admin 12. Juni 2013
Die Allianz pro Schiene (ApS) kritisiert die heute im Kabinett verabschiedete „Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung“. „Die Bundesregierung hat auch nach dem Kabinettsbeschluss keine Kraftstoffstrategie für den Schienenverkehr“, sagt Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege in Berlin. Keinerlei eigene Antworten gebe die Bundesregierung auf die Frage „Wie wird der Bahnstrom grüner?“ oder „Wie sieht der Schienenverkehr der Zukunft auf nicht elektrifizierten Strecken aus?“.
Statt dessen delegiere die Regierung die Beantwortung dieser Fragen komplett an die Bahnbranche. Wörtlich heißt es in dem 83seitigen Beschluss „Die Bahn (DB und andere) muss an ihrer Strategie festhalten und sukzessive den EE-Anteil im Bahnstromnetz erhöhen“ sowie „Die Bahnwirtschaft sollte ihre Innovations- und Forschungsaktivitäten ausbauen“.
(PM ApS)
Tags: Allianz pro Schiene, Bundeskabinett, Dirk Flege, Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie
admin 3. Juni 2013
Im Auftrag der Allianz pro Schiene (ApS) wurden 3216 Bundesbürger verschiedener Altersgruppen zum Sicherheitsempfinden in öffentlichen Verkehrsmitteln befragt. Die Mehrzahl der Befragten äußerten sich positiv. Die veröffentlichten Ergebnisse wurden nach Altergruppen, Bundesländern und Bahnhöfen differenziert. Welche Aspekte den Befragten am meisten am Herzen liegen, können Interessierte den Umfrageergebnisse hier entnehmen.
[Quelle: Allianz pro Schiene (ApS)/Forsa]
Tags: Allianz pro Schiene, ApS, forsa, öffentliche Verkehrsmittel, Sicherheit, Sicherheitsempfinden, Umfrage
admin 31. Mai 2013
Der Verkehrssektor ist auf dem besten Weg, seine Position als Europas größtes Klimasorgenkind weiter zu zementieren. Das geht aus gerade veröffentlichten Zahlen der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Danach sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs in der EU von 1990 bis 2011 um 28 Prozent gestiegen. Andere Sektoren konnten dagegen deutliche Rückgänge verbuchen: Die Industrie kam auf ein Minus von 32 Prozent, bei der Energie-Erzeugung reduzierte sich der Ausstoß von Treibhausgasen um 16 Prozent und die Haushalte konnten sogar Einsparungen von 24 Prozent seit 1990 vorweisen. „Wenn wir nicht umsteuern, wird der Verkehr im Jahr 2050 ganz allein 50 Prozent aller CO2-Emissionen verursachen“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene (ApS), Dirk Flege, am Freitag in Berlin und berief sich auf Angaben der EU-Kommission.
Nach Berechnungen der Allianz pro Schiene droht die EU, ihre Klimaschutzziele für 2030 und für 2050 zu verfehlen. „Wenn die Verkehrswende weiterhin ausgesessen wird, ist sogar das Zwischen-Ziel für 2030 nicht zu schaffen. Von der angestrebten Reduktion von 60 Prozent der Treibhausgase bis zum Jahr 2050 sind wir im Verkehrssektor noch ganze Lichtjahre weit entfernt.“ Auf Basis der EEA-Zahlen zeigte sich Flege besorgt, dass der EU-weite Treibhausgas-Ausstoß des Verkehrssektors nach einem Rückgang in den Jahren 2008 bis 2010 seit dem Jahr 2011 wieder ansteige. „Der kurzfristige Rückgang der Emissionen war offenbar der Wirtschaftskrise geschuldet, während eine echte Trendwende im Verkehrssektor weiterhin auf sich warten lässt“, sagte Flege.
(PM ApS, Grafik: Allianz pro Schiene)
Tags: Allianz pro Schiene, EEA, Emissionen, Europäische Umweltagentur, Treibhausgase
admin 21. Mai 2013
„Im weltweiten Ranking der Länder mit der besten Infrastruktur ist Deutschland seit 2008 um mehrere Ränge zurückgefallen und droht den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, zum Auftakt des Weltverkehrsforums in Leipzig. Nach einer aktuellen Aufstellung des Weltwirtschaftsforums hatte Deutschland im Jahr 2008 noch die drittbeste Verkehrsinfrastruktur (zuzüglich des Stromnetzes) der Welt. Im Jahr 2013 reichte es nur noch für Platz neun. „Auch bei der Bewertung des deutschen Schienennetzes gibt es einen klaren Abwärtstrend zwischen den Vergleichszeiträumen 2008 bis 2013“, sagte Flege. „Deutschlands Eisenbahnnetz rangiert nach dem Ranking des Weltwirtschaftsforums heute auf Platz sieben, hinter dem Spitzenreiter Schweiz, gefolgt von Japan, Hong Kong, Frankreich, Singapur und Finnland. 2008 reichte es noch für Rang vier. Die Zeichen stehen auf Verschleiß.“
Die Experten des Weltwirtschaftsforums analysieren in ihrem globalen Qualitätsranking jedes Jahr insgesamt zwölf Kategorien. Neben der Infrastruktur sind das etwa die Flexibilität des Arbeitsmarkts, das Gesundheits- oder das Bildungssystem. Für die abschließende Bewertung im „Global Competitiveness Index 2012/13“ wertete das Weltwirtschaftsforum 14.000 Fragebögen aus 150 Ländern aus.
Die Allianz pro Schiene mahnte die Politik, die Ära der Infrastrukturförderung nach Gießkannenprinzip oder Regionalproporz zu beenden und sich stärker an Nachhaltigkeitszielen zu orientieren. „Als Basis für künftige Investitionsentscheidungen brauchen wir einen gesellschaftlich abgestimmten Masterplan mit klaren Marktanteilszielen für den Güter- und den Personenverkehr“, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. „Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen wären dann in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang eingebettet und hätten damit die Chance, einen höheren Stellenwert zu bekommen.“
Weitere Informationen: Global Competitiveness Report 2012/2013 und die zugehörige Datenplattform
Tags: Allianz pro Schiene, Infrastruktur, Weltverkehrsforum
admin 17. Mai 2013
Die Allianz pro Schiene begrüßt das Gesetz zur Infrastrukturförderung nicht bundeseigener Eisenbahnen (NE-Bahnen), das der Bundestag in der Nacht zum Freitag in letzter Lesung beschlossen hat. „Es ist gut, dass der Bund aus übergeordneten Gründen auch für nicht bundeseigene Schieneninfrastruktur Verantwortung übernimmt“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Freitag in Berlin. „Allein die nicht-bundeseigene Hamburger Hafenbahn ist mit ihren Gleisen Start- und Zielpunkt für knapp 12 Prozent der gesamten Tonnage, die im Schienengüterverkehr in Deutschland bewegt wird. Große Teile des nicht von der Deutschen Bahn betriebenen Schienennetzes sind für den bundesweiten Güterfernverkehr enorm wichtig.“
Ziel des Gesetzes ist es, vor allem zusätzliche Kapazitäten für den wachsenden Güterfernverkehr auf der Schiene zu schaffen. In diesem Jahr stellt der Bund dafür zunächst 25 Millionen Euro bereit. Den tatsächlichen Bedarf des NE-Netzes bezifferte die Allianz pro Schiene auf jährlich rund 150 Millionen Euro. Das deutsche NE-Netz ist mehr als 5000 Kilometer lang und umfasst damit über 10 Prozent des gesamten öffentlichen Schienennetzes.
(ApS)
Tags: Allianz pro Schiene, Infrastrukturförderung, NE-Bahnen
admin 17. April 2013
Bahnhöfe gehen uns alle an. Als Drehscheiben für den öffentlichen Verkehr sind sie nicht nur die Eingangsportale jeder Stadt. Inzwischen beherbergen sie auch umfangreiche Service- und Dienstleistungsfunktionen und werden dadurch wieder zu einem der zentralen Treffpunkte für die Bürger.
Mit der jährlichen Prämierung der Bahnhöfe des Jahres will die Allianz pro Schiene die neue Bedeutung von Bahnhöfen deutlich machen und zugleich die Verantwortung aller für Bahnhöfe betonen.
Noch bis zum 30. Juni 2013 können Vorschläge zum Wettbewerb des kundenfreundlichsten Bahnhof 2013 auf der folgenden Webseite abgegeben werden:
https://www.allianz-pro-schiene.de/bahnhof-des-jahres/vorschlag-bahnhof-des-jahres/
[Quelle: Allianz pro Schiene]
Tags: Allianz pro Schiene, Bahnhof des Jahres, Kundenfreundlichkeit, Öffentlicher Verkehr, Service, Wettbewerb
admin 15. April 2013

Die Eisenbahner mit Herz. Foto: Allianz pro Schiene/FotoTaubert.de
Die Jury hat entschieden, die Sieger stehen fest: Drei Zugbegleiter und ein TGV-Team gewinnen den Titel „Eisenbahner mit Herz 2013“. Gold geht an DB-Zugchefin Daniela Kumbernuß vom Fernverkehr Hannover. Kumbernuß überzeugte die Jury durch „vorbildliche Krisenkommunikation“ während eines Polizeieinsatzes auf einem ICE: Mit rein weiblicher Besatzung hielt sie einen gewalttätigen Fahrgast in Schach und erklärte später in außergewöhnlich offenen und ehrlichen Durchsagen die Verspätung.
Silber gewann der langjährige DB-Zugbegleiter Frank Lehmann vom Fernverkehr Hamburg, der gleich von drei Kunden für den Preis vorgeschlagen worden war. Lehmann meisterte eine Katastrophenfahrt im ICE mit Bravour und beschritt elegant den kleinen Dienstweg, als seine Fahrgäste ihre Tickets zum Bundespresseball oder ihren iPod im Zug liegenließen. „Ein Zugchef mit solcher Fan-Gemeinde lässt keine Jury kalt“, urteilten die Preisrichter unter dem Vorsitz der Allianz pro Schiene.
Bronze bekam der Metronom-Zugbegleiter Rainer Grundmann aus dem niedersächsischen Uelzen, weil er einem Fahrgast im fahrenden Zug sein Fahrrad repariert hatte. „Die Verbindung zwischen Bahn und Fahrrad ist im Alltag oft verbesserungsbedürftig“, meinte die Jury. „Ein radlerfreundlicher Eisenbahner setzt das richtige Signal für die Zukunft.“
Der Sonderpreis für meisterhafte Logistik ging an ein deutsch-französisches TGV-Team, das dem Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks auf Konzertreise nach Paris das Abendgastspiel gerettet hatte. „Anspruchsvolle Fahrgäste brauchen eine anspruchsvolle Logistik – gerade bei widrigen Umständen“, befand die Jury. „Großes Lob an Nicole Jurk von der DB und Thierry Boivin von der französischen SNCF für eine gehobene Reisekultur.“
Mehr Informationen gibt es im Siegermagazin zum Download!
(PM ApS, Foto: Allianz pro Schiene/FotoTaubert.de)
Tags: Allianz pro Schiene, DB Fernverkehr Hamburg, DB Fernverkehr Hannover, Eisenbahner mit Herz, Metronom, TGV
admin 11. April 2013
Die EU-Kommission macht einen weiteren Vorstoß beim Thema Riesen-Lkw. In einem Entwurf zur Änderung der Richtlinie für Lkw-Maße und Gewichte, der am Montag veröffentlicht werden soll, will die Kommission erstmals den grenzüberschreitenden Einsatz überlanger Lkw zwischen Nachbarstaaten legalisieren. Zugleich verzichtet die EU-Kommission jedoch darauf, Riesen-Lkw für alle Mitgliedsstaaten als generellen Standard einzuführen. Stattdessen setzt das Papier, das der Allianz pro Schiene vorliegt, auf eine verbesserte Aerodynamik im Straßengüterverkehr.
Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, appellierte an alle EU-Parlamentarier, den Richtlinienentwurf mit großer Wachsamkeit zu prüfen. „Die Erlaubnis grenzüberschreitender Fahrten könnte der Dammbruch sein, mit dem zeitversetzt die Riesen-Lkw in allen Ländern Europas Einzug halten“, sagte Flege am Freitag in Berlin. „Auch wenn die EU uns die Gigaliner nicht aufzwingt, will sie ihnen jetzt doch sperrangelweit eine Hintertür öffnen.“
Der Vorsitzende des Auto Club Europa (ACE), Wolfgang Rose erinnerte daran, dass die große Mehrheit der Bürger in Europa gegen den Einsatz von überlangen Lastwagen ist. „Umfragen in vielen Ländern ergeben, dass drei Viertel der Menschen keine Gigaliner auf den Straßen wollen“, sagte Rose und forderte das EU-Parlament auf, den Bürgerwillen zu achten. „Es gibt in Brüssel starke Interessen der Lastwagenlobby, die nicht das letzte Wort behalten sollten, wenn es um die Belange aller Autofahrer geht.“
(PM Allianz pro Schiene)
Tags: Allianz pro Schiene, EU-Kommisioin, Gigaliner
admin 8. April 2013
Der Wettbewerb „Bahnhof des Jahres“ startet ins nächste Jahr. Ab sofort sind Bahnreisende und Bürger aufgerufen, aus einer Liste von 5400 Bahnhöfen in ganz Deutschland ihren Favoriten auszuwählen. Die Jury wird mit den Einsendungen im Gepäck den zwanzig Lieblings-Bahnhöfen der Reisenden einen Besuch abstatten. Nach den Incognito-Tests sollen dann im August die Sieger feststehen. Im Vorjahr hatten bereits 2400 Bahnkunden einen Bahnhof nominiert. Die Allianz pro Schiene rechnet für 2013 mit einem starken Anstieg der Bürger-Beteiligung.
„Bahnhöfe gehen uns alle an“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Samstag in Berlin. „Viele Briefe enthalten lange liebevolle Begründungen, warum der Einsender seinen Bahnhof für preiswürdig hält. Für die Jury ist das Gold wert. Es bringt uns auf die rechte Fährte“. Der Wettbewerb Bahnhof des Jahres geht 2013 ins zehnte Jahr. Ausgezeichnet wird jeweils ein Großstadt- und ein Kleinstadtbahnhof. Hier können Vorschläge eingereicht werden.
(PM Allianz pro Schiene)
Tags: Allianz pro Schiene, Bahnhof des Jahres
admin 27. März 2013
Die Allianz pro Schiene begrüßt die Ökostromoffensive der Deutschen Bahn. Ab dem 1. April fahren fast fünf Millionen BahnCard-Besitzer und Pendler mit Streckenzeitkarten innerhalb Deutschlands im Fernverkehr automatisch mit Strom aus erneuerbaren Energien – und zwar zu 100 Prozent und ohne Aufpreis. „Das ist umweltpolitisch ein Riesensprung nach vorne und wird der Bahn neue Kunden bringen“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch in Berlin.
Laut einer Studie der Allianz pro Schiene hat für 36 Prozent derjenigen, die in den vergangenen Jahren auf den öffentlichen Verkehr umgestiegen sind, der Umweltvorsprung von Bus und Bahn eine wichtige Rolle für die Wechselentscheidung gespielt. „Nach den harten Faktoren Erreichbarkeit, Preis, Fahrtdauer und Angebotsqualität ist die Umweltfreundlichkeit des öffentlichen Verkehrs der wichtigste Faktor bei der Entscheidung der Menschen, welches Verkehrsmittel sie nutzen. Dies wissen wir aus unserer großen USEmobility-Befragung von 6.000 Verkehrsmittelwechslern in verschiedenen EU-Ländern“, sagte Flege.
Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer verwies auf den mit der Ökostromumstellung verbundenen Ausbau des Umweltvorteils. „Während die Bahnen dem Auto und dem Flugzeug ohnehin bei der Ökobilanz seit Jahren davonfahren, sind mit dem neuen Angebot nun auch Fernbusse in der Klimabilanz abgehängt.“ Von der Deutschen Bahn forderte Flege ambitioniertere Unternehmensziele. Bislang habe die Deutsche Bahn sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 mindestens 35 Prozent Ökostrom im gesamten Bahnstrommix anzubieten. „Das reicht nicht aus. Will der Konzern dauerhaft eine Vorreiterrolle einnehmen, sollte der Ökostromanteil bis 2020 auf mindestens 40 Prozent ausgebaut werden“, so der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer.
(PM ApS)
Tags: Allianz pro Schiene, Deutsche Bahn AG, Ökostromoffensive