Archiv für das Tag 'Arriva'

DB kauft Osteuropa-Geschäft von Veolia Transdev

17. Mai 2013

Die Deutsche Bahn hat das osteuropäische Geschäft von Veolia Transdev übernommen. Das teilte die DB jetzt mit. Das Verfahren sei abgeschlossen, die Genehmigungen der Kartellbehörden seien erteilt, heißt es. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

DB Arriva, die Tochter der Deutschen Bahn für den Regionalverkehr im Ausland, übernimmt innerhalb des DB-Konzerns die nun erworbenen Aktivitäten von Veolia Transport Central Europe (VTCE). DB Arriva wird somit zum größten internationalen Betreiber von Personenverkehr in Osteuropa und baut mit der Akquisition das bestehende Geschäft in Polen, der Slowakei und Tschechien aus. Die Märkte in Kroatien, Serbien und Slowenien kommen neu hinzu. Damit steigt die Zahl der Länder, in denen Arriva europaweit aktiv ist, auf 15.

(PM DB AG)

 

Deutschen Bahn verbucht Fahrgastrekord

21. März 2013

Mit einem Zuwachs von 49 Millionen Reisenden konnte die Deutsche Bahn im Jahr 2012 einen neuen Rekord bei der Zahl der Fahrgäste im heimischen Schienenpersonenverkehr aufstellen. Im Jahresverlauf beförderte die DB in ihren Zügen insgesamt 1,97 Milliarden Fahrgäste (ohne Arriva).

Auch ihren Umsatz und ihren Gewinn konnte die DB im Geschäftsjahr 2012 erneut steigern. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um  1,4 Milliarden Euro (+3,7 Prozent) auf 39,3 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) erhöhte sich im Jahr 2012 um 399 Millionen Euro (+17,3 Prozent) auf 2,7 Milliarden Euro. Einen Anstieg von 35,7 Prozent oder 918 Euro Millionen gab es bei den Netto-Investitionen. Die Netto-Finanzschulden konnten um 226 Millionen Euro (-1,4 Prozent) gesenkt werden.

Rund 11.000 neue Mitarbeiter wurden 2012 neu eingestellt. Das war die höchste Zahl von Neueinstellungen seit zehn Jahren.

Das sind weitere Zahlen aus den Sparten der Deutschen Bahn:

  • Mehr Verkehrsleistung im Personenverkehr –  4 Prozent oder 3,1 Milliarden Personenkilometer (Pkm) auf 82,4 Milliarden Pkm (ohne Arriva) erhöhte.
  • Uneinheitliches Bild bei Transport und Logistik – Als Folge der schwachen Konjunktur sank die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr um 5,4 Prozent auf 105,9 Milliarden Tonnenkilometer. Uneinheitlich war die Entwicklung bei DB Schenker Logistics. Das Sendungsvolumen im europäischen Landverkehr ging im Jahresverlauf geringfügig um 0,5 Prozent zurück. Mit einem Umsatz-Plus von 17,7 Prozent konnte die Kontraktlogistik ihre dynamische Entwicklung fortsetzen.
  • Infrastruktur: Trassenkilometer und Stationshalte weitgehend stabil – Trassennachfrage sank konjunkturbedingt um 1,1 Prozent auf 1,0 Milliarden Trassenkilometer ab. Die konzernexternen Bahnen konnten ihren Anteil um 4,9 Prozent auf 22,2 Prozent Gesamtnachfrage steigern.

[Quelle: Deutsche Bahn AG]

Voith liefert Diesel-Powerpacks nach Polen

19. Juni 2012

Voith liefert an den polnischen Schienenfahrzeughersteller Pesa acht Diesel-Antriebssysteme, so genannte Powerpacks. Sie treiben erstmals mit dem Voith Dieselmotor zweiteilige Dieseltriebwagen im Raum Stettin an.  Pesa, der größte Schienenfahrzeughersteller in Polen, baut diese. Zum Jahreswechsel 2012/2013 nehmen die Regionalzüge der Arriva in der polnischen Region Pommern mit jeweils 120 Sitzplätzen und einer Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h den Betrieb auf. Gebaut werden die Triebwagen von Pesa, dem größten Schienenfahrzeug-Hersteller in Polen.

(Quelle: Voith)

 

Stadler liefert ersten EMU-GTW an Arriva NL

12. Juni 2012

Arriva und Stadler Rail feiern heute gemeinsam den Roll-out des ersten elektrischen Gelenktriebwagens (EMU-GTW) für die niederländischen Provinzen Overijssel und Drenthe. Arriva Niederlande hat Mitte 2010 bei Stadler 14 EMU-GTW für die Konzession „Vechtdallijnen (NL)“ bestellt. Die Fahrzeuge wurden gegenüber den bereits erfolgreich im Einsatz stehenden GTW der Arriva in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt.

Die Fahrzeuge basieren grundsätzlich auf den verschiedenen seit 2005 an Arriva ausgelieferten EMU-GTW. Die Züge sind klimatisiert und verfügen über einen Niederfluranteil von 75 Prozent. Die Fahrzeuge verfügen über Public WLAN, fünf TFT-Monitore pro Wagen, ein Ruheabteil und ein Arbeitsabteil. Zudem sind die Züge nach der TSI-Norm für behindertengerechtes Design konzipiert.

(Quelle: Stadlerrail)

Schwarze Zahlen bei der Deutschen Bahn

31. März 2011

Die Deutsche Bahn (DB) hat nach eigenen Angaben die Wirtschafts- und Finanzkrise gestärkt überwunden. Wie sie am 31. März mitgeteile, stiegen Umsatz und Gewinn im Jahr 2010 zweistellig. Das Unternehmen habe mehr investiert, die Reisendenzahlen seien gestiegen, ebenso Güterverkehr und Betriebsleistung auf dem Netz der DB, das auch andere Unternehmen befahren.

Die Zahlen im Einzelnen:

1)    Trotz „weiter bestehender Fahrzeugprobleme“ beförderte die DB 1,95 Milliarden Fahrgäste. Das sind 42 Millionen mehr  als im Vorjahr und ebenfalls mehr als im – nach Konzernangaben – Rekordjahr 2008. Im Fernverkehr betrug der Zuwachs 2,4 Prozent, im Regionalverkehr 2,2 Prozent.

2)    Die DB erwirtschaftete einen Umsatz von 34,4 Milliarden Euro. Das sind 17,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Netto-Investitionen nahmen um 14,3 Prozent zu.

3)    Die Nettoverschuldung nahm um rund eine Milliarden Euro ab, stieg allerdings durch den Kauf der Arriva (das Privatbahn-Magazin berichtete).

4)    Im Geschäftsfeld Schenker Rail sei das Leistungsvolumen kräftig angestiegen, so die Deutsche Bahn: 12,6 Prozent Zuwachs führen zu einer Summe von 105,8 Milliarden bei den Tonnenkilometern.

5)    Die Menge der beförderten Güter wuchs um 21,8 Prozent auf 415,4 Millionen Tonnen. Ähnlich positiv klingen die Zahlen im Geschäftsfeld Schenker Logistics.

6)    Erfreulich sind die Ergebnisse  auch bei der Infrastruktur: Die konjunkturelle Erholung habe wieder für mehr Verkehr auf dem Schienennetz gesorgt. Nach ihren Informationen erhöhte sich die Betriebsleistung auf dem Netz um 3,1 Prozent auf 31 Millionen Trassenkilometer. Der Anteil externer Bahnen betrage rund 19 Prozent (14,6 Prozent mehr). Die Stationshalte seien um 0,3 Prozent gestiegen.

DB-Chef Rüdiger Grube wird mit dem Satz zitiert, es sei Ziel des Unternehmens, zu einer noch kundenfreundlicheren Bahn zu werden. (fbt).

Lokführer streiken wieder

31. März 2011

Der Arbeitskampf der Lokführer im Tarifstreit mit den Bahn-Konkurrenten geht weiter. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Mittwoch (30. März) neue, deutlich längere Streiks an. Betroffen sollen nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 22 Unternehmen sein, auch der Güterverkehr der Osthannoverschen Eisenbahn.

Die Aktion soll um 3 Uhr in der Nacht zu Donnerstag beginnen und 47 Stunden dauern. Die Züge sollen nach dem Willen der GDL erst am Samstag, 2. April ab 2 Uhr wieder rollen. Grund sei die anhaltende Weigerung der privaten Verkehrsunternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn, die Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für alle 26.000 Lokführer bundesweit wieder aufzunehmen.

„Diese Halsstarrigkeit kann keiner mehr verstehen. Die Arbeitgeber wollen den Tarifkonflikt tatsächlich auf dem Rücken der Kunden aussitzen“, sagt GDL-Chef Claus Weselsky. Die Streiks vom vergangenen Montag, als deutschlandweit rund drei Viertel der Privatbahnen stillstanden, hätten offenbar ihre Wirkung verfehlt. Dabei fordere die GDL „nichts Unmögliches: inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung“.

Der Fahrgastverband Pro Bahn äußerte unterdessen Verständnis für den Streik. Eckhard Ritter (Brake), Vorsitzender im Oldenburger Land: „Gut, dass der Streik diesmal auf die Privatbahnen beschränkt ist und nicht auch die in diesem Punkt vorbildliche Deutsche Bahn bestreikt wird.“

Benex-Sprecher Christoph Kreienbaum meint, die Gemengelage sei schwierig. Die GDL müsse aber akzeptieren, dass sie keinen Alleinvertretungsanspruch für Lokführer habe. Unterdessen bröckelt auch schon die Front der Bahn-Wettberwerber: Der Regionalzugbetreiber Keolis, eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF, will sich einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge offenbar dem Druck der GDL beugen. In einer der Zeitung vorliegenden E-Mail von Keolis-Chef Hans Leister heißt es, er werde „der GDL nunmehr sofort konkrete Verhandlungen anbieten, unabhängig vom Verhalten anderer Bahnen“.

Rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr fielen aus

29. März 2011

Durch den Streik der Lokführer fielen nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Montag (28. März) in ganz Deutschland rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr aus. „Wir sind mit der Streikbeteiligung sehr zufrieden“, urteilt GDL-Chef Claus Weselsky. Von den Arbeitsniederlegungen betroffen waren die Verkehrsgesellschaften Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die GDL will mit der Aktion den Druck auf die DB-Konkurrenten im Streit um eine einheitliche Bezahlung aller 26.000 Lokführer in Deutschland erhöhen.

Die sechs Privatbahnen (G6) hatten ihr gemeinsames Verhandlungsmandat nach Monaten ohne Vorankommen aufgegeben. Die Gewerkschaft muss ihre Forderungen nun mit jedem Unternehmen einzeln besprechen. Die GDL akzeptiere nicht, dass die Einzelunternehmen „keine verhandelbaren Angebote“ vorlegen, sagt Weselsky, „die immer stärkere Streikbeteiligung unserer Mitglieder zeigt, dass Wettbewerb über die Lohnkosten nicht länger auf dem Rücken der Lokomotivführer ausgetragen werden kann.“ Darüber hinaus sei die soziale Absicherung bei ständigen Betreiberwechseln „ein absolutes Muss, um das Spiel mit der Angst um den Arbeitsplatz“ zu beenden. Wer glaube, das „Thema aussitzen zu können, hat nicht mit der Entschlossenheit der Lokomotivführer in den Privatbahnen gerechnet“.

Streiks bei Privatbahnen möglich

22. März 2011

An der Streikfront zwischen Deutscher Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) herrscht vorerst Ruhe. Anders aber sieht es bei den sechs privaten Mitbewerbern der Bahn aus.

GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky sagt, die bisherigen Zwischenergebnisse ließen den Schluss zu, dass die DB zu einem Ergebnis bereit sei. Man werde deshalb zunächst auch weiterhin auf Streiks bei der DB verzichten. Auch die Deutsche Bahn strebt eine rasche Einigung an. DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Ich denke, Priorität hat unverändert die Idee eines Rahmentarifvertrages für Lokomotivführer.“ Dieser steht nach GDL-Aussage inzwischen. Nach Darstellung einer GDL-Sprecherin „hakt es” dagegen noch beim parallel verhandelten Lokführer-Tarifvertrag bei der Bahn. Für diesen Freitag (25. März) wurde bereits ein weiteres Treffen in Berlin vereinbart. Offene Punkte sollen der GDL zufolge vor dem nächsten Verhandlungstermin sondiert werden.

Ganz anders ist die Lage bei den Bahnkonkurrenten. Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die sechs Unternehmen verweigern sich weiter neuen Verhandlungen. „Deshalb werden wir dort auch weiter streiken“, droht Weselsky. Wann und wo es neue Streiks geben könnte, ließ er offen. Aber auch hier sollten die Kunden mit entsprechenden Vorwarnungen rechnen können.

Hintergrund: Ziel der GDL sind einheitliche Tarifstandards für die etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr – unabhängig davon, bei welchem Unternehmen sie beschäftigt sind. Die DB hatte vor wenigen Tagen ihren Willen zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages bekräftigt. Das Unternehmen bietet rückwirkend zum 1. März 1,8 Prozent mehr Geld und weitere 2,0 Prozent zum 1. Januar 2012. Hinzu kommt ein Aufschlag im Volumen von 1,2 Prozent durch diverse Sozialleistungen. Die GDL verlangt beim Einkommen einen Aufschlag von fünf Prozent.

DB vollzieht Arriva-Verkauf

2. März 2011

Die Deutsche Bahn hat den Verkauf der Arriva-Deutschland-Gruppe vollzogen und damit eine Auflage der EU-Kommission erfüllt. Wie mitgeteilt wird, sind die neuen Eigentümer ein Konsortium aus Ferrovie dello Stato (FS) und dem Finanzinvestor Cube Infrastructure. Über die Details des Vertrages sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Vorausgegangen war die Genehmigung der EU-Kommission für die Übernahme der Arriva plc durch die Deutsche Bahn. Auflage war, das gesamte deutsche Bus- und Bahngeschäft des Unternehmens an einen „geeigneten Käufer“ zu veräußern. Die DB hatte immer wieder betont, Arriva Deutschland sei weisungsunabhängig von der DB geführt worden, außerdem habe es eine Informationssperre gegeben, die von einem Treuhänder überwacht worden sei.

Arriva steht nach eigenen Angaben in Deutschland für eine ganze Reihe Marken von Marken:

-          Der alex ist auf der Schiene in Bayern unterwegs.

-          Der metronom fährt Nahverkehrszüge in Norddeutschland.

-          Die Prignitzer Eisenbahn ist auf der Schiene unterwegs.

-          Die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) fährt in Mecklenburg, Brandenburg und der Lausitz.

-          Der Vogtlandexpress hat seine Heimat in Sachsen.

-          Das „Autobus Sippel“ aus Hessen ist ein renommiertes Busunternehmen.

Von Arriva Deutschland war auf Nachfrage keine weitere Auskunft zu erhalten.

fbt

Veolia/Transdev: Niederländische Kartellbehörde gibt Grünes Licht

15. Dezember 2010

Die Niederländische Kartellbehörde NMa hat der Fusion der Verkehrskonzerne Veolia und Transdev ohne Auflagen zugestimmt. Die Niederlande hatten nach der Zustimmung der EU-Kommission eine Sonderprüfung für ihren Markt durchgeführt, diese hat nun ergeben, dass trotz der Stärke beider Unternehmen auf dem niederländischen Markt nur begrenzte negative Auswirkungen auf den Wettbewerb zu erwarten seien. Neben Veolia und Transdev (Connexxion) sind die wichtigsten Mitspieler dort Arriva, Syntus und Qbuzz, an beiden letzteren ist die Staatsbahn NS beteiligt. (PM ÖPNV Wettberwerb)

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