Archiv für das Tag 'Claus Weselsky'

GDL droht mit Streik-Verschärfung

15. April 2011

Der Arbeitskampf der Lokführer bei den privaten Eisenbahnen führte nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu deutlichen Verkehrseinschränkungen. Knapp 70 Prozent der Züge der bestreikten Unternehmen seien am Donnerstagmorgen (14. April) ausgefallen, teilt die Gewerkschaft mit. Der Streik begann um 2.00 Uhr und soll bis Samstag um 2.00 Uhr dauern. Gewerkschaftschef Claus Weselsky meint, die GDL-Mitglieder hätten „wieder Flagge gezeigt und sie können das auch noch länger tun, wenn die Arbeitgeber nicht endlich ein substanzielles Angebot vorlegen“. Die GDL fordert inhaltsgleiche Rahmentarifverträge mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau der Deutsche Bahn. Dieser Standard sei bei jeder Ausschreibung zugrunde zu legen.

Die bestreikten Privatbahnen sind nach GDL-Angaben: AKN Eisenbahn, Abellio Rail NRW, Bayerische Regiobahn, Berchtesgadener Land Bahn, cantus Verkehrsgesellschaft, HLB Basis, HLB Hessenbahn, Hohenzollerische Landesbahn (HzL), metronom Eisenbahngesellschaft, Mitteldeutsche Regiobahn, Nord-Ostsee-Bahn (NOB), Nord-West-Bahn, ODEG Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft, Osthannoversche Eisenbahnen (OHE), Ostseeland Verkehr (OLA), Prignitzer Eisenbahn Betriebsteil NRW, vectus Verkehrsgesellschaft, Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt, Vogtlandbahn, Westfalenbahn.

GDL: Abschluss mit der DB möglich

15. April 2011

Heute, Freitag (15. April), setzen die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn (DB) ihre am Mittwoch vertagten Tarifgespräche fort. Dazu sagt GDL-Chef Claus Weselsky: „Geht alles klar, kann es morgen zu einem Abschluss mit der Deutschen Bahn kommen.“ Bis zuletzt strittig war die Höhe der Einkommensverbesserungen für die Lokführer.

Gewerkschaft soll Streik beenden

14. April 2011

In einem offenen Brief fordert AKN-Vorstand Klaus Franke zusammen mit zwölf weiteren Chefs von Privatbahnen ein Ende des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). „Statt im Interesse der Mitarbeiter eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen, kennen Sie nur Streik”, heißt es darin. Der neue Lokführerstreik hat laut GDL bereits in den ersten Stunden zu massiven Zugausfällen geführt. Deutschlandweit seien rund 70 Prozent der Züge bei den bestreikten Unternehmen ausgefallen, erklärt der GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky. Betroffen von dem zweitägigen Ausstand sind 20 regionale Schienenverkehrsunternehmen – die Deutsche Bahn wird nicht bestreikt. Zugausfälle gibt es laut GDL „quer über die Republik“. Der Norden sei wieder stärker betroffen, dort gebe es eine hohe Anzahl von einzelnen Privatbahnen, so Weselsky.

Neue Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

14. April 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wird Heute und Morgen (14./15. April) für 48 Stunden wieder streiken. Betroffen sind allerdings nur Privatbahnen; nicht die Deutsche Bundesbahn (DB). Der Streik gegen die privaten Bahngesellschaften beginnt am 14. April um 2 Uhr und endet am Samstag, 16. April, nachts um 2 Uhr. Während die GDL mit der DB gerade verhandelt und diese deshalb nicht bestreikt wird, wollen die privaten Schienenverkehrsunternehmen im Reiseverkehr immer noch keine gesonderten Verhandlungen über inhaltsgleiche Rahmentarifverträge mit der GDL aufnehmen. Eine Ausnahme bildet lediglich Keolis. Mit diesem Unternehmen hat die GDL am 11. April Verhandlungen sowohl über die Konstruktion der Tarifverträge und deren Verknüpfung als auch über den Betreiberwechsel geführt. „Dies ist einzig und allein der Schlüssel zur Lösung des Tarifkonflikts. Weder Sturheit noch Halbwahrheiten führen an den Verhandlungstisch“, meint der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

DB und GDL trennen sich ohne Einigung

13. April 2011

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vertagen ihre Tarifgespräche am frühen Morgen (13. April) ohne Einigung. Die Vielfalt der Themen habe den Abschluss verhindert, meint GDL-Chef Claus Weselsky. Bis zuletzt blieb zwischen den Parteien die Höhe der Einkommensverbesserungen für die 20.000 DB-Lokführer strittig. Damit verbunden sei „eine Vielfalt von Fragen“, sagt Weselsky. Von Seiten der DB heißt es dazu, dass auch noch über die Teilzeit- und Altersregelungen weiter verhandelt werden müsse. Nach eigenem Bekunden haben sich die beiden Tarifparteien jedoch in den Verhandlungen so sehr angenähert, dass eine Einigung greifbar scheint. Schon am Freitag sollen daher die Gespräche fortgesetzt werden.

Streikdrohung der GDL

11. April 2011

Zwar kündigte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für diese Woche Streiks bei den fünf Privatbahnkonzernen Abellio, Benex, der Hessischen Landesbahn, Netinera (vormals Arriva Deutschland) und Veolia Verkehr an, doch zumindest Heute, 11. April, bleiben die Pendler verschont. Die Deutsche Bahn AG und die Eurobahn werden ausdrücklich von den Streiks ausgenommen. Bereits in der vergangenen Woche hat es eine Streikpause gegeben. Die GDL hatte drauf spekuliert, dass die Arbeitgeber ihr entgegen kommen würden. Aber, so Gewerkschaftsboss Claus Weselsky, „außer einem bösen Brief haben wir nichts bekommen.“

Streik: Unternehmen werfen GDL politisches Machtspiel vor

4. April 2011

Im seit Wochen andauernden Streit um die Bezahlung der Lokführer (das Privatbahn-Magazin berichtete) haben sich 13 Eisenbahnunternehmen mit einem offenen Brief an den Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, gewandt. „Statt im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Unternehmen eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen, kennen Sie nur Streik“, schreiben die Unternehmen. Es gehe offensichtlich nicht um Verhandlungen, sondern ein politisches Machtspiel. Die GDL wolle mit dem Bundesrahmen-Lokomotivführer-Tarifvertrag den Alleinvertretungsanspruch der GDL „für die gesamte Berufsgruppe der Lokomotiv- und Triebfahrzeugführer“. Dies sei eine „zwangsweise Einbeziehung aller Triebfahrzeugführer in den Machtbereich der GDL“. Die Unternehmen sprechen sogar von Abschaffung der Tarifautonomie und einem Angriff auf die vom Grundgesetz geschützte Koalitionsfreiheit.

Die DB-Regelungen auf alle Eisenbahnen anzuwenden, sei nicht nur realitätsfern, sondern ein Angriff auf die vom Grundgesetz geschützte Koalitionsfreiheit. Der von der GDL geforderte Vertrag bedeutet nach Auffassung der Briefautoren die Spaltung der eigenen Belegschaft in zwei Klassen. „Mit dem Beharren auf ihre Forderungen gefährden Sie die Erfolge des Wettbewerbs für Fahrgäste, Steuerzahler und Mitarbeiter in dieser Branche“. Ausdrücklich fordern die Unternehmen den GDL-Chef dazu auf, die Interessen der Bahnmitarbeiter „vor Ihre politischen Machtspiele zu stellen“. Weselsky solle mit den Unternehmen, „die jetzt erneut auf Sie zugehen werden, jeweils eine Lösung suchen“. Dass die GDL massiv Druck auf Mitarbeiter ausübe, um sie zur Streikbeteiligung zu verpflichten, sei mit Befremden zur Kenntnis genommen worden.

Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehören viele größere und kleinere, private Eisenbahnunternehmen, darunter die Hohenzollerische Landesbahn (HzL), Keolis Deutschland, verschiedene Benex-Beteiligungen, Metronom, Veolia und Westfalenbahn. Metronom-Sprecherin Hannah Kohn erklärt, in welcher Weise die GDL Einfluss auf Mitarbeiter genommen habe, könne sie im Detail nicht sagen. Es sei aber bekannt, dass es Versuche gegeben habe, Mitarbeiter zu überzeugen, sich am Streik zu beteiligen. Sie bekräftigt, ihr Unternehmen habe immer wieder Verhandlungen angeboten; eine Schlichtung, die ebenfalls offeriert wurde, sei durch die GDL abgelehnt worden. (fbt)

Lokführer streiken wieder

31. März 2011

Der Arbeitskampf der Lokführer im Tarifstreit mit den Bahn-Konkurrenten geht weiter. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Mittwoch (30. März) neue, deutlich längere Streiks an. Betroffen sollen nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 22 Unternehmen sein, auch der Güterverkehr der Osthannoverschen Eisenbahn.

Die Aktion soll um 3 Uhr in der Nacht zu Donnerstag beginnen und 47 Stunden dauern. Die Züge sollen nach dem Willen der GDL erst am Samstag, 2. April ab 2 Uhr wieder rollen. Grund sei die anhaltende Weigerung der privaten Verkehrsunternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn, die Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für alle 26.000 Lokführer bundesweit wieder aufzunehmen.

„Diese Halsstarrigkeit kann keiner mehr verstehen. Die Arbeitgeber wollen den Tarifkonflikt tatsächlich auf dem Rücken der Kunden aussitzen“, sagt GDL-Chef Claus Weselsky. Die Streiks vom vergangenen Montag, als deutschlandweit rund drei Viertel der Privatbahnen stillstanden, hätten offenbar ihre Wirkung verfehlt. Dabei fordere die GDL „nichts Unmögliches: inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung“.

Der Fahrgastverband Pro Bahn äußerte unterdessen Verständnis für den Streik. Eckhard Ritter (Brake), Vorsitzender im Oldenburger Land: „Gut, dass der Streik diesmal auf die Privatbahnen beschränkt ist und nicht auch die in diesem Punkt vorbildliche Deutsche Bahn bestreikt wird.“

Benex-Sprecher Christoph Kreienbaum meint, die Gemengelage sei schwierig. Die GDL müsse aber akzeptieren, dass sie keinen Alleinvertretungsanspruch für Lokführer habe. Unterdessen bröckelt auch schon die Front der Bahn-Wettberwerber: Der Regionalzugbetreiber Keolis, eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF, will sich einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge offenbar dem Druck der GDL beugen. In einer der Zeitung vorliegenden E-Mail von Keolis-Chef Hans Leister heißt es, er werde „der GDL nunmehr sofort konkrete Verhandlungen anbieten, unabhängig vom Verhalten anderer Bahnen“.

Rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr fielen aus

29. März 2011

Durch den Streik der Lokführer fielen nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Montag (28. März) in ganz Deutschland rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr aus. „Wir sind mit der Streikbeteiligung sehr zufrieden“, urteilt GDL-Chef Claus Weselsky. Von den Arbeitsniederlegungen betroffen waren die Verkehrsgesellschaften Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die GDL will mit der Aktion den Druck auf die DB-Konkurrenten im Streit um eine einheitliche Bezahlung aller 26.000 Lokführer in Deutschland erhöhen.

Die sechs Privatbahnen (G6) hatten ihr gemeinsames Verhandlungsmandat nach Monaten ohne Vorankommen aufgegeben. Die Gewerkschaft muss ihre Forderungen nun mit jedem Unternehmen einzeln besprechen. Die GDL akzeptiere nicht, dass die Einzelunternehmen „keine verhandelbaren Angebote“ vorlegen, sagt Weselsky, „die immer stärkere Streikbeteiligung unserer Mitglieder zeigt, dass Wettbewerb über die Lohnkosten nicht länger auf dem Rücken der Lokomotivführer ausgetragen werden kann.“ Darüber hinaus sei die soziale Absicherung bei ständigen Betreiberwechseln „ein absolutes Muss, um das Spiel mit der Angst um den Arbeitsplatz“ zu beenden. Wer glaube, das „Thema aussitzen zu können, hat nicht mit der Entschlossenheit der Lokomotivführer in den Privatbahnen gerechnet“.

Lokführer bestreiken heute privaten Bahnverkehr

28. März 2011

Die Kunden der sechs großen Bahn-Konkurrenten müssen sich heute (28. März) auf Behinderungen gefasst machen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Sonntag an, den Zugverkehr der privaten Bahngesellschaften von 2.30 Uhr an für 24 Stunden lahmlegen zu wollen. Ausgenommen davon ist ausdrücklich die Deutsche Bahn (DB), mit der die Gewerkschaft am Samstag erneut über einen bundeseinheitlichen Rahmentarifvertrag und zusätzliche Leistungen der DB verhandelte.

Die sechs großen Privatbahnen, die etwa 15 bis 20 Prozent des Personenverkehrs abdecken, nehmen an den Tarifverhandlungen nicht teil. Von dem Streik betroffen sind der GDL zufolge die Privatbahnen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, Keolis Deutschland, Veolia Verkehr und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen. Auch die etwas kleineren Anbieter Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) und die Vogtlandbahn fahren nicht. Die GDL begründete den Schritt mit der Weigerung der Privatbahnen, über einen Rahmentarifvertrag nach der Vorstellung der Gewerkschaft zu verhandeln.

„Die Sturheit der Arbeitgeber führt dazu, dass der Tarifkonflikt erneut auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden muss“, meint GDL-Chef Claus Weselsky, „die Arbeitgeber lassen uns keine andere Wahl, als das Ziel gleicher Lohn für gleiche Arbeit mit einem Streik durchzusetzen.” Die GDL fordert von den Privatbahnen ein einheitliches Mindesteinkommen und gleiche Arbeitsbedingungen für alle rund 26 000 Lokführer auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie eine bessere Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

Derweil machten die GDL und die DB bei ihren Tarifverhandlungen in Berlin nach eigenen Angaben Fortschritte. Die Gespräche sollen am 7. und 8. April fortgesetzt werden.

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