Archiv für das Tag 'Arriva Deutschland'

Lokführer bestreiken heute privaten Bahnverkehr

28. März 2011

Die Kunden der sechs großen Bahn-Konkurrenten müssen sich heute (28. März) auf Behinderungen gefasst machen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Sonntag an, den Zugverkehr der privaten Bahngesellschaften von 2.30 Uhr an für 24 Stunden lahmlegen zu wollen. Ausgenommen davon ist ausdrücklich die Deutsche Bahn (DB), mit der die Gewerkschaft am Samstag erneut über einen bundeseinheitlichen Rahmentarifvertrag und zusätzliche Leistungen der DB verhandelte.

Die sechs großen Privatbahnen, die etwa 15 bis 20 Prozent des Personenverkehrs abdecken, nehmen an den Tarifverhandlungen nicht teil. Von dem Streik betroffen sind der GDL zufolge die Privatbahnen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, Keolis Deutschland, Veolia Verkehr und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen. Auch die etwas kleineren Anbieter Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) und die Vogtlandbahn fahren nicht. Die GDL begründete den Schritt mit der Weigerung der Privatbahnen, über einen Rahmentarifvertrag nach der Vorstellung der Gewerkschaft zu verhandeln.

„Die Sturheit der Arbeitgeber führt dazu, dass der Tarifkonflikt erneut auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden muss“, meint GDL-Chef Claus Weselsky, „die Arbeitgeber lassen uns keine andere Wahl, als das Ziel gleicher Lohn für gleiche Arbeit mit einem Streik durchzusetzen.” Die GDL fordert von den Privatbahnen ein einheitliches Mindesteinkommen und gleiche Arbeitsbedingungen für alle rund 26 000 Lokführer auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie eine bessere Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

Derweil machten die GDL und die DB bei ihren Tarifverhandlungen in Berlin nach eigenen Angaben Fortschritte. Die Gespräche sollen am 7. und 8. April fortgesetzt werden.

Erneut Warnstreiks

25. Februar 2011

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für Freitagmorgen zwischen 8:30 und 11:30 Uhr bundesweite Warnstreiks angekündigt. Sie will damit den Druck auf die Deutsche Bahn (DB) und die sechs größten Privatbahnunternehmen erhöhen. Pendler müssen sich auf Beeinträchtigungen im Bahnverkehr einstellen. „DB und die sechs Privatbahnen müssen jetzt deutlich nachbessern, um weitere Arbeitskämpfe abzuwenden“, erklärt GDL-Chef Claus Weselsky. Er  begründet den zweiten Warnstreik innerhalb von vier Tagen so: „Damit zeigen wir den Arbeitgebern die Gelbe Karte für ihr perfides Spiel auf Zeit.“ Ein Streikpunkt der GDL mit den Arbeitgebern ist, dass man einen Flächentarifvertrag für alle 26.000 Lokführer fordert, und der soll unabhängig davon sein, ob sie bei der Bahn oder deren Konkurrenten beschäftigt sind.

Während und auch noch nach dem Streik sollen, nach Auskunft der DB, zusätzliche Servicekräfte die Kunden unterstützen. Doch die Bahn empfiehlt ihren Reisenden, sich vor Antritt der Fahrt über die Auswirkungen des Streiks genau zu informieren. 

Betroffen von den Streiks sind die Deutsche Bahn, Abelli, Arriva Deutschland, BeNEX, Keolis Deutschland, Veolia Verkehr, unter anderem mit seiner Tochtergesellschaft MRB, und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen.

Für weitere Auskünfte hat die Bahn eine kostenfreie Telefon-Hotline unter 08000 996633 eingerichtet.

Trenitalia angeblich Favorit für Arriva Deutschland

1. Dezember 2010

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, ist das Bieterkonsortium aus Trenitalia [FS] und dem Finanzinvestor Cube der Favorit für den Kauf von Arriva Deutschland. Als einziger Mitbewerber ist der französische Veolia-Konzern verblieben. Beide Bieter sollen Angebote von mehr als 300 Millionen Euro eingereicht haben, wobei die Offerte von Trenitalia dem Bericht nach besser sein soll als jene von Veolia. Der Vorstand der Deutschen Bahn AG will noch diese Woche, der Aufsichtsrat dann nächste Woche über den Verkauf entscheiden. Für Trenitalia wäre die Übernahme der Einstieg in den deutschen Nahverkehrsmarkt. (PM ÖPNV Wettbewerb)