Archiv für das Tag 'EU'

EIB unterstützt Region Bretagne mit 300 Mio. EUR

8. Oktober 2012

Ein erster Vertrag über 100 Mio. Euro zur Finanzierung des geplanten Hochgeschwindigkeitsprojekts in der Bretagne (Bretagne à grande vitesse) wurde am 28. September 2012 in Rennes von Philippe de Fontaine Vive, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), und Pierrick Massiot, Präsident der Region Bretagne, unterzeichnet. Das Gesamtvolumen dieser Unterstützung beträgt 300 Mio. Euro. Mit dieser Unterschrift erreicht das gesamte Engagement der EIB zum Hochgeschwindigkeitsprojekt Bretagne insgesamt 853 Mio. Euro und bestätigt damit ihre Position als größter öffentlicher Investor für dieses wichtige Projekt im Zusammenhang mit der Modernisierung und der Erweiterung der transeuropäischen Netze (TEN).

(Quelle: EU-Kommission)

 

DB setzt auf neues Bremssystem

8. Oktober 2012

Die Deutsche Bahn hat am 2. Oktober 2012 in Bingen am Rhein die ersten von 1.250 Güterwagen präsentiert, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geförderten Programms “Leiser Rhein” auf Verbundstoffsohlen, sogenannte “Flüsterbremsen”, umgerüstet werden. “Flüsterbremsen” rauen die Räder weniger auf, wodurch eine Lärmreduzierung von zehn Dezibel erreicht wird, die das menschliche Ohr als Halbierung des Lärms wahrnimmt. DB Schenker Rail, die Güterbahn der DB, ist damit die erste Eisenbahn in Deutschland und der EU, die eine Umrüstung von Grauguss-Bremssohlen auf die leiseren Sohlen an ihren Bestandsfahrzeugen vornimmt.

(Quelle: Deutsche Bahn)

EU-Verkehrskommissar Kallas fordert ehrgeizige Bahn-Reformen

18. September 2012

Auf der Weltleitmesse für Schienenverkehrstechnik, InnoTrans in Berlin, fordert EU-Verkehrskommissar Siim Kallas ehrgeizigere Reformen für einen effizienten und innovativen europäischen Eisenbahnsektor. Kallas, der auch Vizepräsident der Europäischen Kommission ist, eröffnete die InnoTrans heute (Dienstag) und diskutierte anschließend mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube. Die von Kallas geforderten Reformen sollen sowohl für die Beförderung von Gütern als auch von Personen gelten. Immer noch behinderten abweichende Regeln und Standards den Schienenverkehr im europäischen Binnenmarkt und schotteten die Mitgliedstaaten ihre Märkte ab, sagte der Kommissar. Mehr als 11.000 unterschiedliche Regeln gelten derzeit im Eisenbahnsektor.  Mehr

(Quelle: Europäische Kommission)

EU startet Konsultationen für “Marco Polo”

20. Juni 2012

Um den Güterverkehr umweltfreundlicher und staufreier zu gestalten, stellt die EU-Kommission über 64 Millionen Euro bereit. In einer heute (Mittwoch) gestarteten Konsultation ruft sie interessierte Unternehmen und Geschäftsleute auf, sich mit ihren Projekten um die finanzielle Unterstützung des Förderprogramms Marco Polo zu bewerben. Damit soll mehr Güterverkehr auf alternative Verkehrsträger wie Kurzstreckenseeverkehr, Binnenschifffahrt und Bahn verlagert werden, um den Straßenverkehr zu entlasten und den Güterverkehr insgesamt “grüner” zu machen. Die ausgewählten führenden Projekte werden fünfjährige Verträge für Fördermittel erhalten. Eingereicht werden können die Vorschläge bis zum 21. September 2012 unter dieser Webseite.  Informationen auf deutsch für den Einstieg in das Programm gibt es auf der Seite Marco Polo Kontaktstelle Niedersachsen. Niedersächsische Unternehmen können über die Kontaktstelle eine umfassende Beratung kostenlos in Anspruch nehmen.

(Quelle: EU-Kommission/MP Kontaktstelle Niedersachsen)

Interoperabilität: EU droht mit Klage und Strafgeldern

31. Mai 2012

Mehr Wettbewerb auf der Schiene: Die Europäische Kommission hat gegen Deutschland und drei weitere Staaten die zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens eingeleitet. Dies geht aus einer aktuellen Mitteilung der Europäischen Kommission hervor. Deutschland, Frankreich, Polen und Portugal hätten die Richtlinie über die Eisenbahninteroperabilität bis zum 31. Dezember 2011 in nationales Recht umsetzen müssen. Komme Deutschland der Aufforderung nicht nach, so könne die EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof klagen und Strafgelder einfordern, heißt es.

Die Interoperabilität ist eine europäische Initiative und dient der Verbesserung der Wettbewerbsposition des Bahnsektors, damit er wirksamer mit anderen Verkehrsträgern konkurrieren kann. Dies geschieht mit Hilfe eines Rechtsrahmens, der die technische Harmonisierung und Normung der europäischen Eisenbahnen fördert und einheitliche Genehmigungsverfahren für die Inbetriebnahme von Eisenbahnausrüstungen vorsieht.

(Quelle: PM EU-Kommission)

EU-Staaten zu Investitionen verpflichten

7. September 2010

Die EU-Kommission plant eine stärkere Öffnung für private Unternehmen im Schienengüterverkehr in Europa, verlautbart die “Financial Times Deutschland” (FTD). Eine stärkere Trennung im Personenverkehr von Betrieb und Netz sei hingegen noch nicht geplant, so die FTD weiter.
Für die Deutsche Bahn zumindest ein Teilerfolg, meint die FTD, denn Bahnchef Rüdiger Grube habe schon länger versucht, diesen Passus in dem Entwurf zur Reform der Eisenbahnrichtlinie abzuschwächen. Weiter heißt es, dass geplant sei, die EU-Staaten zu Investitionen in die Infrastruktur zu verpflichten.

EU-Kommission unternimmt rechtliche Schritte wegen mangelhafter Umsetzung des Eisenbahnpakets

25. Juni 2010

Die Europäische Kommission hat am 24. Juni entschieden, 13 Mitgliedstaaten vor dem Europäischen Gerichtshof zu verklagen, weil sie mehrere Elemente der grundlegenden Rechtsvorschriften des so genannten „ersten Eisenbahnpakets“ zur Marktöffnung im Schienenverkehr nicht richtig umgesetzt haben (geänderte Richtlinie 91/440/EWG und Richtlinie 2001/14/EG). Laut Medienberichten sind n Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn wichtige Aspekte der Liberalisierung der Eisenbahnmärkte immer noch nicht geklärt. Die Mitgliedstaaten mussten diese Richtlinien bis zum 15. März 2003 umsetzen. Werden diese Maßnahmen zur Öffnung des Schienenverkehrsmarktes nicht durchgeführt, so können die Eisenbahnunternehmen keine Verkehrsdienste in anderen Mitgliedstaaten anbieten und den Eisenbahnkunden wird eine größere Auswahl an wettbewerbsfähigen Eisenbahndiensten vorenthalten.

Verbesserung des Handels in Europa

22. Juni 2010

Ein reibungsloser Handelsfluss zwischen EU-Ländern benötigt ein effizientes, internationales Frachtsystem. Die Europäische Politik fördert auf dem gesamten Kontinent den Schienengüterverkehr und will sich von dem teuren und umweltbelastenden Straßenverkehr weitgehend verabschieden. Für die erfolgreiche Umsetzung muss in ganz Europa ein einheitliches, integriertes Schienengütersystem eingeführt und betrieben werden.
Ein EU-finanzierte Projekt “Implementing change in the European railway system” (Reorient) hat untersucht, wie der Schwerpunkt vom Straßenverkehr auf ein reibungsloses Bahnsystem in ganz Europa gelenkt werden könnte. Ziel war es, die Hindernisse für diese Umstrukturierung zu ermitteln und zu bewerten. Außerdem Probleme zu analysieren, die durch Inkompatibilität der Technologien und Infrastrukturen in den einzelnen Ländern entstehen.
Die wichtigste Voraussetzung für die Entwicklung eines reibungslosen Systems ist eine technische Harmonisierung über die Grenzen hinaus, was europaweit Anklang fand.
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung des Handels in Europa besteht darin, dass die Hauptakteure in Verbindung bleiben.

EU verlangt Güterverkehr-Korridore

19. Juni 2010

Am 15.6. ist die Entscheidung im Straßburger Parlament gefallen: Trotz deutscher Gegenwehr verordnet die EU die Einrichtung von drei Güterverkehr-Korridoren auf der Schiene. Dem Güterverkehr wird Vorrang eingeräumt. Die Deutsche Bahn befürchtet als Folge drastische Auswirkungen auf den Personenverkehr. Die EU-Entscheidung könnte hier zu Lande höhere Preise und Fahrplanchaos nach sich ziehen. “Die Verordnung ist für den Personenverkehr der Deutschen Bahn fatal,” sagte Grube. Die EU-Mitgliedstaaten müssen in Zukunft Schienenkorridore einrichten, auf denen der Güterverkehr zwischen zwei Ländern Vorfahrt vor dem Nah- und Fernverkehr hat. Die EU will so den Gütertransport auf der Schiene fördern. Bisher werden rund 75 Prozent aller Güter auf der Straße transportiert. Die Koordination der Korridore soll künftig von einer zentralen europäischen Behörde übernommen werden.

Fördermittel: Bewerbungsfrist für „Marco Polo 2“ läuft

16. März 2010

Mit dem Programm „Marco Polo 2“ der Europäischen Union werden Projekte gefördert, die Staus auf europäischen Straßen vermeiden helfen und die Umweltfreundlichkeit des Güterverkehrssystems verbessern sollen. Unternehmen aus der gesamten Europäischen Unionen und anderen Ländern können sich um die Fördermittel ab sofort bewerben. Den Unternehmen, deren Vorschläge in der vergleichenden Bewertung am besten abschneiden, werden Förderverträge für die Dauer von bis zu fünf Jahren angeboten. Im Vordergrund stehen Aktionen zur Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene oder hin zur Binnenschifffahrt, zur Überwindung struktureller Hindernisse auf dem Güterverkehrsmarkt in der Europäischen Union und Aktionen für eine bessere Zusammenarbeit und Know-how-Austausch zwischen den Akteuren der Logistikkette.

Für 2010 stehen Fördermittel von 64 Millionen Euro bereit. In diesem Jahr können sich auch einzelne Unternehmen um eine Förderung im Programm „Marco Polo“ bewerben. Außerdem gelten niedrigere Schwellenwerte, so dass sich kleinere Unternehmen leichter beteiligen können. (PM EU)

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