Archiv für das Tag 'China'

Bombardier liefert ERTMS-Technik nach China

11. Januar 2013

 

Die ERTMS-Technologie (European Rail Traffic Management System) von Bombardier Transportation wird zur Steuerung der neuesten Super-Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke in China eingesetzt. Das teilte das Unternehmen heute mit. Die neue Strecke vervollständigt die weltweit längste Super-Hochgeschwindigkeits-Zugverbindung der Welt, die von der Hauptstadt Beijing bis ins Industriezentrum Guangzhou reicht. Am 26. Dezember 2012 ging der letzte Abschnitt der zweigleisigen Nord-Süd-Magistrale zwischen Beijing und Guangzhou in Betrieb, der mit der Bombardier INTERFLO 450 ERTMS Level 2-Technologie ausgestattet ist. In China wird diese Technolige als CTCS-3 Technologie bezeichnet. Auf der Strecke sind Geschwindigkeiten bis 300 km/h möglich, so dass die Zeit für eine Zugreise zwischen beiden Endpunkten von 22 auf etwa 8 Stunden verkürzt wird.

(PM Bombardier)

Peking eröffnet längste CBTC-basierte Metrolinie der Welt

2. Januar 2013

Die 57 Kilometer lange Linie 10 in Peking hat Ende Dezember den Betrieb aufgenommen. Das meldete die Firma Siemens, die sowohl die Strecke als auch die Fahrzeugausstattung für 84 Züge mit dem Zugsicherungssystem Trainguard MT ausrüstete. Die Linie 10 wird mit der Inbetriebnahme zur weltweit längsten Metrolinie, die mit einem Funksystem zur automatisierten Zugsteuerung (Communication Based Train Control: CBTC) ausgestattet ist. „Bereits beim Ausbau der Metro-Linien in Guangzhou, Suzhou und Nanjing konnten wir mit unserer Automatisierungstechnologie überzeugen. Wir sind stolz, als zuverlässiger Infrastrukturpartner einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssituation in Peking zu leisten“, sagte Jürgen Brandes, Leiter der Siemens-Geschäftseinheit Bahnautomatisierung.

(PM Siemens)

 

Neue Studie zur Bahnelektrifizierung weltweit

18. Oktober 2012

  • Europa trägt zum soliden Wachstum bei
  • Dynamik gebremst durch sinkende Investitionen in China

Bahnelektrifizierung ist ein Nischenmarkt innerhalb der Schieneninfrastruktur, aber ein Wachstumsmarkt mit langfristigen positiven Perspektiven, denn es sprechen ökonomische und umweltfreundliche Vorteile für den elektrischen gegenüber dem Dieselbetrieb. Immer mehr Bahnen entscheiden sich deshalb für die Elektrifizierung ihrer Strecken. Das aktuelle Marktvolumen weltweit liegt bei ca. 6,5 Mrd. Euro und wird mit einer CAGR von 3,4 % jährlich bis 2016 wachsen – trotz Haushaltskrisen in der Eurozone und sinkenden Eisenbahninvestitionen in China. Das Marktwachstum generiert sich insbesondere aus zahlreichen neuen Metroprojekten sowie der Elektrifizierung von vorhandenen Dieselstrecken. Eine Reihe von Ländern, die in den vergangenen Jahrzehnten wenig in die Bahnelektrifizierung investiert haben, hat sich für die Elektrifizierung von Strecken entschieden. Dazu gehören z. B. einige Länder in der GUS (u. a. Kasachstan), die skandinavischen Länder und Kanada.

Rund ein Viertel des weltweiten Eisenbahnnetzes ist elektrifiziert. Trotz zunehmender Elektrifizierung von Bestandsstrecken steigt der Elektrifizierungsgrad jedoch nur sehr langsam an, da weiterhin nicht elektrifizierte Güterverkehrsstrecken gebaut werden, z. B. in den Golfstaaten.

Die Bahnelektrifizierung setzt sich aus der Fahrleitungsanlage sowie der Bahnstromversorgung zusammen. Das aktuelle Gesamtmarktvolumen erreicht ein Volumen von ca. 6,5 Mrd. Euro. Der Markt für Neu- und Ausbau macht mehr als 60 % des Gesamtmarktes aus. Instandhaltung und Erneuerung der elektrifizierten Eisenbahn- und Stadtverkehrsnetzen tragen knapp 40 % zum Marktvolumen bei.

Der Markt für Neu- und Ausbau wird bis 2016 mit einem CAGR von 3 % p. a. wachsen. Während China, Spanien und Italien das Wachstum bremsen, liefern Neu- und Ausbauprojekte in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA Marktdynamik. Erneuerung und Instandhaltung ist eine konstante Größe am Markt und wächst stabil durch Bestandszuwachs des elektrifizierten Netzes mit ca. 4 % p. a..

Die Marktstudie „Bahnelektrifizierung– weltweite Marktentwicklungen“ ist in deutscher Fassung ab Oktober und in englischer Fassung ab November 2012 bei der SCI Verkehr GmbH (www.sci.de) erhältlich.

[Quelle: SCI Verkehr GmbH]

CNR veröffentlicht Halbjahresergebnis 2012

13. September 2012

China North Corp. Ltd., einer der zwei wichtigsten Schienenfahrzeughersteller in China, veröffentlicht sein Halbjahresergebnis 2012. Im ersten Halbjahr 2012 betrug der Umsatz 5,4 Mrd. Euro (42,8 Mrd. CNY), 4,16% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn für die Aktionäre betrug 208 Mio. Euro (1,7 Mrd. CNY), eine Steigerung um 3,32% gegenüber dem Vorjahr.

Der Umsatz generiert durch Auslandsaktivitäten betrug 561 Mio. Euro (4,5 Mrd. CNY), was eine Steigerung um 107,92% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Der Umsatz für spurgebundene Stadtverkehrssysteme betrug 420 Mio. Euro (3,4 Mrd. CNY), eine Steigerung um 53,71% gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: SCI Verkehr/CNR

 

SCI Verkehr: Wachstum im chinesischen Bahnmarkt sinkt

6. August 2012

Der chinesische Bahnmarkt hat seinen Peak erreicht – bei nach wie vor hohem Marktvolumen sinken die Wachstumsraten. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Studie „The Chinese Railway Market“ von SCI Verkehr. Das Beratungsunternehmen analysiert aus erster Hand aktuellste Planungsvorgaben und Entwicklungsziele in dem gegenwärtig bedeutendsten Land für Bahntechnik. In den vergangenen Jahren hat sich China zum größten und zu einem der dynamischsten Bahnmärkte der Welt entwickelt. Es wurde massiv in den Bahnsektor investiert, vor allem in Hochgeschwindigkeitssysteme und Metros. Den gewaltigen Peak mit rund 100 Mrd. Euro erreichten die Investitionen im Jahr 2010 – eine Folge des ohnehin auf Hochtouren laufenden Schienenfahrzeug- und Infrastrukturausbaus, der zusätzlich beflügelt wurde durch ein gewaltiges Konjunkturprogramm im Jahre 2009 zur Überwindung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Seither schwächen sich auch in China die Investitionen für Bahntechnik wieder ab, bleiben jedoch in Summe auch in den Folgejahren nach 2012 spürbar über dem Niveau von 2008. Nachdem in der zweiten Jahreshälfte 2011 nur sehr wenige neue Aufträge vergeben wurden, zieht die Auftragsvergabe nach dem zweiten Quartal im Jahr 2012 wieder an. Damit bleibt China ganz vorne im Ranking der umsatzstärksten Bahnmärkte. Der Anteil des Neugeschäfts am gesamten Marktvolumen liegt derzeit bei fast 80 Prozent, 2016 wird dieser Anteil nur noch 60 Prozent ausmachen, was kompensiert wird durch eine Intensivierung des After-Sales-Marktes. SCI Verkehr sieht die chinesischen Hersteller für Bahntechnik unter den weltweiten Marktführern und erwartet in den kommenden 5 Jahren eine aggressive Exportpolitik dieser Unternehmen auf die Märkte außerhalb Chinas.

(Quelle: SCI Verkehr)

China zieht Hochgeschwindigkeitszüge zurück

12. August 2011

Nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) werden in China 54 Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke Peking-Shanghai wegen technischer Probleme zurückgerufen. Vor drei Wochen hatte es eine Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge gegeben. Bei dem Unglück in Ostchina kamen nach Regierungsangaben 40 Menschen ums Leben. Nach dem Unglück ordnete die chinesische Regieung eine generelle Sicherheitsüberprüfung des gesamten Hochgeschwindigkeitsnetzes und eine Verringerung der maximalen Geschwindigkeiten an.

Testfahrt: Containerzug fuhr von China nach Deutschland

6. April 2011

Die Testfahrt eines Containerzugs aus dem chinesischen Hinterland ins Ruhrgebiet könnte der Startschuss für regelmäßigen Güterverkehr der Deutschen Bahn (DB) zwischen Deutschland und China sein. Die Fahrt über Schiene – 10.300 Kilometer in 16 Tagen – habe halb so lang gedauert wie über den Seeweg, sagt eine Sprecherin der Bahn-Tochter DB Schenker. Der Luftweg sei für Unternehmen teurer als der Transport per Schiene.

„Noch im laufenden Jahr könnte bei ausreichender Nachfrage der Regelverkehr zwischen Deutschland und China aufgenommen werden“, berichtet Karl-Friedrich Rausch (Vorstand Transport und Logistik der DB Mobility Logistics AG). Der Testzug war in der 30-Millionen-Einwohner Metropole Chongquing in der Provinz Sichuan gestartet und transportierte die Fracht eines internationalen, in China produzierenden Unternehmens. Die Route führte südlich der Mongolei über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen nach Duisburg. Bei früheren Testfahrten führte der Weg über die nördlich der Mongolei verlaufende komplette Transsibirische Eisenbahn. Diese Route war 2000 Kilometer länger als der Südweg, es fielen aber weniger Zollkontrollen an.

In eineinhalb Tagen mit dem ICE nach Peking

30. März 2011

Bulgarien, Türkei und China arbeiten am Projekt einer für 320 km/h ausgelegten Hochgeschwindigkeitsstrecke von Peking nach Europa. Noch klingt der Plan wie Zukunftsmusik, doch die Chinesen meinen es mit der transkontinentalen Schnellstrecke Ernst. Finanziert werden soll die längste Schnellstrecke der Welt ausschließlich von China. Theoretisch könnte man dann in Berlin in den ICE einsteigen und je nach Trassenführung und 11.000 Kilometer Bahnfahrt in Peking ankommen. Die Reise würde bei einem durchschnittlichen Tempo von 280 km/h rund 40 Stunden dauern. Zurzeit brauchen Reisende mit dem Zug sieben Tage.

Drei Trassenverläufe sind möglich:

1. Peking – Xi’an – Chengdu – Kunming – Delhi – Kabul – Teheran – Istanbul – Sofia – Wien durch den Nahen Osten, Pakistan und Indien. Von dieser Hauptstrecke würden Zweiglinien nach Hanoi und Ho Chi Minh City, Bangkok, Kuala Lumpur und Singapur abzweigen. Diese Strecke ist die kürzeste der drei Routen. Problematisch sind aber das gebirgige Gelände und die politischen Probleme zentralasiatischer Länder untereinander.

2. Die mittlere Route würde von Peking nach Berlin oder Wien führen. Die Routenführung. Peking – Zhengzhou – Xi’an  – Ürümqi – Aral’sk – Astrakhan – Volgograd – Kiew – Lemberg – Berlin. Diese Strecke führt zu einem großen Teil durch flache Steppe, ist also einfach und schnell zu bauen. Der Zugang nach China erfolgt bei dieser Variante durch die Tien Shan und Altai Gebirge erfolgen.

3. Die nördliche Trasse würde von Peking über Ulan Bator und Astana nach Moskau und Warschau nach Berlin führen.  

Die größten Hindernisse einer Eisenbahnverbindung zwischen China und Europa sind hierbei keine technischen, sondern politische. Eine Route durch Kasachstan und Russland scheint politisch weniger heikel zu sein, tangiert aber den Iran.

420 km/h: Neuer Weltrekord in China

27. Oktober 2010

Mit neuem Weltrekord verkehren seit gestern die Hochgeschwindigkeitszüge in China zwischen Shanghai und Hangzhou. Auf der neu eingeweihten Trasse erreicht der CRH380 eine Topspeed von 420 km/h. Die 200 Kilometer lange Strecke soll der Zug in Zukunft in 45 Minuten zurücklegen, das entspräche einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 350 km/h. Schon jetzt gibt es in China fast 7.500 Kilometer Hochgeschwindigkeitstrassen, bis 2020 sollen es 16.000 sein.