasst.

[Quelle: Bayerisches Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr]

OHE will Gütersparte verkaufen

14. Januar 2013

Teile der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) aus Celle stehen Medienberichten zufolge möglicherweise vor dem Verkauf. Betriebsrat und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fürchten eine Zerschlagung des Unternehmens und den Verlust von bis zu 260 Arbeitsplätzen, berichtet die in Hannover erscheinende “Neue Presse” in ihrer Ausgabe vom letzten Freitag.

Der Aufsichtsrat der OHE hat beschlossen, Käufer für die Gütersparte der OHE zu suchen, bestätigte Vorstandchef Wolfgang Birlin der Zeitung. In Branchenkreisen gilt die TX Logistik, eine Tochter der italienischen Staatsbahn FS, als möglicher Interessent. Auch das Management der OHE um Birlin prüfe ein eigenes Angebot, sagte der Vorstandvorsitzende der “Neuen Presse”.

Die italienische FS ist bereits an der OHE beteiligt. Betriebsrat und Gewerkschaft EVG fürchten aber um den Bestand der OHE, wenn die Gütersparte herausgelöst wird. TX Logistik werde an der Verwaltung in Celle kein Interesse haben. Auch das eigene Streckennetz der OHE stehe in Frage, sagte der Betriebsratsvorsitzende Wilfried Tinat: “Das wird ein Sterben auf Raten.” Zur OHE gehören auch die Bahngesellschaften Metronom und Erixx. Es sei zu befürchten, dass die OHE nur als rechtliche Hülle für die Beteiligungen erhalten werden solle, sagte der Betriebsratschef.

(Quelle: OTS/NP)

EVG: Trennung von Netz und Betrieb schon 2019?

19. Dezember 2012

Die EU-Kommission will die Trennung von Netz und Betrieb weiter vorantreiben und hat als Start das Jahr 2019 vorgesehen. Aktuellen Meldungen zufolge wolle EU-Verkehrskommissar Kallas bereits vier Jahre früher als ursprünglich geplant eine klare rechtliche Trennung zwischen Netzinfrastruktur und Bahnbetrieb durchsetzen, meldete am Dienstag die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Konkrete Pläne zur Umsetzung sollen den Angaben zufolge offiziell erst im Januar vorgestellt werden.

Die Kommission verspricht sich von der beschleunigten Trennung mehr und besseren Wettbewerb in Europa, ohne dass es zu einer Benachteiligung von neuen Eisenbahnverkehrsunternehmen am Markt komme. Die EVG habe das Vorhaben immer scharf kritisiert, da es den Schienenverkehr insgesamt schwächen würde. Brüssel ignoriere bei seinem Vorgehen offenbar eine Vielzahl von praktischen Erfahrungen. Erst kürzlich habe sich Frankreich entschlossen, die 1997 eingeleitete Trennung von Netz und Betrieb wieder rückgängig zu machen.

(Quelle: EVG)

Busverkehr darf nicht zur Niedriglohnbranche werden

17. Oktober 2012

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnt die Deutsche Bahn davor, im Busbereich weitere Tochtergesellschaften auszugründen. Marktrisiken dürften nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen. Die EVG werde sich mit allen Mitteln dagegen wehren, dass die Busbranche zu einer Niedriglohnbranche verkommt. Gemeinsam mit ver.di will die EVG die Tarifstrukturen in  der Branche neu ordnen. Ziel muss es sein, in den Bundesländern ein einheitliches Bezahlungsniveau zu erreichen.

“Es ist eine Sauerei, wenn Marktrisiken einseitig auf die Beschäftigten abgewälzt werden”, sagte EVG-Vorstandsmitglied Reiner Bieck. “Wir erleben jetzt in Bayern zum zweiten Mal binnen kurzem, dass Beschäftigte in Billigtöchter abgedrängt werden sollen. Dieses Beispiel darf keine Schule machen.” Die EVG werde sich mit allen Mitteln dagegen wehren, dass der  Busverkehr zu einer Niedriglohnbranche wird, dass Busfahrer mit ihrem Lohn ihre Familien nicht mehr ernähren können und das zum Leben notwendige Geld nur durch soziale Zuschüsse erreichen.”  

Bei der zum DB-Konzern gehörenden Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF) werden derzeit befristet Beschäftigte dazu gedrängt, zu der Regio Bus Bayern zu wechseln. Dort sind die Tariflöhne 20 Prozent niedriger. In Hessen war der Konzern beim Unternehmen Regionalverkehr Kurhessen (RKH) bereits ebenso vorgegangen. In beiden Fällen wurde das Vorgehen damit begründet, dass mit den bestehenden Tariflöhnen keine Ausschreibungen mehr gewonnen werden können.

“Das ist eine reine Schutzbehauptung”, so Bieck. “Die Arbeitgeber sind bisher jeden Beweis dafür schuldig geblieben, dass sie nur auf Grund der vorhandenen Tarifverträge nicht mehr konkurrenzfähig sein sollen.” Gleichwohl müsse der Ausschreibungswettbewerb in der Busbranche dringend reguliert werden. “Landkreise und Kommunen  bevorzugen mehr und mehr das billigste Angebot.” Das Ergebnis sei “öffentlich gefördertes Lohn- und Sozialdumping.” Der Gewerkschafter kündigte an, gemeinsam mit ver.di die Tarifstrukturen in der Branche neu zu ordnen. “Derzeit nutzen es Besteller und Unternehmen aus, dass es unterschiedliche Tarifverträge gibt. Dem wollen wir einen Riegel vorschieben.” Ziel müsse es sein, in den Bundesländern ein einheitliches Bezahlungsniveau zu erreichen, um endlich auch in diesem Bereich den Lohnwettbewerb nach unten zu beenden.”

[Quelle: Eisenbahnverkehrsgewerkschaft (EVG)]

EVG: “elektrifizierter Schildbürgerstreich”

4. Juni 2012

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnt vor Ideen, die Autobahnen mit Oberleitungen zu versehen, um damit den Schwerlastverkehr zu elektrifizieren. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hatte entsprechende Pläne präsentiert. Damit sollen CO2-Emissionen durch den Lkw reduziert werden. Anlass ist das erwartete Wachstum bei den Transportraten. Die Kosten für ein solches Vorhaben beziffert das Beratergremium in der Startphase auf rund 14 Milliarden Euro. 

Als „elektrifizierten Schildbürgerstreich“ kritisierte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner den Vorschlag. Elektromobilität werde in Deutschland bereits praktiziert, gerade auch im Schienengüterverkehr. „96 Prozent der Verkehre werden hier elektrifiziert gefahren“, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende. Ein paralleles System auf der Straße errichten zu wollen sei daher „vollkommen überflüssig und widersinnig“.

(Quelle: EVG)

DB-Beschäftigte erhalten 300 Euro

15. Mai 2012

Die rund 135.000 Beschäftigten der Deutschen Bahn AG erhalten für 2011 eine Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 300 Euro. Darauf habe man sich in einer tariflichen Vereinbarung mit den Arbeitgebern verständigt, so eine Mitteilung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Anlass seien die guten Wirtschaftszahlen der DB AG. Beschäftigte der Deutschen Bahn AG werden damit für das abgelaufene Geschäftsjahr am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns beteiligt. Die Gewerkschaft fordert darüber hinaus, dass auch für die bei der DB AG beschäftigten Beamten eine ähnliche Regelung gefunden werden müsse.

(Quelle: EVG)

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