Archiv für das Tag 'Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)'

EVG fordert: Fachkräftemangel endlich ernst nehmen

5. April 2013

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert die Bahnunternehmen in Deutschland auf, schnell mehr Fachkräfte einzustellen und deutlich mehr auszubilden. Der Fachkräftemangel nehme allmählich kritische Züge an, heißt es von der EVG. Laut einer aktuelle Untersuchung der Bundesagentur für Arbeit (BA) stehe der Lokführer auf der Hitliste der Mangelberufe auf Platz 1.

“Wir fordern die Eisenbahnverkehrsunternehmen schon seit Jahren mit Nachdruck auf, deutlich mehr auszubilden, doch es tut sich viel zu wenig”, sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. Bundesweit fehlen mehrere hundert Lokführer. Für die beschäftigten Kollegen bedeute das mehr Überstunden. In anderen Bahnerberufen z.B. Fahrdienstleiter, Zugbegleiter, Lokrangierführer, Ingenieure sei die Situation entsprechend.

Laut BA dauert es derzeit in Deutschland im Schnitt 80 Tage, bis eine freie Stelle neu besetzt wird. Von einem Mangelberuf spricht die BA, wenn dieser Wert um 40 Prozent überschritten wird, also bei 112 Tagen. Um einen Lokführer zu finden, suchen Unternehmen in Deutschland heute im Schnitt aber schon 184 Tage! Und damit länger als nach einem Arzt (174 Tage). Auch Servicekräfte im Personenverkehr (148 Tage) werden dringend gesucht.

Die EVG fordert, die Einstellungsvoraussetzungen zu überprüfen. “Wer mindestens einen Abschluss der mittleren Reife als Zugangsvoraussetzung fordert, schließt eine Vielzahl an qualifizieren Bewerbern aus, so Alexander Kirchner. Auch müssten neue Wege bei der Kommunikation gegangen werden. Die Bahnunternehmen müssten stärker für die Arbeit bei der Bahn werben. Ein Beispiel dafür ist der runde Tisch in Bayern, bei dem eine eigene Internetplattform entwickelt worden ist.

Wichtig sei aber auch, die Wertschätzung des Lokführerberufs wieder zu steigern, heißt es. Die EVG werde sich daher weiterhin für eine gute Ausbildung, vernünftige Arbeitszeiten und eine angemessene Bezahlung einsetzen.

(Quelle: EVG)

DB und EVG einigen sich in Tarifstreit

25. März 2013

Mit der Zustimmung der EVG zum abschließenden Verhandlungsangebot der DB ist die Entgelt-Tarifrunde zwischen Deutscher Bahn und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) beendet. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 19 Monaten und endet am 31. Juli 2014. Danach steigen die Einkommen von rund 130.000 DB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zwei Stufen um jeweils drei Prozent zum 1. Mai 2013 und zum 1. April 2014. Außerdem wurde eine Einmalzahlung von 500 Euro vereinbart. Die betriebliche Altersvorsorge wird zum 1. Juli 2014 um einen weiteren Prozentpunkt erhöht. Die zweistufige Entgeltsteigerung gilt bei teilweise längerer Laufzeit ebenfalls für die Mitarbeiter der DB Dienstleistungen.  DB-Personalvorstand Ulrich Weber begrüßt die Zustimmung der EVG zum DB-Angebot, betont aber, dass sein Unternehmen damit ”an die Grenzen des Verkraftbaren” gehe.

(PM DB)

EVG fordert Task Force für Gotthard-Strecke

11. Juni 2012

Die EVG fordert eine Task-Force wegen der Probleme an der Gotthard-Schienenstrecke. Verkehrsminister Ramsauer müsse handeln, so die EVG. Zudem seien Gespräche mit der Schweiz und Österreich erforderlich.  Anlass ist die Sperrung der wichtigen Alpenquerung wegen eines Lawinenabgangs. Ausweichverkehre auf der Schiene müssen nun den Lötschberg nutzen. Dort staut sich vor allem der Güterverkehr. Die Gewerkschaft will diesem Vorrang einräumen, um zu verhindern, dass der Gütertransport möglicherweise sogar dauerhaft auf die Schiene ausweicht.

(Quelle: EVG)

EVG kritisiert Vorwürfe gegen Eisenbahn-Bundesamt

8. Februar 2012

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die neuen Vorwürfe gegen das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) scharf kritisiert. „Das ist offenbar ein schlechter Faschingsscherz“, sagte EVG-Vorstand Martin Burkert. „Mit dieser Mischung aus Aktionismus und Populismus will Verkehrsminister Ramsauer offenbar nur von der eigenen verfehlten Personalpolitik ablenken.“ Ramsauer müsse „selbst am besten wissen, wie viel Personal er im EBA abgebaut und wie er auf diese Weise zu der aktuellen Misere beigetragen hat.“ Hintergrund ist der andauernde Streit um die Dauer der Zulassungsverfahren für neue Züge. Ramsauer hatte daraufhin einen Umbau der Behörde angekündigt. Burkert wies darauf hin, dass es seit dem vorigen Jahr bereits ein „Handbuch Eisenbahnfahrzeuge“ gibt, das mit allen Beteiligten abgestimmt ist. Dieses Handbuch regelt den Ablauf der Zulassung und soll zu einer deutlichen Verkürzung der Verfahren führen. „Vor nicht einmal einem Jahr hat der Verkehrsminister das Handbuch mit großen Worten vorgestellt.“ Entscheidend sei nun, dass die im Handbuch vereinbarten Regularien auch umgesetzt werden können. „Dafür aber braucht man das entsprechende Personal.“ Seit 1994 sei jedoch der Personalbestand im EBA um 20 Prozent reduziert worden. Vor diesem Hintergrund, so Burkert, „muss man sich nicht wundern, wenn die Zulassung länger dauert.“

EVG kritisiert Pläne für Besteuerung von Trassengebühren

30. November 2011

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat Pläne für eine Besteuerung von Trassengebühren auf der Schiene scharf kritisiert. Einem Medienbericht zufolge planen die Finanzbehörden Änderungen bei der Gewerbesteuer. Diese würden nach Befürchtung der EVG dazu führen, dass die Finanzierungskosten für die Trassengebühren versteuert werden müssten- sogar rückwirkend seit 2008. Treffen würde dies die Unternehmen, die im Wettbewerb mit der DB stehen. Die Pläne sollen sich in der Abstimmung zwischen dem Bundesfinanzministerium und den Ländern befinden. „Das sind doch vollkommen absurde Finanzpläne“, warnte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. Der Schienenverkehr insgesamt gerate erneut im Vergleich mit dem Lkw massiv ins Hintertreffen. „Während Eisenbahnunternehmen hier zur Kasse gebeten werden sollen, bleibt der Lastwagen außen vor“, kritisierte Kirchner. Außerdem würden die Wettbewerber der DB massiv benachteiligt, dies gefährde am Ende einer Kette auch Arbeitsplätze.  Kirchner forderte Bund und Länder auf, „diese unsinnigen, überflüssigen und unverständlichen Pläne zu begraben“.

EVG: Netz und Betrieb bei DB nicht trennen

19. Oktober 2011

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat ihren Standpunkt bekräftigt, dass Netz und Betrieb bei der Deutschen Bahn AG (DB) nicht getrennt werden sollen. Anlass war nach Gewerkschaftsinformationen eine Anhörung im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags; die Grünen – so die Gewerkschaft – hätten die Winterprobleme der DB AG als Motivation genommen, „erneut eine Trennung von Netz und Betrieb zu fordern“. EVG-Chef Alexander Kirchner beklagte entsprechend negative Entwicklungen in Großbritannien und Frankreich, wo die Trennung vollzogen worden sei.  Kirchner räumte ein, dass der Schienenverkehr im Winter insgesamt Probleme gehabt habe. Diese seien allerdings primär technischer Natur und von den Herstellern zu verantworten gewesen. Der EVG-Chef zeigte sich auch bereit, im Hinblick auf die Nichtdiskriminierung Dritter Unterstützung bei Nachregulierungen zu geben. Primär müsse es das Ziel sein, die Rahmenbedingungen des Schienenverkehrs zu verbessern. Aus Sicht von Ausschusschef Dr. Toni Hofreiter (B90/Grüne) klingt das Thema etwas anders. Hofreiter erklärte vor der Sitzung, es müsse endlich wieder Klarheit über das Finanzsystem der Bahn geschaffen werden. „Geld, was für die Erhaltung des Schienennetzes bestimmt ist, muss auch ins Schienennetz fließen.“ Notwendig sei deshalb die Beendigung der Gewinnabführungsverträge zwischen der DB Netz AG und dem Konzern. „Nur so kann verhindert werden, dass die Bahn weiterhin jedes Jahr Gewinne aus dem überwiegend steuerfinanzierten Schienennetz herauszieht, obwohl das Geld dringend für Reparaturen und die Beseitigung vieler Engpässe gebraucht wird.“ (fbt)

EVG gegen Verlängerung von ICE-Reinigungsintervallen

18. Oktober 2011

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die geplante Verlängerung der Reinigungsintervalle in Fernzügen kritisiert. „Die Deutsche Bahn will ein sympathisches Unternehmen sein. Aber sympathisch wird man nicht mit dreckigen Zügen. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit würde damit noch größer werden“, sagt der Stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel. Derzeit werden die Waggons der ICE-Züge alle sechs bis acht Wochen einer sogenannten Grundreinigung unterzogen. Dieses Intervall soll auf zehn Wochen ausgedehnt werden. „Hintergrund ist wieder einmal die Suche nach Einsparpotenzialen. Dabei wird sehenden Auges ein Imageschaden in Kauf genommen. Und das in Form eines Experimentes am Kunden. Davor können wir nur warnen“, so Hommel. Der EVG-Vize kritisierte auch, dass erneut Arbeitsplätze von der geplanten Maßnahme betroffen sind. „Es geht um rund 150 Beschäftigte, die derzeit mit der Reinigung der Züge betraut sind.“ Dabei handele es sich zum Teil um Beschäftigte, die das Tochterunternehmend DB Services eigens dafür von DB Fernverkehr übernommen hatte.

EVG verurteilt Brandanschläge auf Strecken der DB

12. Oktober 2011

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, hat die Anschläge auf Einrichtungen der Deutschen Bahn auf das schärfste kritisiert. Erstmals war an einer Bahnstrecke im Westen von Berlin ein Brandsatz explodiert. “Auch wenn Menschen nicht zu Schaden gekommen sind, verurteilen wir diese Form des Protestes nachdrücklich”, machte Kirchner deutlich. “Für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Leitzentralen, Bahnhöfen, vor allem aber in den von Streckensperrungen betroffenen Zügen, bedeuten diese massiven Störungen des Bahnverkehrs ein Höchstmaß an Streß”, so der EVG-Vorsitzende. Diese müssten dafür sorgen, dass die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden. “Das lässt sich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln, das alles ist mit enormen Zusatzbelastung verbunden, zumal die Kolleginnen und Kollegen auch so oft schon auf dem Zahnfleisch gehen”, erläuterte Kirchner. ”Wir hoffen sehr, dass diesem unsäglichen Spuk ein schnelles Ende bereitet wird und die Ermittlungsbehörden schon bald Erfolge vorweisen können”, sagte Kirchner. Mehrere Brandsätze waren zuvor von Bahnmitarbeitern entdeckt und rechtzeitig gemeldet worden.

Gewerkschaft macht gegen Stellenabbau mobil

6. Oktober 2011

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) macht mit einem Aktionstag gegen den bevorstehenden Stellenabbau in den Reisezentren der Deutschen Bahn AG (DB) mobil. Wie die Gewerkschaft mitteilt, wird es am 7. Oktober bundesweit zahlreiche Aktivitäten geben. Hintergrund sei, dass DB Vertrieb in den nächsten fünf Jahren 700 Stellen streichen wolle. Damit sollen laut EVG von 2.350 Arbeitsplätzen bis 2016 noch 1.650 übrig bleiben. Laut EVG soll es an zahlreichen Standorten (Dortmund, Köln, Leipzig) Betriebsversammlungen geben, die Reisezentren blieben zum Teil geschlossen. In Stuttgart sei eine Demo, in Erfurt eine Kundgebung geplant. Die DB nannte ihrerseits ebenfalls den  am 7. Oktober, an dem DB Reisezentren nicht zugänglich oder nur eingeschränkt geöffnet seien. Abweichend finde in Hamburg und Schleswig-Holstein die Betriebsversammlung am Donnerstag, 6. Oktober, statt, so das Unternehmen.   (fbt)

EVG fordert verstärktes Informationsmanagement am Bahnsteig

20. September 2011

Die Deutsche Bahn AG wird heute zum ersten mal ihre Pünktlichkeitsstatistik präsentieren. Anschließend will das Unternehmen die Kunden monatlich mit einer aktuellen Statistik zu Zugverspätungen und -ausfällen im Internet informieren. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bewertet die von der Deutschen Bahn vorgestellte Pünktlichkeitsoffensive positiv, fordert aber weitere Maßnahmen. “Die Veröffentlichung im Internet ist ein Schritt in Richtung mehr Service und mehr Kundennähe und deshalb ein richtiger Schritt”,  sagte Vorstandsmitglied Reiner Bieck. “Man sollte allerdings nicht glauben, dass das Internet alles ist. Die Informationen müssen auf den Bahnsteigen an die Kunden gebracht werden. Die Deutsche Bahn muss sich auch um die Fahrgäste kümmern, die kein Smartphone haben und die nicht ständig mit dem Laptop unter dem Arm herumlaufen”, so Bieck weiter.

Nächste Einträge »