Archiv für das Tag 'Abellio'

Abellio: Geschäftsführung mit neuer Struktur

13. Mai 2013

Ronald R. F. Lünser, Abellio

Ronald R. F. Lünser, gleichzeitig Geschäftsführer der Abellio Rail NRW GmbH (ABRN) und der deutschen Abellio-Holding Abellio GmbH, wird sich künftig auf die Umsetzung der in NRW gewonnenen Ausschreibungen und den Ausbau der Abellio Rail im nordrhein-westfälischen SPNV-Markt konzentrieren. Hierfür zieht er sich aus der Geschäftsführung der Abellio GmbH zurück. Geschäftsführer der Abellio GmbH bleiben Bernard Kemper (Vors.) und Alex Rentier. Das teilte Abbellio kürzlich mit.

(PM Abellio)

Abellio: Zuschlag für SPNV Saale-Thüringen-Südharz

29. Oktober 2012

Abellio hat den Zuschlag für die Erbringung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Netz Saale-Thüringen-Südharz ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 erhalten. Damit ging Abellio erfolgreich aus dem vorangegangenen europaweiten Vergabeverfahren „Elektronetz Saale-Thüringen-Südharz (STS)“ hervor. Bereits zehn Tage zuvor war das Unternehmen von den Auftraggebern, dem Land Sachsen- Anhalt, dem Freistaat Thüringen, dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) und der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) darüber informiert worden, dass sie eine Vergabe zu Gunsten von Abellio beabsichtigen. Am Samstag, den 27. Oktober 2012, wurde der Zuschlag an abellio erteilt.

Abellio wird das STS-Netz für insgesamt 15 Jahre betreiben. Dafür wird ein eigenes Unternehmen mit Sitz in der Region gegründet. Auf neun sich teilweise überlappenden Linien werden jährlich rund neun Millionen Zugkilometer erbracht und zirka achteinhalb Millionen Fahrgäste befördert. Zur Ausstattung der Fahrzeuge gehören unter anderem eine großzügige und bequeme Bestuhlung, viel Platz für Fahrräder, Mobilfunksignalverstärker in einzelnen Wagenbereichen, Informationsmonitore mit Anzeigen der Fahrplandaten und eine Videoüberwachung. Der Ein- und Ausstieg der klimatisierten Züge ist an Bahnhöfen mit einer Bahnsteighöhe von 600mm barrierefrei und kann bei abweichenden Bahnsteighöhen durch eine mobile Rampe komfortabel überbrückt werden. Die WC-Räume der Fahrzeuge sind ebenfalls behindertengerecht gestaltet.

(Quelle: Abellio)

GDL droht mit weiteren Streiks

18. April 2011

Den Kunden der Privatbahnen stehen neue Streiks bevor. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zu einem 60-stündigen Arbeitskampf ab Montag (18. April) 14.00 Uhr aufgerufen. Der Streik solle bis Donnerstagmorgen 2.00 Uhr andauern, so die GDL. Betroffen sind die Privatbahnkonzerne Abellio, Benex, die Hessische Landesbahn, Netinera (vormals Arriva Deutschland) und Veolia Verkehr. Nach GDL-Angaben verweigern die Privatbahnen trotz des bisher 119-stündigen Arbeitskampfes seit März dieses Jahres nach wie vor ein Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen.

Mit der Deutschen Bahn hatte sich die GDL in der vergangenen Woche auf ein Gesamtpaket geeinigt. Vereinbart wurden ein Rahmentarifvertrag im Personen- und Güterverkehr sowie Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung in einem Gesamtvolumen von drei Prozent.

Streikdrohung der GDL

11. April 2011

Zwar kündigte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für diese Woche Streiks bei den fünf Privatbahnkonzernen Abellio, Benex, der Hessischen Landesbahn, Netinera (vormals Arriva Deutschland) und Veolia Verkehr an, doch zumindest Heute, 11. April, bleiben die Pendler verschont. Die Deutsche Bahn AG und die Eurobahn werden ausdrücklich von den Streiks ausgenommen. Bereits in der vergangenen Woche hat es eine Streikpause gegeben. Die GDL hatte drauf spekuliert, dass die Arbeitgeber ihr entgegen kommen würden. Aber, so Gewerkschaftsboss Claus Weselsky, „außer einem bösen Brief haben wir nichts bekommen.“

Lokführer streiken wieder

31. März 2011

Der Arbeitskampf der Lokführer im Tarifstreit mit den Bahn-Konkurrenten geht weiter. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Mittwoch (30. März) neue, deutlich längere Streiks an. Betroffen sollen nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 22 Unternehmen sein, auch der Güterverkehr der Osthannoverschen Eisenbahn.

Die Aktion soll um 3 Uhr in der Nacht zu Donnerstag beginnen und 47 Stunden dauern. Die Züge sollen nach dem Willen der GDL erst am Samstag, 2. April ab 2 Uhr wieder rollen. Grund sei die anhaltende Weigerung der privaten Verkehrsunternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn, die Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für alle 26.000 Lokführer bundesweit wieder aufzunehmen.

„Diese Halsstarrigkeit kann keiner mehr verstehen. Die Arbeitgeber wollen den Tarifkonflikt tatsächlich auf dem Rücken der Kunden aussitzen“, sagt GDL-Chef Claus Weselsky. Die Streiks vom vergangenen Montag, als deutschlandweit rund drei Viertel der Privatbahnen stillstanden, hätten offenbar ihre Wirkung verfehlt. Dabei fordere die GDL „nichts Unmögliches: inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung“.

Der Fahrgastverband Pro Bahn äußerte unterdessen Verständnis für den Streik. Eckhard Ritter (Brake), Vorsitzender im Oldenburger Land: „Gut, dass der Streik diesmal auf die Privatbahnen beschränkt ist und nicht auch die in diesem Punkt vorbildliche Deutsche Bahn bestreikt wird.“

Benex-Sprecher Christoph Kreienbaum meint, die Gemengelage sei schwierig. Die GDL müsse aber akzeptieren, dass sie keinen Alleinvertretungsanspruch für Lokführer habe. Unterdessen bröckelt auch schon die Front der Bahn-Wettberwerber: Der Regionalzugbetreiber Keolis, eine Tochter der französischen Staatsbahn SNCF, will sich einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge offenbar dem Druck der GDL beugen. In einer der Zeitung vorliegenden E-Mail von Keolis-Chef Hans Leister heißt es, er werde „der GDL nunmehr sofort konkrete Verhandlungen anbieten, unabhängig vom Verhalten anderer Bahnen“.

Rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr fielen aus

29. März 2011

Durch den Streik der Lokführer fielen nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Montag (28. März) in ganz Deutschland rund drei Viertel der Verbindungen im Nahverkehr aus. „Wir sind mit der Streikbeteiligung sehr zufrieden“, urteilt GDL-Chef Claus Weselsky. Von den Arbeitsniederlegungen betroffen waren die Verkehrsgesellschaften Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die GDL will mit der Aktion den Druck auf die DB-Konkurrenten im Streit um eine einheitliche Bezahlung aller 26.000 Lokführer in Deutschland erhöhen.

Die sechs Privatbahnen (G6) hatten ihr gemeinsames Verhandlungsmandat nach Monaten ohne Vorankommen aufgegeben. Die Gewerkschaft muss ihre Forderungen nun mit jedem Unternehmen einzeln besprechen. Die GDL akzeptiere nicht, dass die Einzelunternehmen „keine verhandelbaren Angebote“ vorlegen, sagt Weselsky, „die immer stärkere Streikbeteiligung unserer Mitglieder zeigt, dass Wettbewerb über die Lohnkosten nicht länger auf dem Rücken der Lokomotivführer ausgetragen werden kann.“ Darüber hinaus sei die soziale Absicherung bei ständigen Betreiberwechseln „ein absolutes Muss, um das Spiel mit der Angst um den Arbeitsplatz“ zu beenden. Wer glaube, das „Thema aussitzen zu können, hat nicht mit der Entschlossenheit der Lokomotivführer in den Privatbahnen gerechnet“.

Lokführer bestreiken heute privaten Bahnverkehr

28. März 2011

Die Kunden der sechs großen Bahn-Konkurrenten müssen sich heute (28. März) auf Behinderungen gefasst machen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Sonntag an, den Zugverkehr der privaten Bahngesellschaften von 2.30 Uhr an für 24 Stunden lahmlegen zu wollen. Ausgenommen davon ist ausdrücklich die Deutsche Bahn (DB), mit der die Gewerkschaft am Samstag erneut über einen bundeseinheitlichen Rahmentarifvertrag und zusätzliche Leistungen der DB verhandelte.

Die sechs großen Privatbahnen, die etwa 15 bis 20 Prozent des Personenverkehrs abdecken, nehmen an den Tarifverhandlungen nicht teil. Von dem Streik betroffen sind der GDL zufolge die Privatbahnen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, Keolis Deutschland, Veolia Verkehr und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen. Auch die etwas kleineren Anbieter Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) und die Vogtlandbahn fahren nicht. Die GDL begründete den Schritt mit der Weigerung der Privatbahnen, über einen Rahmentarifvertrag nach der Vorstellung der Gewerkschaft zu verhandeln.

„Die Sturheit der Arbeitgeber führt dazu, dass der Tarifkonflikt erneut auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden muss“, meint GDL-Chef Claus Weselsky, „die Arbeitgeber lassen uns keine andere Wahl, als das Ziel gleicher Lohn für gleiche Arbeit mit einem Streik durchzusetzen.” Die GDL fordert von den Privatbahnen ein einheitliches Mindesteinkommen und gleiche Arbeitsbedingungen für alle rund 26 000 Lokführer auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie eine bessere Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

Derweil machten die GDL und die DB bei ihren Tarifverhandlungen in Berlin nach eigenen Angaben Fortschritte. Die Gespräche sollen am 7. und 8. April fortgesetzt werden.

Streiks bei Privatbahnen möglich

22. März 2011

An der Streikfront zwischen Deutscher Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) herrscht vorerst Ruhe. Anders aber sieht es bei den sechs privaten Mitbewerbern der Bahn aus.

GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky sagt, die bisherigen Zwischenergebnisse ließen den Schluss zu, dass die DB zu einem Ergebnis bereit sei. Man werde deshalb zunächst auch weiterhin auf Streiks bei der DB verzichten. Auch die Deutsche Bahn strebt eine rasche Einigung an. DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Ich denke, Priorität hat unverändert die Idee eines Rahmentarifvertrages für Lokomotivführer.“ Dieser steht nach GDL-Aussage inzwischen. Nach Darstellung einer GDL-Sprecherin „hakt es” dagegen noch beim parallel verhandelten Lokführer-Tarifvertrag bei der Bahn. Für diesen Freitag (25. März) wurde bereits ein weiteres Treffen in Berlin vereinbart. Offene Punkte sollen der GDL zufolge vor dem nächsten Verhandlungstermin sondiert werden.

Ganz anders ist die Lage bei den Bahnkonkurrenten. Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Die sechs Unternehmen verweigern sich weiter neuen Verhandlungen. „Deshalb werden wir dort auch weiter streiken“, droht Weselsky. Wann und wo es neue Streiks geben könnte, ließ er offen. Aber auch hier sollten die Kunden mit entsprechenden Vorwarnungen rechnen können.

Hintergrund: Ziel der GDL sind einheitliche Tarifstandards für die etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr – unabhängig davon, bei welchem Unternehmen sie beschäftigt sind. Die DB hatte vor wenigen Tagen ihren Willen zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages bekräftigt. Das Unternehmen bietet rückwirkend zum 1. März 1,8 Prozent mehr Geld und weitere 2,0 Prozent zum 1. Januar 2012. Hinzu kommt ein Aufschlag im Volumen von 1,2 Prozent durch diverse Sozialleistungen. Die GDL verlangt beim Einkommen einen Aufschlag von fünf Prozent.

Abellio begrüßt BGH-Urteil

11. Februar 2011

Essen/Karlsruhe (fbt). Abellio hat sich positiv zum Urteil des BGH in Sachen Ausschreibung geäußert. „Wir sind sehr zufrieden“, so Unternehmenssprecher Peter Werz zum Privatbahn-Magazin. Nach Auffassung seines Unternehmens ist nun klargestellt, dass Ausschreibungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) nun die Regel und Direktvergaben die Ausnahme sein müssten.

Nach Darstellung von Abellio ist dem Urteil des BGH (Az.: X ZB 4/10) eine längere Auseinandersetzung vorausgegangen. Abellio wollte zunächst Transparenz einer Vereinbarung zwischen DB Regio NRW und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erreichen. Im Lauf dieses Verfahrens habe sich immer mehr die grundsätzliche Frage gestellt, ob Verkehresverträge direkt zu vergeben oder nur im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung entschieden werden dürften. Der BGH habe sich nun grundsätzlich für Ausschreibungen ausgesprochen, Direktvergaben würden in Zukunft nur noch ausnahmsweise möglich sein, so Abellio.

Genaueres zur BGH-Entscheidung hier:

 http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2011&Sort=3&nr=54995&pos=5&anz=28

VRR: DB will sich weiter außergerichtlich mit Abellio einigen

16. Dezember 2010

Im Streit um die Vergabe der SPNV-Leistungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) strebt DB Regio nach Angaben der Ruhr-Nachrichten weiterhin eine außergerichtliche Einigung mit dem Konkurrenten Abellio (NS) an. Der Konzern hat inzwischen bestätigt, dass man Abellio den Betrieb zweier S-Bahn-Linien übergeben könnte, sollte der Konkurrent seine Klage gegen den zwischen DB und VRR geschlossenen Vertrag vor dem Bundesgerichtshof zurückziehen. Die Verhandluungen zwischen DB und Abellio waren vom Bundeskartellamt gerügt worden, DB Regio bemühe sich aber um eine einvernehmliche Lösung mit den Wettbewerbshütern. Dere BGH hatte seine Entscheidung vergangene Woche auf Februar vertagt, dies sieht DB Regio als Chance eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen, die auch die Landesregierung NRW unterstützt. Bei einer Nichtigerklärung des Vertrages durch den BGH drohte DB Regio mit einem Investitionsstopp, zudem kämen auf den VRR Zahlungen in Millionenhöhe aus dem ursprünglichen Verkehrsvertrag von 2004 zu.  (PM ÖPNV Wettbewerb)

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