admin 30. September 2011
Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Bundesnetzagentur zu Recht einem Teil der Schienennetz-Benutzungsbedingungen der Deutschen Bahn widersprochen hat (BVerWG 6 C 17.10). Wie das Gericht weiter mitteilt, hatte DB Netz der Bundesnetzagentur Schienennetz-Benutzungsbestimmungen 2008 vorgelegt. Die Bundesnetzagentur habe 99 Klauseln und einer Anlage widersprochen. Zur Entscheidung in Leipzig standen noch 13 Klauseln an, Vorinstanzen in Köln und Münster hatten bereits den Rest behandelt.Das Bundesverwaltungsgericht informiert, diese Beanstandungen seien als rechtmäßig bestätigt worden. Sie hätten u.a. Klauseln betroffen,
- in denen DB Netz Entgeltminderungen insbesondere in Fällen habe ausschließen wollen, in denen gebaut wurde oder höhere Gewalt eintrat;
- in denen die DB Sicherheiten für anfallende Entgelte verlangen konnte;
- oder die Forderung bestand, dass sämtliche eingesetzten Mitarbeiter (einschließlich der Reinigungskräfte) eines EVU die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen müssten.
Von Seiten der Deutschen Bahn hieß es ergänzend, die 13 nicht in den Vorinstanzen entschiedenen Klauseln seien in den vergangenen Jahren bereits zum Teil angepasst worden. So sei die Forderung nach Sprachbeherrschung auf die EVU-Mitarbeiter beschränkt worden, die im Bahnbetrieb tätig seien. Mehr als 80 Klauseln haben laut DB die Vorinstanzen unbeanstandet passiert. DB Netz erwarte die Urteilsbegründung „in einigen Wochen“. (fbt)
Tags: Bundesnetzagentur, Bundesverwaltungsgericht, DB Netz AG
admin 30. September 2011
Mit einer symbolischen ersten Sprengung sind die Bohrarbeiten am letzten der 22 Tunnel auf der ICE-Neubaustrecke zwischen Nürnberg und Erfurt in Angriff genommen worden. „Das Anschlagen des Höhnberg-Tunnels ist ein wichtiges Etappenziel, damit eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands pünktlich fertig gestellt werden kann“, erklärt Hessel auf der Tunnelbaustelle. Die Staatssekretärin ist für den 824 Meter langen Höhnberg-Tunnel im Südosten von Coburg Tunnelpatin. Bis zur Inbetriebnahme wird er daher auch ‚Katja-Tunnel’ heißen. Hessel mahnt an, dass der Bund so schnell wie möglich dafür sorgen solle, dass der Ausbau des Nadelöhrs von Nürnberg bis Ebensfeld finanziert werde. „Erst dann haben wir eine wirkliche Nord-Süd-Magistrale“, betont die Staatssekretärin. Hilfreich sei die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer jüngst geforderte Aufstockung seines Investitionsetats für Schieneninfrastruktur um eine Milliarde Euro.
Tags: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Verkehrsstaatssekretärin Katja Hessel
admin 29. September 2011
Der Freistaat Bayern wird den barrierefreien Ausbau des Bahnhofes Traunstein mit 1,5 Millionen Euro bezuschussen. Für den Neubau der Aufzüge, die die Bahnsteige künftig an die Fußgängerunterführung anbinden, die Anpassung der Bahnsteige an Gleis 3, 4 und 5, einschließlich der Ausstattung mit Blindenleitstreifen, den Neubau von Bahnsteigdächern und die Neuordnung des Wegeleitsystems sind 6,2 Millionen Euro veranschlagt. Mit dem Betrag von 1,5 Millionen Euro will der Freistaat finanzielle Nachteile ausgleichen, die durch die Modernisierung der Verkehrsstationen bei DB Station & Service AG entstünden. Dazu zähle zum Beispiel der Betrieb von Aufzügen. Berücksichtigt würden aber auch Kosten, die nicht vom Bund finanziert werden. Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) sagt, dass der Freistaat den Bund nicht aus seiner grundsätzlichen Finanzverantwortung für die Schieneninfrastruktur und damit auch für den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen entlassen werden könne. „Ich appelliere an den Bund, die Grundfinanzierung entsprechender Ausbaumaßnahmen weiterhin sicher zu stellen“, so Zeil.
Tags: DB Station & Service AG
admin 27. September 2011
In Hamburg wird die Ausschreibung der S-Bahn vorbereitet. Das teilte die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation mit. Zugleich hieß es, die Gespräche mit der derzeitigen Betreiberin, der zur DB gehörenden S-Bahn Hamburg GmbH, über eine Direktvergabe ab 2017 seien beendet. „Die Gründe liegen in rechtlichen Bedenken gegen eine Direktvergabe“.
Vorausgegangen ist nach Hamburger Informationen ein Beschluss des Bundesgerichtshofes vom 8.2. 2011, der „Direktvergaben im Eisenbahnverkehr grundsätzlich als unzulässig“ beurteilt habe.
Die Behörde erklärte weiterhin, nach ihrer Auffassung sei es sehr aufwändig für andere Unternehmen, sich Hamburger S-Bahn-Fahrzeuge zu beschaffen. Deshalb habe die S-Bahn 2009 angeboten, über eine Direktvergabe zu verhandeln. Für den Fall des Scheiterns der Gespräche sei zugesagt worden, die Laufzeit des aktuellen Verkehrsvertrags zu den geltenden Bedingungen um ein Jahr zu verlängern – dieser Option müsse das Hamburger Landesparlament zustimmen, wenn sie wahrgenommen werde.
Die Hamburger S-Bahn betreibt nach eigenen Angaben sechs Linien. Rund 1.000 Mitarbeiter befördern 200 Millionen Fahrgäste im Jahr. Die Vorbereitungen für eine weitere, neue Linie haben begonnen. (fbt)
admin 27. September 2011
Der bayerische Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil hat die Ankündigung, dass Züge der stark frequentierten, Münchner S-Bahn-Linie 4 ab Winter verlängert werden sollen, mit der Forderung an die Deutsche Bahn verknüpft, sich mittelfristig um neue Fahrzeuge zu bemühen. Die DB müsse für die wachsende Nachfrage ein angemessenes Platzangebot zur Verfügung stellen können.
Zeils Ministerium zufolge finden hierzu bereits Gespräche statt. Kurzfristige Lösungen schieden aus, weil die in München eingesetzten ET 423 nicht mehr hergestellt würden und andere verfügbare Fahrzeuge die unterirdische Münchner Stammstrecke durch die Innenstadt nicht befahren dürften. Ohnehin, so Zeil, würde eine gemischte Flotte die Störanfälligkeit des Münchner S-Bahn-Systems weiter erhöhen.
Nach Angaben der S-Bahn-Website werden derzeit 238 ET 423 und sechs VT 628 (auf einer Außenstrecke) eingesetzt. Die S-Bahn betreibt nach dortigen Informationen sieben Stammlinien und befördert täglich 800.000 Menschen. (fbt)
admin 23. September 2011
Mehr Fachbesucher aus dem In- und Ausland, hochzufriedene Aussteller sowie eine zuversichtliche Einschätzung der künftigen Branchensituation kennzeichneten die CMS 2011 Berlin – Cleaning.Management.Services. Vom 20. bis 23. September zeigten 354 Aussteller (2009: 350) aus 20 Ländern eine komplette Marktübersicht über Produkte, Systeme und Verfahren der gesamten Reinigungstechnik und Reinigungschemie. Über 15.000 (2009: 14.000) Fachbesucher aus mehr als 50 Ländern informierten sich vier Tage lang über die Innovationen der Branche, die die Internationale Fachmesse für Reinigungssysteme, Gebäudemanagement und Dienstleistungen auf 24.700 Quadratmetern Hallen- und Freigeländefläche präsentierte. Raimund Hosch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Die Branche zeigte sich mit einer Fülle von Innovationen gut gerüstet für die Herausforderungen des Marktes. Unverkennbar spielen Faktoren wie die Nachhaltigkeit unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten sowie gutes Design eine immer stärkere Rolle als Wettbewerbsvorteil. Die hohe Entscheidungskompetenz sowie die erneut gestiegene Anzahl der Fachbesucher zeigen: Die CMS ist wegen ihrer einzigartigen Kontaktmöglichkeiten unschlagbar und somit ein Pflichttermin der Branche.“
Tags: CMS Berlin - Cleaning.Management.Services., Messe Berlin GmbH
admin 22. September 2011
Die Deutsche Bahn AG will ab 11. Dezember viermal täglich einen Expressbus von München nach Prag einsetzen. In Kooperation mit der tschechischen Student Agency sind die neuen Fahrzeuge vier-dreiviertel Stunden unterwegs, wie das Unternehmen mitteilt. Zwei Busse fahren über den Flughafen München. Laut DB gilt das Euro-Special, die Plätze müssen reserviert werden; eine Begleitperson stehe für Fragen zur Verfügung. Interessant ist an der Nachricht zweierlei: Es besteht bereits eine Busverbindung zwischen München und Prag, die von einem großen Münchner Busunternehmen betrieben wird. Im eigentlichen Kerngeschäft, der Eisenbahn, ist die DB nicht mehr zwischen München und Prag tätig, wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigt. Grund sei die Infrastruktur auf tschechischer Seite, die keine entsprechenden Fahrzeiten zulasse. Es seien Züge von einem privaten Mitbewerber unterwegs. (fbt)
Tags: Deutsche Bahn AG
admin 22. September 2011
Alstom Transport wird sechs Dieseltriebzüge (DMU) vom Typ Coradia Lint an OC Transpo, die Verkehrsgesellschaft der Stadt Ottawa, liefern. Dieser Auftrag im Wert von 34 Millionen Canadischen Dollar (ca. 25 Millionen Euro) soll dazu beitragen, die „O-Train”-Fahrzeuge und -Infrastruktur kontinuierlich zu verbessern. Die neuen Fahrzeuge werden in Salzgitter entwickelt und gebaut und sollen nach einer Lieferzeit 20 Monaten im Mai 2013 per Schiff ausgeliefert werden. „Durch diesen Vertrag ist Alstom zum ersten Mal in Nordamerika mit einem Fahrzeug vertreten, das nach europäischen Standards ausgelegt wurde. Wir sind stolz darauf, unser umfassendes DMU-Know-how nach Nordamerika zu bringen und OC Transpo in seinen Plänen zu unterstützen, die Fahrgastkapazität zu verdoppeln und den Service zu verbessern,” sagt Guillaume Mehlman, Präsident von Alstom Transportat in Nordamerika. „Dies ist der erste Auftrag für unseren Regionalzug außerhalb Europas und ich bin sicher, er wird sich auch hier bewähren. Mit dem Coradia Lint bekommen die Bürger der Stadt Ottawa eine sichere, zuverlässige Nahverkehrslösung, die auch zur Reduzierung der Emissionen und zur Verkehrsentlastung beitragen wird.“, sagt Achim Alles, Geschäftsführer der Alstom Transport Deutschland GmbH.
Tags: Alstom Transport Deutschland GmbH, OC Transpo
admin 20. September 2011
Die Deutsche Bahn AG (DB AG) hat heute ihre Pünktlichkeitsstatistik im Internet veröffentlicht. Demnach sanken die Pünktlichkeitswerte im August leicht gegenüber dem Vormonat. Wesentlicher Grund seien ab dem 24.8. schwere Unwetter im Westen und in der Mitte Deutschlands mit zahlreichen entwurzelten Bäumen gewesen, die teilweise Oberleitungen beschädigt und Streckensperrungen notwendig gemacht hätten. Die Umleitung vieler Züge in den Folgetagen führte nach Angaben der DB AG zu einem erheblichen Anstieg von Verspätungen. Die DB AG hat angekündigt, ihre Pünktlichkeitsstatistik monatlich aktualisieren zu wollen. Hier bekommen Sie einen Überblick über die Statistik und die Bewertungskriterien.
Tags: Deutsche Bahn AG
admin 20. September 2011
So kurios wie der Name auch klingen mag, er hat Methode: Die Heidepflanze „Erika“ wird mit den beiden Symbolen „X“ kombiniert, wobei das eine für Heidekreuz und das andere für die Dynamik des firmeneigenen Schienenverkehrsangebot steht. Für die Namensfindung wurde ein regionaler Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem 289 Personen innerhalb von 6 Wochen Vorschläge einreichen durften. Zu den Vorschlägen gehörten die Kunstworte „Erixx“ und „Heidesprinter“. Letzten Endes hatte die Jury, aus Vertretern des Unternehmens sowie dem Landrat des Heidekreises, Manfred Ostermann, über den besten Vorschlag zu entscheiden. „Erixx: Der Heidesprinter ist ein treffender Name, der sich bei den zukünftigen Fahrgästen schnell einprägen wird“, sagt Ostermann. Die zukünftigen Fahrgäste können sich auf moderne Triebwagen vom Typ Lint 41, der Firma Alstom aus Salzgitter freuen. Dank verbesserter und durchgehender Verkehrsanbindung zwischen Walsrode und Hannover könnten Fahrgäste nach Unternehmensangaben mit einer Reisezeitverkürzung von bis zu 15 Minuten rechnen. Zu guter Letzt soll mit Erixx, dem Heidesprinter, die Attraktivität des hiesigen regionalen Personenschienenverkehrs gesteigert werden. Ab dem 11. Dezember sprintet Erixx über das sogenannte Heidekreuz auf dem die Züge zwischen Hannover und Buchholz sowie Bremen und Uelzen fahren. (jth)
Tags: der Heidesprinter, Erixx, Heidekreuzbahn, Osthannoversche Eisenbahnen AG