admin 31. August 2011
Der Schweizer Bundesrat hat heute seinen Entscheid zur Teilrevision der Netzzugangsverordnung (NZV) bekanntgegeben. Die Trassenpreiserhöhung des Bundes führt 2013 im öffentlichen Verkehr zu Tariferhöhungen von durchschnittlich 8 bis 9 Prozent. Eine Staffelung der Trassenpreiserhöhung zum Wohle der Kundschaft, wie vom Verband öffentlicher Verkehr (VöV) vorgeschlagen, hat der Bundesrat abgelehnt. Der VöV befürchtet deshalb, dass Teile der öV-Kundschaft wieder vermehrt zum Auto greifen werden und der Verkehr sich auf die Straße rückverlagert. Der Bundesrat hat noch keine Gesamtsicht zur öV-Finanzierung gemacht, sondern nur isoliert über die Trassenpreise entschieden. Deshalb verlangt der VöV, dass in den weiteren Arbeiten zu FABI auch die Straße in die Überlegungen einbezogen wird und eine Gesamtsicht über den Verkehr gemacht wird.
Tags: Netzzugangsverordnung (NZV), Verband Öffentlicher Verkehr (VöV)
admin 30. August 2011
Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, hat heute mit dem feierlichen ersten Spatenstich den offiziellen Baubeginn von Schallschutzwänden entlang der Bahnstrecke Hamburg–Lübeck vorgenommen. Mit Mitteln des „Lärmsanierungsprogramms des Bundes an Schienenwegen“ werden insgesamt sieben Schallschutzwände gebaut. „Die Minderung des Schienenverkehrslärms ist ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Der von vielen Menschen als unangenehm empfundene Schienverkehrslärm an der Eisenbahnstrecke Hamburg–Lübeck soll nun deutlich verringert werden“, sagt Ferlemann. Insgesamt werden 3,7 Kilometer Schallschutzwände gebaut. Für die Schallschutzmaßnahmen sind Kosten in Höhe von 4,9 Millionen Euro veranschlagt. Die Bauarbeiten sollen 2012 abgeschlossen werden. Mit dem „Lärmsanierungsprogramm des Bundes an Schienenwegen“ fördert der Bund in Höhe von 100 Millionen Euro pro Jahr Maßnahmen am Schienenweg zur Abschirmung des Lärms.
Tags: Eisenbahnstrecke Hamburg-Lübeck, Enak Ferlemann
admin 29. August 2011
Rund 2000 Einsender aus ganz Deutschland haben ihre Lieblingsbahnhöfe nominiert, die Jury hat ihre Testreisen unternommen und das Urteil ist gefallen: Leipzig und Halberstadt gewinnen den Titel „Bahnhof des Jahres 2011“. Zum achten Mal in Folge zeichnet die Allianz pro Schiene die kundenfreundlichsten Bahnhöfe Deutschlands aus. In der Kategorie „Großstadtbahnhof“ gewann der Leipziger Hauptbahnhof, der die Jury als erster Kopfbahnhof in der Wettbewerbs-Geschichte mit „unglaublich viel Platz für die Reisenden“ überzeugte. In der Kategorie „Kleinstadtbahnhof“ gewann Halberstadt, das seit dem gelungenen Umbau im Jahr 2010 – so das Urteil der Jury – „aus der Kellerliga auf das Siegertreppchen“ geklettert sei. „Abseits von der politischen Aufregung um Stuttgart wandelt sich in Deutschland gerade der Anspruch der Reisenden an ihren Bahnhof“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. „Bahnhöfe, die statt leerer Wartezeiten ein eigenes Erlebniszentrum schaffen, das Reisende und Besucher ganzheitlich anspricht, stehen in der Gunst der Menschen ganz weit oben.“
Tags: Allianz pro Schiene (ApS), Bahnhof des Jahres
admin 29. August 2011
Quehenberger Logistics übernimmt mit Anfang September als externer Dienstleister das gesamte Transportmanagement der MTH-Handelsgruppe, die in Österreich 240 LIBRO- und 120 PAGRO-Filialen betreibt. Der Logistikdienstleister hat gemeinsam mit der MTH-Handelsgruppe ein Konzept für die individuelle Retail-Transport-Lösung im neu errichteten MTH-Zentrallager in Müllendorf bei Eisenstadt erarbeitet. Während die Transporte bisher von unterschiedlichen Partnern abgewickelt und durch die Logistikabteilungen von LIBRO und PAGRO gesteuert wurden, wird das Transportmanagement nun zu 100 Prozent von Quehenberger Logistics betrieben.
Tags: MTH-Handelsgruppe, Quehenberger Logistics
admin 26. August 2011
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft ihre Mitglieder bei der AKN Eisenbahn AG weiterhin zum Streik auf. Davon seien insbesondere die Kunden in hohem Maße von den daraus resultierenden Folgen betroffen; das bedauere die AKN nach eigenen Angaben sehr. In den letzten Tagen hat die GDL mit mehreren nichtbundeseigenen Eisenbahnen „Vereinbarungen über ein Verfahren zur Beilegung des Tarifkonflikts“ getroffen, die in Kürze für die jeweiligen Unternehmen zur Beendigung der tariflichen Auseinandersetzungen führen sollen. Da das Thema im Kern auch dem bei der AKN bestehenden Tarifkonflikt entspricht, hat das Eisenbahnunternehmen der GDL Sondierungsgespräche angeboten. Ziel dieses Kontaktes sei, einen konstruktiven Weg zur Beendigung des Arbeitskampfes zu ebnen. Mit Unverständnis reagiert die AKN auf die Tatsache, dass nach wie vor ein Teil der Triebfahrzeugführer dem Streikaufruf der GDL-Zentrale folgt. Sie fordert die Gewerkschaft daher auf, ihrer Verantwortung gegenüber den Fahrgästen gerecht zu werden und die Arbeitskampfmaßnahmen unverzüglich zu beenden.
Tags: AKN Eisenbahn AG, Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)
admin 25. August 2011
Neue Wendung im Streitfall Stuttgart 21: Nach Angaben des SWR ist Bahnchef Dr. Rüdiger Grube zu Kompromissen bereit. Grundsätzlich sei es denkbar, mit dem Abriss des Südflügels bis nach der Volksabstimmung im Herbst zu warten. Aber nur, wenn dadurch für die Bahn keine finanziellen und rechtlichen Nachteile entstünden, wird Grube von dem Sender zitiert. Bedingung sei für den Bahnchef darüber hinaus, dass das Projekt nicht weiter verzögert werde. Das müsse Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ihm verbindlich zusichern, erklärte Grube in der “Süddeutschen Zeitung”. “Wir wollen ja niemanden unnötig provozieren und schon gar nicht eskalieren”, sagte Grube. Zuvor hatte Kretschmann die Bahn mehrfach davor gewarnt, den Südflügel vor der für Ende November geplanten Volksabstimmung abzureißen.
Tags: Deutsche Bahn AG, Stuttgart 21
admin 24. August 2011
Das Fünfte Gesetz zur Änderung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes wurde heute im Kabinett beschlossen. Nach bisheriger Rechtslage können die Hersteller zwar die Genehmigung zur Inbetriebnahme eines Fahrzeuges beantragen, die Sicherheitspflichten liegen aber auf Seiten der Eisenbahnen und Halter von Eisenbahnfahrzeugen. Im Rahmen der Liberalisierung des europäischen Eisenbahnmarktes haben insbesondere auch die Hersteller die Möglichkeit der Beantragung einer Genehmigung zur Inbetriebnahme erhalten. Als eine Folge können Hersteller nunmehr eigenverantwortlich (ohne Beteiligung eines Betreibers) Fahrzeuge herstellen. Dafür wird das Allgemeine Eisenbahngesetz (AEG) geändert. Damit soll neben den Eisenbahnen und den Haltern von Eisenbahnfahrzeugen jetzt auch den Herstellern die Verantwortung dafür zugewiesen werden, dass Fahrzeuge den Anforderungen der öffentlichen Sicherheit an den Bau zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme genügen. Die Verantwortung bezieht sich demnach nicht auf den Ablauf des Bauprozesses, sondern auf das Bauprodukt. Mit der Änderung des AEG wird diese Verantwortung demjenigen zugewiesen, der den Antrag auf Genehmigung stellt. Die Änderung soll Anfang 2012 in Kraft treten.
Tags: Allgemeine Eisenbahngesetz (AEG), Bundesverkehrsministerium
admin 24. August 2011
Das Hamburger Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen VTG Aktiengesellschaft hat sich ersten Halbjahr 2011 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz in Höhe von 373,8 Millionen Euro lag in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 um 21,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 307,1 Millionen. Euro. Das operative Betriebsergebnis (EBITDA) stieg um 11,8 Prozent auf 83,9 Millionen Euro. Der operative Cashflow lag mit 60,9 Millionen Euro um 6,1 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum, da sich im Zuge des gestiegenen Geschäftsvolumens die Forderungen deutlich erhöhten. Auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung bestätigt der Vorstand seine Prognose im oberen Bereich. „Ungeachtet der derzeitigen Kapriolen an den Kapitalmärkten ist es uns gelungen, die notwendigen Voraussetzungen für die Fortsetzung unseres Wachstumskurses zu schaffen und entscheidende Projekte voranzutreiben. Die rechtzeitige Neustrukturierung unserer Konzernfinanzierung gibt uns die Flexibilität, weiterhin die sich bietenden Marktchancen zu nutzen“, sagt Dr. Heiko Fischer, Vorstandsvorsitzender der VTG Aktiengesellschaft. Die VTG hatte ihre Finanzierung durch eine US-Privatplatzierung sowie einen Konsortialkredit Anfang Mai neu strukturiert.
Tags: VTG Aktiengesellschaft
admin 23. August 2011
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat der Geschäftsführung der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) kurzfristig mitgeteilt, dass sie an der für heute geplanten zweiten Verhandlungsrunde nicht teilnehmen wird und aus ihrer Sicht keinen weiteren Verhandlungsbedarf sieht. Damit bricht die Gewerkschaft den Lösungsprozess des Tarifkonfliktes einseitig ab und widerspricht ihren eigenen Aussagen in der ersten Verhandlungsrunde. „Diese Nachricht kam völlig überraschend. Wir haben uns im ersten Gespräch in vielen Dingen geeinigt und bekamen vom GDL-Bundesvorsitzenden Claus Weselsky signalisiert, dass die Gewerkschaft auch bereit ist, ihre bisherige Position zu verlassen, als Vorbedingung für das Schlichtungsverfahren die Akzeptanz des von ihr geforderten Bundesrahmentarifvertrags für Lokführer zu diktieren“, sagt NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow und ergänzt: „Mir ist schleierhaft, warum die Gewerkschaft den Prozess einseitig abbricht. Für mich entsteht der Eindruck, dass der Bundesvorstand der GDL nur auf Druck seiner Basis in das Schlichtungsverfahren eingewilligt hat, welches er zuvor kategorisch ablehnte.“
Tags: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Nord-Ostsee-Bahn (NOB)
admin 22. August 2011
Der von der DB Vertrieb GmbH geplante Arbeitsplatzabbau in den Reisezentren der Deutschen Bahn AG ist für die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) unverständlich. “Das wäre ein brutaler Kahlschlag, der hier stattfinden soll”, sagt EVG-Vorstand Reiner Bieck. Bis 2016 sollen dem Vernehmen nach rund 700 Stellen bundesweit gestrichen werden. Zwar habe der Verkauf von Tickets über Internet und an Automaten zugenommen, “Aber die Beratung findet eben in den Reisezentren, am Schalter, statt.” Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Umsätze in den Verkaufsstellen zurückgingen. “Viele Kunden informieren sich in den Reisezentren über die besten Verbindungen, um das Ticket dann, in manchen Fällen kostengünstiger, am Automaten oder über das Internet zu buchen”, so Bieck. Dem Beratungswunsch müsse die DB jedoch nachkommen. Die “undurchschaubare Personalpolitik” in diesem Bereich führe schon jetzt dazu, “dass die noch vorhandenen Reiseberater in vielen Reisezentren die Kundenschlangen kaum abarbeiten können”. EVG, Betriebsräte und DB Vertrieb seien zurzeit in Gesprächen zu einem Zukunftskonzept für den Bereich Vertrieb.
Tags: DB Vertrieb GmbH, Deutsche Bahn AG, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)